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FILE - In this Friday, April 21, 2017, file photo, President Donald Trump listens as Treasury Secretary Steve Mnuchin speaks at the Treasury Department in Washington. Trump won the White House by arguing that what America needed was a president who had proved himself as a steely and successful corporate leader with no political baggage, someone, say, like himself. Yet 100 days into Trump’s presidency, the businessman-as-president has struggled to apply his experience as a real estate and entertainment mogul to the Herculean task of governing the world’s most powerful nation. (AP Photo/Alex Brandon, File)

Donald Trump: Am Samstag ist er 100 Tage im Amt. Bild: Alex Brandon/AP/KEYSTONE

Trump warnt vor «grossem, grossem Konflikt» – und verrät, was er am meisten vermisst

In einem Interview mit Reuters sprach Donald Trump über die Lage in Nordkorea. Zudem gab er zu, dass er gewisse Dinge aus seinem früheren Leben vermisst.



Es bestehe eine Chance, dass es mit «Nordkorea zu einem grossen, grossen Konflikt» komme, sagte Donald Trump in einem Interview mit Reuters. Eigentlich würde er den Streit mit Nordkorea lieber diplomatisch lösen, gab der US-Präsident zu Protokoll, «doch das ist sehr schwierig».

Zeitgleich lobte Trump die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, den er anfangs April in Florida empfangen hatte. Er glaube, dass Xi sehr angestrengt versuche, die Sache mit Nordkorea zu regeln, so Trump. «Er ist ein guter Mann. Er ist ein sehr guter Mann und ich habe ihn sehr gut kennen gelernt.» Er sei sich sicher, dass Xi versuche etwas zu tun, erklärte Trump, «aber vielleicht kann er es nicht». 

FILE - In this Friday, April 7, 2017, file photo, U.S. President Donald Trump, left, and Chinese President Xi Jinping pause for photographs at Mar-a-Lago in Palm Beach, Fla. North Korea often marks significant dates by displaying military capability, and South Korean officials say there's a chance the country will conduct its sixth nuclear test or its maiden test launch of an ICBM around the founding anniversary of its military on Tuesday, April 25. Trump spoke by phone with both the Japanese and Chinese leaders Monday, April 24. China's official broadcaster CCTV quoted Xi telling Trump that China strongly opposed North Korea's nuclear weapons program and hoped

Donald Trump vertraut auf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping.  Bild: Alex Brandon/AP/KEYSTONE

Er hoffe, dass Kim Jong Un ein rational denkender Mensch sei, meinte Trump, aber er wisse es nicht. «Ich habe dazu keine Meinung.» Kim habe die Macht im Alter von 27 Jahren übernommen, «das ist nicht einfach». 

Die Aussagen Trumps erfolgen in einer Zeit höchster Anspannungen zwischen Pjöngjang und Washington. Als Reaktion auf die nuklearen Provokationen Nordkoreas schickten die USA einen Flugzeugträger in die Region und kündeten mehrmals an, dass ein militärischer Schlag nicht ausgeschlossen sei. 

Trump lehnt Gespräch mit Taiwan ab

Trump, der während des Interviews im Oval Office offenbar eine Cola schlürfte, die er per Knopfdruck beim Butler bestellt hatte, äusserte sich auch zum Thema Taiwan, welches das Verhältnis zwischen Peking und Washington zu Trumps Amtsantritt stark belastete.  

Nach seiner Wahl telefonierte Trump im Dezember mit der Präsidentin Taiwans Tsai Ing-wen und stellte somit indirekt Pekings Ein-China-Politik in Frage. 

epa05889102 (FILE) - A handout photo made available by the Presidential Office shows Taiwan President Tsai Ing-wen talking with US president-elect Donald Trump from her office in Taipei, Taiwan, 02 December 2016 (reissued 05 April 2017). The call, which Tsai made to congratulate Trump on his winning election, perturbed China because the US has diplomatic ties with China, which sees Taiwan as its breakaway province. Chinese President Xi Jinping will hold his first meeting with Trump in Florida, US from 06 to 07 April 2017. The meeting between Xi and Trump will be closely watched by Taiwan, whose president was amongst the first world leaders to speak to the newly-inaugurated US President Donald J. Trump.  EPA/TAIWAN PRESIDENTIAL OFFICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen suchte offenbar das Gespräch mit Donald Trump, doch dieser lehnte ab.  Bild: EPA/TAIWAN PERSIDENTIAL OFFICE

Nun soll der US-Präsident ein weiteres Gespräch mit Tsai Ing-wen ausgeschlagen haben. «Mein Problem ist, dass ich ein sehr gutes persönliches Verhältnis mit Präsident Xi entwickelt habe», sagte Trump. «Ich habe wirklich das Gefühl, dass er alles in seiner Macht stehende unternimmt, uns in einer grossen Situation zu helfen. Deshalb will ich ihm jetzt keine Schwierigkeiten bereiten.» 

«Ich dachte, es sei einfacher»

Im gleichen Interview sprach Trump auch über den Alltag als US-Präsident. Dabei gab er ehrlich zu, dass er gewisse Sachen aus seinem früheren Leben vermisse. «Das ist mehr Arbeit als in meinem früheren Leben. Ich dachte, es sei einfacher.» Er habe sein früheres Leben geliebt, schwärmt Trump, «es war immer so viel los.»

Man lebe in seinem eigenen kleinen Kokon, führt der US-Präsident, der nunmehr seit 99 Tagen im Amt ist, aus, «man hat so viel Schutz um sich, man kann wirklich nicht mehr überall hingehen.»

Wenn der Präsident aus dem Haus geht, dann meistens in einer Limousine. Doch am Steuer sitzt ein Chauffeur, nicht er selbst. Und genau das macht Trump zu schaffen. «Ich liebe es, zu fahren. Jetzt kann ich nicht mehr Auto fahren.» (cma)

Video: watson/Emily Engkent

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