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Druck auf Starmer wächst: Rücktritte in London

Druck auf Starmer wächst: Rücktritte in London

11.05.2026, 22:5611.05.2026, 22:56

Nach dem Wahldebakel seiner Labour-Partei gerät der britische Premierminister Keir Starmer immer mehr unter Druck. Mehr als 60 der gut 400 Labour-Abgeordneten, darunter viele Hinterbänkler, entzogen dem angeschlagenen Regierungschef im Laufe des Montags öffentlich ihre Unterstützung, wie die Sender Sky und die BBC berichten. Zudem kündigten gleich vier parlamentarische Assistenten seiner Minister am Abend ihren Rücktritt an und forderten Starmer auf, das Feld zu räumen.

Britain's Prime Minister Keir Starmer speaks, during a meeting with leaders from across society to discuss tackling antisemitism, at Downing Street in London, Tuesday, May 5, 2026. (Hannah McKay/ ...
Der Druck auf den britischen Premier Keir Starmer wächst nach dem Wahldebakel.Bild: keystone

Labour hatte vergangene Woche bei den Kommunalwahlen in England über 1'400 Mandate in kommunalen Gremien verloren. Bei der Parlamentswahl in Wales, der jahrzehntelangen Labour-Hochburg, rutschte die Partei hinter die Unabhängigkeitspartei Plaid Cymru und Reform UK auf Platz drei.

Starmer gibt sich kämpferisch

Am Montagabend traten zunächst ein Mitarbeiter von Gesundheitsminister Wes Streeting, Joe Morris, und ein Mitarbeiter aus dem Umweltministerium, Tom Rutland, zurück. Kurz darauf folgten Naushabah Khan aus dem Cabinet Office und Melanie Ward aus dem Team von Vize-Regierungschef David Lammy.

Sie alle haben die Position des Parliamentary Private Secretary (PPS) inne, eine Art Assistenzposten. Sie werden von Ministerinnen und Ministern ernannt und fungieren laut der Parlamentswebseite als deren «Augen und Ohren» im Unterhaus. Die unbezahlte Position ist für ambitionierte Abgeordnete oft der erste Regierungsposten.

Rücktrittsforderungen hatte Starmer bereits mehrfach abgelehnt, bei einer Krisenrede am Vormittag gab er sich kämpferisch. Er wisse, dass er Zweifler habe und diese von sich überzeugen müsse – «und das werde ich», sagte er. Nach seiner Rede bekam der Premier auch Zuspruch aus den eigenen Reihen. (sda/dpa)

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