International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this photo provided by the Ventura County Fire Department, VCFD firefighters respond to a boat fire off the coast of southern California, Monday, Sept. 2, 2019. The U.S. Coast Guard said it has launched several boats to help over two dozen people

Das Tauchboot brannte komplett aus. Die Taucher wurden offenbar unter Deck eingeschlossen. Bild: AP

Tauchboot vor Kalifornien ausgebrannt ++ Küstenwache findet 25 Tote



Ein mehrtägiger Ausflug mit einem Tauchboot vor Kalifornien endete tragisch: Nahe einer Insel vor der Küste des US-Westküstenstaates brach in der Nacht an Bord des Schiffes ein Feuer aus und schloss Dutzende ein.

Die US-Küstenwache meldete am Dienstag, dass sie 25 Tote gefunden habe. Neun weitere werden noch vermisst.

Fünf Menschen, bei denen es sich um Mitglieder der Crew handelt, seien gerettet worden, teilte die US-Küstenwache am Montagvormittag (Ortszeit) mit.

Die Suche nach möglichen Überlebenden gehe weiter, sagte eine Sprecherin der Küstenwache. Man werde das Ufer der Insel absuchen, erklärte Captain Monica Rochester. Sie wisse aber nicht, ob auch Taucher im Einsatz seien. Rochester betonte, dies sei immer noch eine Such- und Rettungsaktion.

Notruf des Kapitäns aufgezeichnet

Gemäss CNN, wurde ein Notruf-Gespräch zwischen dem Kapitän der «Conception» und der Küstenwache aufgezeichnet. Zwar sei nur die Küstenwache zu hören, die Panik des Kapitäns sei jedoch durch den Gesprächsverlauf klar auszumachen.

Anscheinend waren viele der Passagier eingeschlossen und der Kapitän hatte keine Möglichkeit mehr, sie rauszulassen.

Wenig Hoffnung

Aber die Hoffnung, dass sich viele Menschen aus dem brennenden Schiff retten konnten, ist gering. Sie würden Vorbereitungen für die Bearbeitung vieler Todesfälle treffen, sagte ein Sprecher der Gerichtsmedizin in Santa Barbara der «Los Angeles Times».

Zahlreiche Löschboote waren zu der Unglücksstelle geeilt. Das brennende Schiff sei während der Brandbekämpfung rund 20 Meter vor der Küste der Santa Cruz Insel gesunken, teilte die Küstenwache mit. Der Bug des Wracks rage noch aus dem Wasser. Das knapp 23 Meter lange Boot habe vor der Insel geankert, wo das Wasser nur etwa 20 Meter tief gewesen sei.

epa07812988 A handout photo made available by the Santa Barbara County Fire Department shows the Conception on fire off the north side of Santa Cruz Island, California, USA, 02 September 2019. According to reports, firefighters resonded to a distress call from a 75ft diving boat with more than 30 people on board near Santa Cruz Island.  EPA/SANTA BARBARA COUNTY FIRE HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA

Es werde befürchtet, dass viele Passagiere von dem Feuer in der Nacht überrascht worden seien. Sie hätten unter Deck geschlafen, sagte Aaron Bemis von der Küstenwache im CNN-Interview. Die Passagiere seien von den Flammen vermutlich eingeschlossen worden. Das Feuer sei sehr heftig gewesen und habe sich immer wieder neu entzündet, beschrieb Bemis die Feuerhölle.

Dramatische Fotos zeigten das Unglücksboot völlig von Flammen umgeben. Kurz nach drei Uhr morgens sei ein Notruf von dem Schiff bei der Küstenwache eingegangen. Dichter Nebel in der Region habe den Einsatz der Rettungsteams erschwert, hiess es.

Auf Taucherausflug

Das Boot mit dem Namen «Conception» war von dem Küstenort Santa Barbara zu einem Taucherausflug an dem langen Feiertagswochenende gestartet, wie der Sender KTLA berichtete. Es hatte eigentlich am Labor-Day-Feiertag, am Montagabend, wieder in dem Hafen einlaufen sollen. Es waren zahlreiche Stopps entlang der malerischen Inselkette geplant.

Die Kanalinseln vor Santa Barbara sind ein beliebtes Ausflugsziel für Taucher und Segler. Auf der Webseite des Tourunternehmens «California Diving» ist das weisse Charterboot «Conception» abgebildet. Man würde für die Betroffenen des Unglücks beten und an sie denken, heisst es dort.

Es werde befürchtet, dass viele von dem Feuer in der Nacht überrascht worden seien. Sie hätten unter Deck geschlafen, sagte Aaron Bemis von der Küstenwache im CNN-Interview.

Bill Nash, Sprecher der Bezirks-Feuerwehr sagte gegenüber CNN: «Es ist ein grosses Boot und wir wissen, dass es zahlreiche Tote gibt. Ich habe keine exakte Nummer.»

(jaw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lemontree 03.09.2019 10:18
    Highlight Highlight Tauchboot = U-Boot
    Also: Falsch

    Es ist ein Boot mit Tauchern an Bord - also wenn schon ein Taucherboot....
    • Abu Nid As Saasi 03.09.2019 11:13
      Highlight Highlight In US Medien spricht man von dive boat, im Unterschied zu Submarine. Hier wurde wieder einmal wortwörtlich übersetzt. Ignis qui vir
  • goschi 03.09.2019 09:02
    Highlight Highlight der Artikel enthält mehrere Wiederholungen ganzer Sätze.
    Das sollte dringend nochmals regidiert werden...
    • [CH-Bürger] 03.09.2019 09:40
      Highlight Highlight ist siher extrem aufwändig, bei einer Aktualisierung den gesamten Artikel zu überarbeiten.
      Die Erfahrung zeigt, dass die Überarbeitung eines Artikels viel Zeit in Anspruch nimmt, und manche Redaktoren nicht genügend Zeit zugesprochen erhalten. Dies erschwert das überarbeiten eines Artikels, weil es ziemlich aufwändig ist, einen Artikel zu überarbeiten.
      So gesehen wäre es gut, einen Artikel von A bis Z zu überarbeiten, aber das ist wegen Zeitdrucks nicht immer möglich.

      Danke für die Überarbeitung des Artikels 🤯

Analyse

Droht den USA das gleiche Schicksal wie der Sowjetunion?

Namhafte amerikanische Wissenschaftler befürchten, dass die Tage der Supermacht gezählt sind.

Harold James ist einer der bekanntesten Wirtschaftshistoriker der Gegenwart. Er ist ein Gelehrter alter Schule: Gentleman, tendenziell konservativ und Professor an der traditionellen Universität Princeton. Leute wie James bilden das Rückgrat der angelsächsischen Elite der Nachkriegszeit. Daher lässt es aufhorchen, wenn James den aktuellen Zustand der USA in einem Essay für Project Syndicate wie folgt beschreibt:

James geht jedoch über die aktuellen Ereignisse hinaus. Er vergleicht die Wall …

Artikel lesen
Link zum Artikel