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FILE - Michael Cohen arrives at his New York City apartment in this May 21, 2020 file photo. President Donald Trump's longtime personal lawyer and fixer was released federal prison and was expected to serve the remainder of his sentence at home. In a statement to The Associated Press on Thursday, July 9, 2020, the Bureau of Prisons said Cohen had

Nach sieben Wochen Hafturlaub wurde Michael Cohen verhaftet. Bild: keystone

Trumps Mann fürs Grobe wieder im Knast – Michael Cohen erneut verhaftet



Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump Michael Cohen ist am Donnerstag erneut von der Bundespolizei verhaftet worden, nachdem ihm erst vor sieben Wochen Hafturlaub gewährt worden war. Sein Anwalt Jeffrey Levine bestätigte CNN-Reportern, dass Cohen bei einem Termin vor Gericht in Manhattan festgenommen wurde. Dort seien ihm Auflagen präsentiert worden, wonach ihm der Kontakt mit Medien künftig verboten sei. Als er dies abgelehnt habe, sei er in Gewahrsam gekommen, sagte Levine laut CNN.

Bereits am Wochenende war Cohens Fall erneut Thema in den US-Medien gewesen. Ursprünglich war ihm am 20. Mai wegen der Corona-Pandemie erlaubt worden, seine bis November angeordnete Haft in Otisville im Bundesstaat New York auszusetzen. Stattdessen sollte er künftig die Strafe daheim beenden. Ende vergangener Woche waren in der Boulevardzeitung «New York Post» Fotos aufgetaucht, wie Cohen mit seiner Frau und Freunden in der Nähe seiner Wohnung auf der New Yorker Upper East Side ein Restaurant besuchte.

Cohen sollte ursprünglich eine dreijährige Haftstrafe verbüssen. Er hatte sich 2018 vor Gericht mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem einer Falschaussage vor dem US-Kongress und Verstösse gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung. Bei Letzterem handelte es sich um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag Trumps ausgeführt hatte. Im Dezember 2018 wurde der Ex-Anwalt dann verurteilt.

Hafturlaub wegen Corona

US-Medienberichten zufolge hatte Cohen aus gesundheitlichen Gründen eine Entlassung aus der Haft beantragt. In dem Gefängnis hatte es demnach Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. Haftanstalten in den USA gelten als besondere Gefahrenherde für die Ausbreitung des Virus. Laut «New York Times» waren deswegen Tausende Häftlinge mit vor allem geringfügigen Strafen vorzeitig entlassen worden.

Cohen hat mehr als ein Jahrzehnt für Trump gearbeitet und war eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Er wurde oft als Trumps «Ausputzer» beschrieben, bis es zum Bruch zwischen beiden kam. Cohen wandte sich von Trump ab und erhob vor Gericht und dem US-Kongress schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten. (sda/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peter Vogel 10.07.2020 07:29
    Highlight Highlight Auf Cohen werden noch einige folgen. Mit etwas Glück auch der Chef selbst.
  • Victor Paulsen 10.07.2020 01:33
    Highlight Highlight Passt zu ihm.
    Aber wenn ich schon aus dem Gefängnis kommen würde, dann würde ich das nicht mit einem Restaurantbesuch gefährden
    • insert_brain_here 10.07.2020 09:47
      Highlight Highlight Auch wenn es für die Mehrheit unvorstellbar ist: Cohen und seinesgleichen sind sich keinerlei Unrecht bewusst. Sich ohne Rücksicht auf Ethik, Gesetz oder gar Mitmenschen zu bereichern ist für sie das normalste der Welt und sie tun es schon so lange ohne dabei behelligt zu werden. In seinem Kopf gehört er nicht ins Gefängnis, entsprechend handelt er auch.

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