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Mann wird entlassen – dann tötet er fünf Menschen in Brauerei



Schusswaffenangriff in einer Grossbrauerei: In der US-Stadt Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin sind fünf Menschen getötet worden. Der 51-jährige mutmassliche Täter nahm sich im Anschluss offenbar das Leben. Er wurde tot aufgefunden.

Der Mann eröffnete am frühen Mittwochnachmittag (Ortszeit) in der Brauerei das Feuer, in der mehr als tausend Menschen beschäftigt sind. Bei allen fünf Todesopfern handelt es sich um Beschäftigte von Molson Coors, wie der Bürgermeister von Milwaukee, Tom Barrett, sagte. Er bezeichnete die Gewalttat als unfassbare Tragödie für unsere Stadt.

epa08251246 Police are seen near the Milller Coors campus in Milwaukee, Wisconsin, USA, 26 February 2020. According to media reports, an employee who had been fired from the Molson Coors Brewing Company earlier in the day, returned and killed at least five employees before taking his own life.  EPA/MATT MARTON

Sicherheitskräfte in der Nähe der Brauerei. Bild: EPA

Der mutmassliche Täter war Medienberichten zufolge im Zuge einer grösseren Umstrukturierung bei dem US-kanadischen Unternehmen entlassen worden. Dabei sollen 400 bis 500 Stellen abgebaut werden. Nach Informationen des regionalen Ablegers des Senders CBS soll der Schütze das Namensschild eines anderen Beschäftigten gestohlen und dann mit seiner Waffe auf das Firmengelände zurückkehrt sein.

Molson Coors hiess bis zum vergangenen Jahr noch MillerCoors. Miller und Coors sind die populärsten Biermarken des Konzerns. Milwaukee am Michigan-See ist eines der Zentren der Bierproduktion in den USA.

Das Blutbad in der Brauerei reiht sich in eine lange Liste von Schusswaffenangriffen in den USA mit mehreren Todesopfern ein. Allein im vergangenen Jahr gab es in den Vereinigten Staaten nach Angaben der Forschungsgruppe Gun Violence Archive 419 solcher Vorfälle.

Das laxe US-Waffenrecht spielt eine zentrale Rolle im Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im November. Präsident Donald Trump ist ein enger Verbündeter der mächtigen Waffenlobby NRA, die sich über die Jahre hinweg erfolgreich gegen einschneidende Einschränkungen des Waffenrechts eingesetzt hat. Trump sprach in einer Pressekonferenz im Weissen Haus von einem schrecklichen Vorfall in Milwaukee. (sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fandall 27.02.2020 11:07
    Highlight Highlight Einmal mehr hat das rücksichtslose kapitalistische System in den USA ohne nennenswerte Kündigungsfristen und ohne soziales Fangnetz zugeschlagen.
    Dies gepaart mit einem sehr liberalen Waffengesetz ist einfach eine schlechte Mischung, da halt nicht alle Menschen so einen Schicksalsschlag wegstecken können.
    Womöglich waren auch noch persönliche Arbeitskonflikte da, dass der Attentäter das Gefühl hatte er müsse sich an Personen rächen für die Entlassung...
    Einfach nur tragisch.
  • Butzdi 27.02.2020 07:20
    Highlight Highlight “die NRA (und die Republikaner), die sich über die Jahre hinweg erfolgreich gegen einschneidende Einschränkungen des Waffenrechts eingesetzt hat.“
    Tja, wenn es denn um wirklich einschneidende Änderungen ginge, dann hätten die 2nd Amendment Unterstützer noch halb die Verfassung hinter sich. Leider stellen sie sich gegen jegliche vernunftsgetriebene Anpassungen wie zB:
    - keine Waffen für psychisch Gestörte (Verbot wurde von Trump aufgehoben)
    - keine Waffen für Vorbestrafte häuslicher Gewalt
    - Verbot privater Waffenverkäufe ohne Identifizierung
    - 2 Wochen Wartezeit nach Waffenkauf

    • SACANAGEM 27.02.2020 10:19
      Highlight Highlight Dein Punkt 1 würde ja als ersten den treffen der der es aufgehoben hat.
      Warum wohl hat er das Verbot ausser Kraft gesetzt.
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser_________________ 27.02.2020 10:44
      Highlight Highlight ...- keine Waffen für psychisch Gestörte (Verbot wurde von Trump aufgehoben)...

      Dann dürfte er selbst ja keine Waffe tragen. 😉
    • Fandall 27.02.2020 11:14
      Highlight Highlight Das erinnert mich manchmal an religiöse Fundis, die auch ohne Kontext wortgetreu runterbeten was in ihren heiligen Schriften steht und als ewiges Gesetz gelten soll ("the right to bear arms shall not be infringed"). Ich denke nicht mal die Gründungsväter der USA hätten psychopathen freiwillig eine Waffe ausgehändigt...
      Das Problem ist, selbst wenn all diese von dir erwähnten Anpassungen gemacht wurden, hätte dieses Attentat wohl trotzdem stattgefunden.
      Verzweifelte Menschen tun verzweifelte Dinge.
      Da sollte man ansetzen, aber solange soziale Strukturen als Kommunismus gesehen werden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • SACANAGEM 27.02.2020 06:58
    Highlight Highlight Als ob Trump in irgendeiner Weise den Kollateralschaden seiner Waffenpolitik interessieren würde.
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