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Trumps Pharmazölle treten doch noch nicht in Kraft

epa12418512 US President Donald Trump speaks with reporters on the South Lawn of the White House after disembarking from Marine One in Washington, 30 September 2025. EPA/FRANCIS CHUNG / POOL
Wollte 100 Prozent auf Arzneimittelimporte erheben: Donald Trump. Bild: keystone

Trumps Arzneimittelzölle treten doch noch nicht in Kraft

02.10.2025, 09:4902.10.2025, 09:49

Die von US-Präsident Donald Trump zum 1. Oktober angekündigten neuen Zölle auf Arzneimittelimporte in die USA werden Regierungskreisen zufolge doch noch nicht erhoben. Das teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit.

Stattdessen solle nun erst damit begonnen werden, Zölle gegen Pharmakonzerne vorzubereiten, die ihre Produktion nicht in die USA verlagern oder ihre Preise senken wollen. Konkrete Gründe für die Verschiebung wurden nicht genannt.

Vergangene Woche hatte Trump überraschend neue Zölle verkündet: Ab 1. Oktober sollten auf Importe von Markenarzneien und patentierte Medikamente in die Vereinigten Staaten ein Aufschlag von 100 Prozent erhoben werden. Pharmahersteller, die in den USA eine Produktionsstätte bauen, könnten den Zoll umgehen. Details liess er offen.

Schweizer Pharma investiert Milliarden in USA

Die Schweizer Pharma-Konzerne hatten bereits im Frühling milliardenschwere Investitionsprogramme in den USA angekündigt. Roche verwies vergangene Woche erneut auf Pläne seiner Tochter Genentech in North Carolina sowie auf insgesamt 50 Milliarden US-Dollar Investitionen für den Ausbau und Forschung. Novartis will in den nächsten fünf Jahren 23 Milliarden in den US-Standort investieren. Auch das Produktionsunternehmen Lonza betonte seine grosse US-Präsenz mit Werken in Kalifornien und North Carolina.

Analysten erklärten, dass die Schweizer Konzerne mit ihren US-Investitionen gut vorbereitet seien. Die Aktienmarkt-Experten der Bank J. Safra Sarasin schrieben, dass die Zölle womöglich schlimmer aussähen, als sie am Ende seien.

Alarmistischer tönte es von den Pharmaverbänden. Sie warnten vor weitreichenden Risiken durch die Zölle, sollten sie tatsächlich kommen. Interpharma sprach von einem «ultimativen Weckruf» und warnte, Strafzölle könnten Lieferketten und Forschung massiv beeinträchtigen. (sda/dpa)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amateurschreiber
02.10.2025 10:11registriert August 2018
Trump, der Hütchenspieler:
Schaut her, hier sind die Zölle! - Oder doch nicht?
Sind sie vielleicht da? - Nein, da auch nicht.
Hier sind sie! - Und schon sind sie wieder weg.
Jetzt ratet mal, wo sie sind!?
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Ihre Dudeigkeit
02.10.2025 11:03registriert März 2014
Bis Donnie wieder mit dem falschen Bein aufsteht oder Melania nur einen statt zwei Zucker in den Kaffee rührt – schwupps, kommen die Zölle über Nacht. Verhandeln? Zwecklos. Mit ihm geht das nicht. Kalte Schulter zeigen, Gegenzölle setzen, andere Märkte erschließen. Bitter jetzt, aber langfristig gesünder.
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