DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fast 1000 Gebäude im US-Staat Colorado abgebrannt

02.01.2022, 03:0302.01.2022, 12:58

Bei den jüngsten Bränden im US-Bundesstaat Colorado nahe der Stadt Boulder sind nach Behördenangaben fast 1000 Häuser und andere Gebäude zerstört worden. 991 Bauten seien den Flammen zum Opfer gefallen, rund 130 weitere Gebäude seien einer ersten Erhebung zufolge beschädigt worden, teilte das Büro des Sheriffs für den Bezirk Boulder am Samstag (Ortszeit) mit. Es sei zu erwarten, dass die Zahl der abgebrannten und beschädigten Bauten bei genaueren Inspektionen noch ansteigen werde. Am Freitag waren die Behörden noch von rund 500 beschädigten oder zerstörten Häusern ausgegangen.

Ein brennendes Haus in Louisville, Colorado.
Ein brennendes Haus in Louisville, Colorado.Bild: keystone

Drei Menschen galten dem Katastrophenschutz zufolge nach den Bränden zunächst noch als vermisst, sieben waren verletzt worden. Die Behörden wollen demnach Suchhunde einsetzen, um die Vermissten zu bergen, sobald es das Wetter zulässt. Kleinere Brandherde hatten sich am Donnerstag in dem Gebiet rasch ausgebreitet, begünstigt von teils sehr starken Winden. In den Orten Louisville und Superior sollten sich rund 34'000 Einwohner in Sicherheit bringen.

Die Ursache der Brände war noch unklar. Behördenvertreter hatten zunächst spekuliert, dass die für die Winterzeit in der Region untypischen Feuer ausgelöst wurden, als der Wind Stromleitungen zu Boden riss. Sheriff Joe Pelle sagte jedoch am Samstag, es seien keine kaputten Stromleitungen gefunden worden. Es gebe wegen der Brände einen Durchsuchungsbefehl, sagte er – ohne weitere Details zu nennen.

Hunderte von Häusern liegen nach dem Feuer in Schutt und Asche.
Hunderte von Häusern liegen nach dem Feuer in Schutt und Asche.Bild: keystone

Eine seit Monaten andauernde Dürre in der Region hatte die Ausbreitung der Feuer begünstigt. Verbliebene Glutherde wurden in der Nacht zum Samstag mit rund 20 Zentimeter Neuschnee bedeckt, weswegen das Feuer nicht mehr als bedrohlich galt. Der als «Marshall Fire» bezeichnete Brand hatte sich Medienberichten zufolge auf einer Fläche von etwa 24 Quadratkilometern ausgebreitet.

Gouverneur Jared Polis hatte für den Bezirk nordwestlich der Regionalhauptstadt Denver bereits am Donnerstag den Notstand erklärt. US-Präsident Joe Biden genehmigte zudem eine Notstandserklärung nach Bundesrecht, was zusätzliche Hilfe für die Betroffenen ermöglicht. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Dieser Twitch-Stream endet im Feuer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Ökologische Katastrophe» – Vulkanausbruch vor Tonga führt zu Ölpest in Peru

Der Vulkanausbruch vor der Küste Tongas hat auch auf der anderen Seite des Pazifiks dramatische Auswirkungen: Die hohen Wellen – ausgelöst durch den Ausbruch – verursachten bei einer Raffinerie in Peru eine gewaltige Ölpest. Die peruanische Regierung sprach von einer «ökologischen Katastrophe».

Zur Story