International
USA

Grönland-Frage: Europäische Länder stellen sich hinter Dänemark

Reaktion auf Trumps Worte: Europäische Länder stellen sich hinter Grönland

06.01.2026, 12:5416.01.2026, 09:19

Die grossen europäischen Partner haben sich in dem von US-Präsident Donald Trump befeuerten Streit um Grönland zu der Arktisinsel und Dänemark bekannt. Allein Dänemark und Grönland würden über Angelegenheiten entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen, heisst es in einer Stellungnahme. «Grönland gehört seinem Volk.»

epa12608466 German Chancellor Friedrich Merz attends the opening ceremony of the newly built A45 Rahmede Valley Bridge in Luedenscheid, Germany, 22 December 2025. The previous bridge had been fully cl ...
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz.Bild: keystone

Die Unterzeichner, neben dem deutschen Kanzler Friedrich Merz unter anderem auch der britische Premierminister Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen, betonten die grosse Bedeutung der in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen.

USA rücken von ihrem Anspruch nicht ab

Trump hatte in den vergangenen Tagen den angeblichen US-Anspruch auf die arktische Insel bekräftigt. Die USA bräuchten Grönland für die nationale Sicherheit, sagte er. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitestgehend autonom. Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller bezeichnete den US-Anspruch auf die Kontrolle über Grönland zuletzt als «offizielle Position der US-Regierung».

Die europäischen Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Grossbritannien und Dänemark betonten in ihrer Stellungnahme, das Königreich Dänemark, einschliesslich Grönlands, sei «Teil der Nato». Die Sicherheit in der Arktis müsse daher gemeinsam erreicht werden. Die USA seien dabei «ein wesentlicher Partner», sowohl als Nato-Verbündeter als auch im Rahmen des Verteidigungsabkommens zwischen Dänemark und den Vereinigten Staaten von 1951.

Dänemarks Regierungschefin Frederiksen hatte bereits zuvor erklärt: «Wenn die USA ein anderes Nato-Land angreifen, dann hört alles auf.» Das wäre das Ende des westlichen Verteidigungsbündnisses und damit auch der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestehenden Sicherheitsarchitektur. Die dänischen Parteien beraumten eine Krisensitzung im Parlament ein. (dab/sda/dpa)

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70 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Okay, Boomer
06.01.2026 13:01registriert Juli 2022
Agent Krasnov führt nur Putins Befehle aus. Endziel ist die Zerstörung der NATO.
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Eugen1999
06.01.2026 13:44registriert November 2019
Tja, ist doch der Schweiz egal! Wir sind neutral. Sollen die Europäer sich darum kümmern. Und wir nehmen sicher keine Grönländer als Flüchtling auf. Dafür kaufen wir F35 Patriots. Die als Sympatie zu den Amis, damit wir für Zollsenkungen gegen Westen und nicht gegen Osten bet(l)en. Wem jetz nicht endlich die Augen aufgehen was geschlagen hat, dem ist nicht zu helfen. Europa muss sich auf den Weg zur echten Zusammenarbeit und Selbständigkeit begeben. Das mit der Schweiz. Als Beginn mal nicht mehr bei den Amis investieren und militärisch europäisch einkaufen. Wäre schon ein grosser Schritt
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banda69
06.01.2026 13:35registriert Januar 2020
Der Rechtspopulist fällt allen in den Rücken. Er ist der Wunschpräsident unserer Rechtspopulisten
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