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Wir schreiben Dienstag, den 28.2.2017. Trump zeigt erste Ansätze von Selbstkritik.



Vor seiner ersten Rede vor den beiden Kammern des US-Kongresses hat Präsident Donald Trump erstmals Probleme bei der Kommunikation seiner Politik eingeräumt. «Vielleicht ist es mein Fehler», sagte Trump in einem Interview des konservativen TV-Senders Fox News, das am Dienstag ausgestrahlt wurde.

In seiner Selbstkritik bezog sich Trump vor allem auf die Mauerpläne an der Grenze zu Mexiko und die Pläne zur Abschiebung illegal eingereister Ausländer. Es gehe darum, Drogen- und Menschenhändlern, in einigen Fällen Mördern, den Zutritt zu den Vereinigten Staaten zu verwehren. «Wir wollen die Bösen draussen haben», sagte Trump.

Am Dienstagabend (Ortszeit/Mittwoch, 3.00 Uhr MEZ) wollte Trump seine Regierungspolitik den Parlamentariern von Senat und Abgeordnetenhaus vorstellen.

«Ich hätte es anders gemacht.»

In Washington werden Proteste gegen Trump erwartet. Die Zustimmung zu Trumps Politik – seit seinem Amtsantritt am 20. Januar im Vergleich zu früheren Präsidentschaften historisch niedrig – erreichte am Dienstag ein neues Tief.

Keines der einschlägigen Umfrageinstitute sieht die Zustimmung für Trump im Volk höher als die Ablehnung. Das Institut Rasmussen, das bisher die für den Präsidenten freundlichsten Werte veröffentlicht hatte, sieht jetzt ein Patt. Andere sehen eine deutlich höhere Ablehnung als Zustimmung für Trump.

Kritik an Präsidentensprecher

Trump kritisierte im Fox-Interview seinen Sprecher Sean Spicer dafür, die Mobiltelefone seiner Mitarbeiter zur Überprüfung möglicher Indiskretionen eingesammelt zu haben. «Ich hätte es anders gemacht», sagte Trump. Er respektiere aber die Vorgehensweise Spicers, sagte der Präsident.

«Wir müssen wieder Kriege gewinnen.»

Er unterstellte seinem Vorgänger Barack Obama, Proteste gegen ihn anzuschüren, die sich etwa bei Gesprächsrunden republikanischer Abgeordnete in ihren Wahlkreisen entladen. «Aber so ist das halt, das ist Politik», sagte Trump.

Auch hinter Indiskretionen und bekannt gewordenen Interna aus dem Weissen Haus, die unter anderem zum Rücktritt von Sicherheitsberater Michael Flynn geführt hatten, wähnt er die politische Konkurrenz. «Wir haben noch viele Leute, die für andere Administrationen gearbeitet haben.»

Das Interview in voller Länge:

abspielen

Video: YouTube/Billy Morgan

Das Weisse Haus hatte am Vortag erklärt, Trump wolle in seiner Rede vor dem Kongress vor allem auf die Themen Sicherheit und Wirtschaft eingehen und eine optimistische Vision für die Zukunft der Vereinigten Staaten vorlegen. Trump selbst hatte angekündigt, den Verteidigungsetat um zehn Prozent aufzustocken und erklärt: «Wir müssen wieder Kriege gewinnen.» Das Geld solle in anderen Fachetats eingespart werden.

Neuer Vorschlag zu Obamacare

Bei Fox News konzentrierte er sich am Dienstag mehr auf die Ökonomie: «Wenn die Wirtschaft läuft, dann habe ich es richtig gemacht.» Konkrete Aussagen, etwa zu seiner angekündigten Steuerreform, werden jedoch nicht erwartet.

Hinsichtlich der Gesundheitsreform Obamacare werde es bald einen neuen Vorschlag geben. Trump hatte angekündigt, das Prestigeprojekt seines Vorgängers wegen zu hoher Kosten zu kippen. Allerdings stösst er damit auf erbitterten Widerstand im Parlament, nicht nur bei den oppositionellen Demokraten, sondern auch in der eigenen Partei.

Der Oppositionsführer im Senat, Chuck Schumer hatte am Montag erklärt: «Obamacare wird nicht zurückgenommen.»

Die Oppositionschefin im Abgeordnetenhaus, Nancy Pelosi, hatte Trump vorgeworfen, in den ersten 40 Tagen seiner Amtszeit ausser Rhetorik kaum etwas auf die Beine gestellt zu haben. Der von ihm etwa per Präsidentendekret verlangte Ausstieg aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP sei bereits vorher beschlossene Sache gewesen und auch von den Demokraten unterstützt worden. «Ich denke, Nancy ist inkompetent», sagte Trump dazu. (sda/dpa)

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mosi94 01.03.2017 09:23
    Highlight Highlight Er wird schön das weiterführen was seine Vorgänger schon gemacht haben, die gesamte Welt terrorisieren.
    Das nächste Land, welches zerbombt wird, ist mit Sicherheit der Iran.
  • Therealmonti 01.03.2017 03:24
    Highlight Highlight Er hat nicht alle Tassen im Schrank. Das ist aber nicht das Problem. Das Problem ist, dass er der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist.
    • Mosi94 01.03.2017 17:17
      Highlight Highlight Clinton, Bush und Obama waren auch ein Problem, das Problem ist das System!
  • ujay 01.03.2017 02:20
    Highlight Highlight Trump ist ein Schnorrer und Ankündigungspräsident ohne Konzept. Eine nicht vertrauenswürdige Person, die vom Kongress gestoppt werden wird. Bei seinen Interviews lauert beständig die Lüge um die Ecke.
    • Mosi94 01.03.2017 09:25
      Highlight Highlight Bei seinen Vorgängern war es nicht anders, dieses System lässt keinen an diese Position der nicht für die Elite arbeitet.
  • flyingdutch18 28.02.2017 22:41
    Highlight Highlight 6'000 Milliarden Dollar in zwei Kriege gesteckt (Afghanistan, Irak), und nur Zerstörung und Terror erreicht. Trump will das mit seinem irrwitzigen Militärbudget noch toppen und "wieder Kriege gewinnen". Zum Kotzen!
  • Mr. Spock 28.02.2017 21:13
    Highlight Highlight Findet es niemand bedenklich, dass Trump sagt man müsse wieder Kriege gewinnen? Also ich finde das etwas beängstigend...
    • pamayer 28.02.2017 21:39
      Highlight Highlight Höchst beängstigend!
    • toobitz 28.02.2017 21:47
      Highlight Highlight Bedenklich: ja. Überraschend: nein. Man informiere sich nur darüber, was Bannon denkt (ein Krieg ist unvermeidbar) und man wusste schon vor der Wahl, dass es mit Trump sehr wahrscheinlich Krieg geben wird. Selbstredend ganz im Gegensatz dazu, was uns die Putin-Trolle vor der Wahl verkaufen wollten - nämlich dass die Wahl Clintons einen solchen nach sich ziehen würde. Vergessen wie so vieles - unter einem Haufen Trump-💩.
    • Mosi94 01.03.2017 09:28
      Highlight Highlight Der Kurs wär auch mit Clinton der selbe gewesen. Was für Putin Troll? Putin führt wenigsten keine illegalen Kriege.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 28.02.2017 20:36
    Highlight Highlight Gute Show-Einlage, als nächstes kommt ein kurzer Stepp-Tanz und die Krönung als grösster Tänzer aller Zeiten.
  • Fischra 28.02.2017 20:00
    Highlight Highlight Selbstkritik ist nur eine Taktik von Trump auf der Mitleidstour wieder ein wenig zustimmung im Senst und beim Volk zu erhalten. Es ist aber Tatsache dass er bis jetzt eigentlich nichts getan hat ausser Hass gesät und Sprüche geklopft. Morgen kann nach der Selbsteinsicht schon wieder eine 180 Grad Wendung kommen und die ganzen schönen Worte sind Fake News.
  • AskLee 28.02.2017 19:19
    Highlight Highlight Sonen Bullsh*t
    Wenn jemand dir nicht passt, kannst man theoretisch einen Immigrant NUR schon beschuldigen und es reicht für eine Abschiebung. Egal wie mans kommuniziert, die Message ist klar!
    • atomschlaf 01.03.2017 02:35
      Highlight Highlight Wenn er sich legal im Land aufhält, wird er dies problemlos nachweisen können (z.B. Visum oder Green Card) und wenn er sich illegal im Land aufhält, dann gehört er auch abgeschoben.

      Wo ist das Problem?
  • Pius C. Bünzli 28.02.2017 19:12
    Highlight Highlight Ich kann nicht genau nachvollziehen wieso die Zustimmung seiner Politik so abnimmt. Er macht doch genau das, was er den Amis vor den Wahlen versprochen hat oder nicht? Bin kein Trump Fan aber leuchtet mir doch nicht ganz ein.
    • Sandro Lightwood 28.02.2017 20:49
      Highlight Highlight Vielleicht fehlte einfach die Weitsicht.
    • mukeleven 28.02.2017 21:48
      Highlight Highlight mindestens die umsicht fehlte...
  • rodolofo 28.02.2017 19:10
    Highlight Highlight Der böse Barak Obama sorgt also weiter für Unruhe?
    Dann bleibt der "Schwarze Peter" also bei ihm?
    Fake-News!
    Der schlaue Barak hat den "Schwarzen Peter" weitergereicht an den orangen Ballon-Man und sich aus dem Staub gemacht!
  • Mr. Raclette 28.02.2017 18:47
    Highlight Highlight Trump ist nicht zu Selbstkritik fähig! Das ist nur ein Strohfeuer. Es wird keine 48 Stunden dauern, da wird er einen anderen Schuldigen gefunden haben. Wetten dass!
  • http://bit.ly/2mQDTjX 28.02.2017 18:31
    Highlight Highlight Eine einzige Frage entlarvt eine narzistische Persönlichkeitsstörung. Denn Narzissten verleugen zwar die Welt, aber nicht ihren Narzissmus.

    http://karrierebibel.de/narzissmus/

    Auch Donald Trump ist diesbezüglich ehrlich (oben 1. Video ab 7'48''):

    Fox: "Sie sagten eben, Sie könnten Kritik ertragen, wenn sie richtig ist."

    Trump: "Korrekt. Einhundert Prozent."

    Fox: "Könnten Sie mir ein Beispiel aus der Vergangenheit nennen, in dem Sie Kritik an Ihnen als berechtigt empfanden, wo Sie fanden, ja, ich habe diese Kritik wirklich verdient?"

    Trump: "Nein. Sowas könnte ich niemals tun."

    Voilà.
    • Donald J Trump 28.02.2017 19:31
      Highlight Highlight Im the best. This is not narcissm. Really. Believe me. Everyone loves me. Thanks
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.02.2017 19:59
      Highlight Highlight My pleasure! ;)
    • http://bit.ly/2mQDTjX 28.02.2017 22:16
      Highlight Highlight Ich meinte mit beiden Begriffen die Persönlichkeitsstörung, Rendel.

      Mich beschäftigt eher die Frage, ob es sich beim Trumpschen Weltbild um Kalkül handelt, oder um eine krankhafte (narzistische Persönlichkeits-) Störung, oder allenfalls (wie ich glaube) um eine Kombination von beidem.

      Im Kontext narzisstischer Persönlichkeitsstörung werden Betroffene Narzissten genannt. Die normale Selbstliebe fällt nicht unter diesen Begriff. Denn gerade dieses gesunde Selbstwertgefühl fehlt bei Narzissten. Da klafft nur Leere.

      http://www.netdoktor.de/krankheiten/narzisstische-persoenlichkeitsstoerung/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald J Trump 28.02.2017 18:30
    Highlight Highlight Fakenews. I was right in everything. Everyone agrees!

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