International
USA

Münchner Sicherheitskonferenz mit AfD, aber ohne Weidel

Münchner Sicherheitskonferenz mit AfD, aber ohne Weidel

10.02.2026, 15:3110.02.2026, 15:31
epa12556692 AfD Co-Chairwoman Alice Weidel attends a founding congress of the new youth wing of the Alternative for Germany (AfD) party in Giessen, Germany, 29 November 2025. The far-right party is la ...
Alice Weidel bei einem Anlass der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland. (Archivbild, November 2025)Bild: keystone

Die Chefin der rechtspopulistischen deutschen Partei AfD, Alice Weidel, reist in diesem Jahr nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz. Das teilte ihr Sprecher auf Anfrage mit. Etwaige Treffen mit US-Regierungsvertretern am Rande der Konferenz, die vom Freitag bis Sonntag stattfindet, seien nicht geplant.

Im vergangenen Jahr hatten die Organisatoren der Konferenz keine AfD-Vertreter eingeladen. US-Vizepräsident JD Vance hatte das in seiner viel kritisierten Rede in München beklagt und sich demonstrativ mit Weidel am Rande in einem Hotel getroffen.

Frohnmaier nicht eingeladen, aber in München

Eine ähnliche Rolle übernimmt in diesem Jahr nach eigenen Angaben der aussenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Markus Frohnmaier. Eine Einladung zur Konferenz hat er zwar nicht erhalten. Er werde dennoch nach München fahren und sich mit hochrangigen US-Vertretern treffen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

«Teilnehmer der Konferenz haben Interesse daran, sich mit mir auszutauschen.» Konkrete Namen nannte er unter Verweis auf noch laufende Absprachen nicht. Frohnmaier intensiviert seit Monaten seine Kontakte zu Vertretern der US-Republikaner und reiste zuletzt mehrfach in die USA.

Das gilt auch für seine Fraktionskollegin Anna Rathert, die als eine von drei AfD-Politikern eine offizielle Einladung zur Konferenz in München erhalten hat. Frohnmaier und Rathert trafen beispielsweise im Dezember in den USA die Kongressabgeordnete und glühende Trump-Unterstützerin Anna Paulina Luna.

Offiziell eingeladen zur Sicherheitskonferenz sind neben Rathert auch der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Parlamentsfraktion und frühere Militäroffizier Rüdiger Lucassen sowie der baden-württembergische AfD-Abgeordnete Heinrich Koch, ebenfalls Verteidigungspolitiker.

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist das weltweit wichtigste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Bei den vergangenen beiden Treffen hatte sich der inzwischen ausgeschiedene Konferenzleiter Christoph Heusgen dafür entschieden, die AfD nicht mehr einzuladen. Der aktuelle Vorsitzende, Wolfgang Ischinger, kehrt zur früheren Praxis zurück. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
31 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Rumpelstilz aka Motzbrocken
10.02.2026 18:17registriert November 2023
Dann hat ja Putin eine direkte Standleitung.
Praktisch. Beschissen für Deutschland, dass die Landesverräter mit am Tisch sitzen.
309
Melden
Zum Kommentar
avatar
Lord_ICO
10.02.2026 19:43registriert März 2016
Ich erschrecke mich jedes mal, wenn ich die Weidel sehe, dieser in Fleisch gegossene Dunning Kruger Effekt, der vor lauter kognitiver Dissonanz sich in einer Partei befindet, die ihren Lebensentwurf verbieten möchte...und dann gibts auch noch Menschen, die diese Dame super finden. Da fragt man sich, ob die auch einen Labrador wählen würden, wenn er nur seriös genug gekleidet wäre.
2112
Melden
Zum Kommentar
31
Gehört es dem Musketier D'Artagnan? Dieses Grab in den Niederlanden sorgt für Aufsehen
Er war der vierte der «Drei Musketiere»: Der französische Held D'Artagnan ist weltberühmt. Vor über 350 Jahren starb er bei Maastricht. Und genau dort sorgt der Fund eines Grabs nun für Spekulationen.
Zur Story