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USA: Trevor Noah nimmt Argument der Waffenlobby auseinander

Trevor Noah nimmt sich in der Daily Show einem Argument der Waffen-Fans an.
Trevor Noah nimmt sich in der Daily Show einem Argument der Waffen-Fans an.screenshot: youtube/The Daily Show with Trevor Noah

Trevor Noah hat gerade eines der gängigsten Argumente der Waffen-Fans demontiert

07.08.2019, 11:3308.08.2019, 06:56
Milan Marquard
Milan Marquard

Am vergangenen Wochenende kam es in den USA zu zwei Attentaten innerhalb weniger Stunden. Mehr als 30 Menschen starben und Dutzende wurden verletzt. Die schrecklichen Taten schlagen Wellen – Demokraten und Republikaner suchen nach Gründen und schieben sich gegenseitig die Schuld zu.

Es ist dasselbe Spiel nach jedem Attentat oder Amoklauf in den USA. Und es sind viele: Mehr als eine Massenschiesserei pro Tag. Geändert hat sich jedoch bisher noch nichts, zu mächtig ist die Waffenlobby NRA (National Rifle Association) und zu viele Waffen-Fans finden sich in den USA.

Ihre Argumente:

  • Nicht Waffen töten Menschen, sondern Menschen töten Menschen.
  • «To stop a bad guy with a gun you need a good guy with a gun».
  • Ego-Shooter oder Killer-Filme machen Menschen zu Mördern.
  • Das Recht auf Waffen ist in der Verfassung verankert.
  • Es sterben viel mehr Menschen im Verkehr, trotzdem verbannt man keine Autos.

Dem letzten Argument hat sich Trevor Noah in der «The Daily Show» angenommen. Der Grund war ein Tweet von Neil DeGrasse Tyson.

Der US-Astrophysiker spricht davon, dass Menschen mehr auf spektakuläre Ereignisse reagieren, als auf Daten. Dies versucht er mit Zahlen zu anderen Todesursachen zu belegen.

Noah bezeichnete den Tweet in seinem Monolog als taktlos. Ausserdem fehle ein wichtiges menschliches Element, für welches die Menschen in Amerika kämpfen: Der Versuch. Trevor Noah meinte damit, dass bei all den Dingen in der Liste von Neil DeGrasse Tyson immer versucht wird, die Lage zu verbessern:

«Medizinische Fehler passieren, aber wisst ihr, was man über die Jahre hinweg gemacht hat? Man hat versucht, medizinische Fehler zu reduzieren – indem neue Gesetze und Systeme eingeführt wurden.»

Dasselbe gelte für Autos. Die Waffen-Freunde argumentieren, dass so viele Menschen bei Verkehrsunfällen sterben und Autos trotzdem nicht verboten werden. Trevor Noah's Argument: Ja, es stimmt, Unfälle wird es immer geben. Der Unterschied ist, dass man versucht, die Autos sicherer zu machen und Autos verbietet, die unsicher sind.

Generell werden für Autos, fürs Autofahren und für den Verkehr im allgemeinen sehr viele Regeln aufgestellt und Massnahmen eingeleitet – genau um Unfälle zu verhindern.

Perfektion ist nicht das Ziel

Noah bringt noch weitere Beispiele für sein Argument, die Quintessenz bleibt jedoch simpel: Es geht nicht darum, dass Amerika perfekt ist. Es geht darum zu versuchen, etwas mehr perfekt zu sein.

Der Ansatz, alle Waffen loszuwerden, sei nicht der richtige. Vielmehr sollte versucht werden, die Chancen solcher Attentate zu minimieren. Ein Waffenkauf sollte möglichst schwierig sein, schliesslich möchte man nur Leute mit Waffen, die bereit sind, einen schwierigen Weg auf sich zu nehmen.

Zum «second amendment»-Argument sagt Noah folgendes: «Der zweite Zusatzartikel der Verfassung ist grundsätzlich geschrieben worden, um Menschenleben zu schützen. Der Sinn des Artikels ist verfehlt, wenn man damit versucht, Waffen zu schützen – anstatt, wie ursprünglich gemeint, Menschenleben.»

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