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Hillary Clinton gibt Putin Mitschuld an ihrer Wahlniederlage



Hillary Clinton addresses the Children's Defense Fund's Beat the Odds celebration at the Newseum in Washington, Wednesday, Nov. 16, 2016. (AP Photo/Cliff Owen)

Laut Hillary Clinton sei der russische Staatspräsident Putin Mitverantwortlich für ihre Wahlniederlage. Bild: AP/cliff owen

Die unterlegene US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat laut einem Zeitungsbericht dem russischen Staatschef Wladimir Putin eine Mitschuld an ihrer überraschenden Niederlage gegeben.

Ihr Scheitern bei der Wahl am 8. November sei das Ergebnis von zwei beispiellosen Ereignissen, sagte Clinton laut einem Bericht der «New York Times» vom Freitag am Vorabend bei einem Abendessen mit Wahlkampf-Spendern.

Dabei handle es sich um den russischen «Angriff gegen unser Land» und die Wiederaufnahme von Ermittlungen zu ihrer E-Mail-Affäre durch den FBI-Chef James Comey elf Tage vor der Wahl, sagte Clinton dem Bericht zufolge.

Die Hackerangriffe auf Clintons Wahlkampfmanager John Podesta führte die US-Demokratin darauf zurück, dass Putin einen persönlichen Streit mit ihr habe. Er trage ihr nach, dass sie die russische Parlamentswahl 2011 als manipuliert kritisiert habe.

Rache für Wut des Volkes

«Putin hat mich öffentlich für den Wutausbruch seines eigenen Volkes verantwortlich gemacht», zitierte die «New York Times» Clinton. Wahlentscheidend sei auch das Vorgehen von FBI-Chef Comey gewesen. Dieser hatte rund zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl den Kongress informiert, dass seine Behörde im Zusammenhang mit Clintons E-Mail-Affäre neu aufgetauchte Korrespondenz prüfe. Zwei Tage vor der Wahl erklärte Comey dann, in den neu entdeckten E-Mails seien keine Hinweise auf strafbare Handlungen gefunden worden.

Zu dem Cyberangriff auf Podestas E-Mailkonto hatte der Sender NBC News am Mittwoch berichtet, Putin selbst habe Anweisungen für den Umgang mit den gehackten E-Mails gegebene. Der russische Staatschef habe dies anfänglich aus Rache getan, weil die Demokratin als Aussenministerin öffentlich die Rechtmässigkeit der russischen Wahl von 2011 in Frage gestellt habe, meldete der Sender unter Berufung auf zwei hochrangige Geheimdienstverantwortliche.

ADVANCE TO GO WITH RUSSIA US CLINTON FILE In this file photo taken on Saturday, Sept. 8, 2012, Russian President Vladimir Putin, left, meets U.S. Secretary of State Hillary Rodham Clinton on her arrival at the APEC summit in Vladivostok, Russia.  During her recent acceptance of the Democratic party nomination to run for the U.S. presidency, Clinton said Russia is an enemy and cannot be trusted, a statement which clearly stung the Kremlin and seems to have heralded a new era for the coming presidency if Clinton wins.  (AP Photo/Mikhail Metzel, pool, FILE)

Das war das Verhältnis noch gut: Clinton, damals US-Aussenministerin, bei einem Treffen mit Putin 2012. Bild: Mikhail Metzel/AP/KEYSTONE

Später habe Putin dann sein Vorgehen ausgeweitet, um das politische System in den USA als korrupt darzustellen, hiess es in dem Beitrag weiter. Putins Sprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe als «lächerlichen Unsinn» zurück. Auch der designierte US-Präsident Donald Trump stellte in Abrede, dass Russland hinter den Cyberangriffen auf die US-Demokraten stecke.

Die US-Regierung des Demokraten Barack Obama machte hingegen ebenfalls die russische Regierung für die Hackerangriffe verantwortlich. Präsidentenberater Ben Rhodes sagte, «nichts von derartiger Tragweite» geschehe innerhalb der russischen Regierung, ohne dass Putin davon wisse. Präsident Obama drohte Russland einen nicht näher bezeichneten Gegenschlag an. (sda/afp)

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