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U.S. World War II D-Day veteran Tom Rice, from Coronado, CA, after parachuting in a tandem jump into a field in Carentan, Normandy, France, Wednesday, June 5, 2019. Approximately 200 parachutists participated in the jump over Normandy on Wednesday, replicating a jump made by U.S. soldiers on June 6, 1944 as a prelude to the seaborne invasions on D-Day. (AP Photo/Rafael Yaghobzadeh)

Tom Rice nach seiner Landung in der Normandie. Bild: AP/AP

Vor 75 Jahren sprang er schon mal über der Normandie ab – nun hat es Rice erneut getan



Am 6. Juni 1944 springt Tom Rice über der Normandie aus dem Flieger. Unter ihm Feindesland. Nazis, die in das Dunkel der Nacht feuern, um die Alliierten Fallschirmjäger zu stoppen.

Bereits beim Apsrung läuft alles schief. Der 22-Jährige will sich aus der Tür schwingen, bleibt aber an der linken Achselhöhle hängen. Es schlägt ihn an die Seite des Flugzeugs und es schwingt ihn wieder ins Innere. Rice streckt seinen Arm durch, kann sich schliesslich befreien und segelt in horrendem Tempo dem Boden entgegen.

Der Fallschirm geht auf. Das Tempo verlangsamt sich. Rice selber bekommt keine Kugel ab, doch sein Fallschirm wird getroffen. Dennoch übersteht er den Sprung unbeschadet und findet sich auf dem europäischen Festland wieder.

Zusammen mit seinen Kameraden fügt er in der Folge der Hitler-Armee eine schmerzhafte Niederlage zu, von der sie sich nie mehr richtig erholen sollten.

Bild

Tom Rice: Ein Bild aus vergangenen Zeiten. bild: twitter

«Es war der schlimmste Sprung, den ich je hatte», sagt Rice rückblickend. Den Mut hat er dadurch aber nicht verloren. Im Gegenteil.

Rice spring erneut

Denn heute, 75 Jahre später, hat es der Mann aus Kalifornien erneut getan. Im Alter von 97 Jahren ist er über der Normandie aus einer C-47 gesprungen.

Nur, dass dieses Mal niemand auf ihn schoss, sondern bei der Landung Presse und Freunde auf ihn warteten. Der Sprung wurde im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag des D-Days durchgeführt, die heute und morgen in England und Frankreich stattfinden.

Der 97-Jährige legt zwar eine etwas ruppige Landung hin, meint danach aber: «Es lief perfekt, ein perfekter Sprung. Ich fühle mich grossartig. Ich würde nochmals hochgehen und es nochmals tun.» Respekt! (cma)

Passend dazu dieser Artikel, den wir vor 5 Jahren publiziert haben:

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75 Jahre D-Day

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Laker 06.06.2019 20:46
    Highlight Highlight Das Menschen aus Fleisch und Blut. Wahre Helden. Ich verneige mich.
  • Triumvir 06.06.2019 08:18
    Highlight Highlight Ohne die Amerikaner würden wir heute nicht so frei leben können, dafür müssen wir ihnen immer dankbar sein. Umso unverständlicher ist die aktuelle Politik ihres derzeitigen Rüpelpräsidenten. Hoffentlich ist dieser Alptraum bald zu Ende...
    • Cachesito 06.06.2019 13:01
      Highlight Highlight Sie bringen es genau auf den Punkt. Kann es nicht besser sagen.
  • Frost 06.06.2019 08:11
    Highlight Highlight Diese Männer waren Helden, auch wenn sie sich selbst nicht als solche sahen.
  • Bergblick 06.06.2019 06:58
    Highlight Highlight Allen diesen mutigen Männern, die für die Befreiung Europas ihr Leben riskiert haben, können wir nur unendlich dankbar sein!
  • arni99 05.06.2019 23:35
    Highlight Highlight Dank dem diesen Soldaten die unter Einsatz ihres Lebens kämpften, durften wir in Westeuropa in Frieden und Freiheit aufwachsen und unser Leben leben.
  • DrFreeze 05.06.2019 21:37
    Highlight Highlight Sowas können wir uns gar nicht mehr in unseren Friedenszeiten vorstellen. Was geht da in einem vor? Respekt vor diesem Mann.

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