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Bewaffneter stürmt Kirche in Texas ++ 26 Tote ++ Täter ging ins Militär

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Schiesserei in Kirche in Texas
Ein junger Mann hat am 5. November 2017 während eines Gottesdienstes in einer Kirche in Sutherland Springs, Texas, das Feuer auf Gläubige eröffnet und 26 Menschen getötet.
quelle: ap/ksat
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Bewaffneter stürmt Kirche in Texas ++  26 Tote ++ Anwohner verfolgte Täter

05.11.2017, 20:3906.11.2017, 01:47

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein schwer bewaffneter Schütze stürmte in Texas während eines Gottesdienstes in eine Kirche und eröffnete das Feuer.
  • Mindestens 26 Menschen starben, die Opfer sind zwischen 5 und 72 Jahre alt
  • Der Täter starb kurze Zeit später. Ob er erschossen wurde oder sich selbst gerichtet hat, ist noch unklar. 
  • Beim Schützen handelt es sich offenbar um einen 26-jährigen Weissen aus der Region St. Antonio. 
  • Über das Motiv des Attentäters gibt es noch keine Angaben. 
  • Es ist das schlimmste Schusswaffen-Massaker in der Geschichte von Texas. 

Schon wieder erschüttert ein Blutbad die USA. Ein Bewaffneter hat am Sonntag in einer Kirche bei St. Antonio das Feuer auf Gläubige eröffnet und 26 Menschen getötet,  darunter die 14-jährige Tochter des örtlichen Pfarrers. 20 Personen sind verletzt, einige schweben offenbar in Lebensgefahr. 

«Es ist furchtbar. Der Mann ist einfach in die Kirche gelaufen und hat die Menschen während des Gottesdienstes niedergemetzelt», so ein Augenzeuge. 

Doch stellte sich dem Täter ein Anwohner entgegen. Er schnappte sich laut CNN die Waffen des Schützen, worauf dieser die Flucht ergriff. Der Bürger verfolgte darauf den Mann. 

Beim Täter handelt es sich laut  den Behörden um den 26-jährigen Devin Patrick Kelley, der aus der Region stammt und angeblich einen militärischen Hintergrund haben soll. «Es ist das schlimmste Schusswaffen-Massaker in der Geschichte von Texas», sagte Gouverneur Greg Abbott. 

Der Täter wurde kurze Zeit nach dem Massaker tot aufgefunden. Ob er durch den Anwohner erschossen wurde oder sich selbst gerichtet hat, ist noch unklar. 

US-Präsident Donald Trump wurde während seines Aufenthalts in Tokio über die Bluttat informiert und twitterte: «Möge Gott an der Seite der Menschen in Sutherland Springs sein. (...) Ich verfolge die Lage von Japan aus.»

Das Fernsehen zeigte zahlreiche Ambulanzen vor der Kirche. Auch sollen Verletzte mit Rettungshelikopter in Spitäler gebracht worden sein.

Eine Zeugin, Carrie Matula, sagte dem Sender MSNBC, Sutherland Springs sei so klein, dass es dort nicht einmal eine Feuerwehr gebe. Jeder kenne jeden, man stehe sich sehr nahe. Was am Sonntag geschehen sei, treffe damit alle Einwohner.

Die kleine Gemeinde Sutherland Springs befindet sich rund 50 Kilometer südöstlich von San Antonio.

Es handelt sich um das zweite grosse Blutbad durch eine Schusswaffenattacke innerhalb weniger Wochen in den USA. Erst vor gut einem Monat hatte ein Mann weltweites Entsetzen ausgelöst, als er in Las Vegas (Nevada) aus einem Hotelfenster auf Besucher eines Musikfestivals schoss und 58 Menschen tötete - mehr als 500 weitere wurden verletzt.

Der Täter nahm sich das Leben. Es war der schlimmste Massenmord in der jüngeren Geschichte der USA. Das Motiv ist nach wie vor unklar. Die Attacke in Sutherland Springs erinnert aber auch an den Angriff auf eine Kirche in Charleston im Bundesstaat South Carolina im Juni 2015. Damals erschoss Dylann Roof, ein bekennender Anhänger des rassistischen Ku Klux Klans, während einer Bibelstunde acht Mitglieder der afroamerikanischen Gemeinde sowie den Pastor. (kub/sda/dpa/afp)

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