International
USA

Nach Auslösch-Tweet von Trump: «Es geht um Abschreckung, nicht um Krieg»

epa07588012 US President Donald J. Trump responds to a question from the news media as he walks to board Marine One on the South Lawn of the White House in Washington, DC, USA, 20 May 2019. President  ...
Bild: EPA/EPA

Nach Auslösch-Tweet von Trump: «Es geht um Abschreckung, nicht um Krieg»

22.05.2019, 04:4222.05.2019, 04:42

Nach den heftigen Drohgebärden zwischen den USA und dem Iran schlagen beide Seiten wieder sanftere Töne an. «Es geht uns nicht darum, in den Krieg zu ziehen», sagte der geschäftsführende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan am Dienstag (Ortszeit) in Washington.

«Es geht um Abschreckung - nicht um Krieg.» Er betonte: «Wir wollen nicht, dass die Situation eskaliert.» Shanahan und US-Aussenminister Mike Pompeo hatten zuvor hinter verschlossenen Türen Mitglieder des Repräsentantenhauses und des Senats über die Lage im Konflikt mit dem Iran informiert.

US-Präsident Donald Trump hatte Teheran am Wochenende mit drastischen Worten vor einer Eskalation gewarnt und dem Land mit Vernichtung gedroht. «Falls der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Irans sein. Droht nie wieder den Vereinigten Staaten!», hatte Trump am Sonntag auf Twitter geschrieben. Der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif antwortete am Montag auf Twitter, «wirtschaftlicher Terrorismus und genozidale Pöbeleien» würden nicht zu einem Ende des Irans führen. Sarif warnte Trump davor, Iraner zu bedrohen, und forderte ihn auf, es mit Respekt zu versuchen.

Kein Erstschlag

In einem Interview des US-Senders CNN warf Sarif den USA am Dienstag vor, einen wirtschaftlichen Krieg gegen sein Land zu führen und ein «sehr gefährliches Spiel» zu spielen. Er betonte zugleich: «Der Iran hat kein Interesse an einer Eskalation.» Sarif sagte: «Wir werden nicht diejenigen sein, die eine Eskalation beginnen. Aber wir werden uns verteidigen.»

Die Lage in der Golfregion ist wegen des Streits zwischen den beiden Seiten derzeit sehr angespannt. Das US-Verteidigungsministerium hatte unter anderem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten entsandt und das damit begründet, es gebe Hinweise auf mögliche iranische Angriffe auf US-Kräfte. Die USA und ihr enger Verbündeter Saudi-Arabien werfen dem Iran vor, Konflikte in der Region anzuheizen und Terrorismus zu unterstützen. Washington setzt den Iran zudem mit Wirtschaftssanktionen unter Druck. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7
«The White Lotus»: Helena Bonham Carter in vierter Staffel dabei
Schon vor einem Jahr wurde bekannt, dass die Erfolgsserie «The White Lotus» eine vierte Staffel bekommen wird. Jetzt gibt es Neuigkeiten zur Besetzung der erfolgreichen Gesellschaftssatire. Die Britin Helena Bonham Carter (59, «The King’s Speech») ist nach Angaben der Serienmacher dabei. Ebenso stossen ihr US-Kollege Chris Messina (51, «The Mindy Project») und Model Marissa Long dazu. Auch Steve Coogan, Caleb Jonte Edwards, Alexander Ludwig und AJ Michalka gehören zur Besetzung. Über ihre Rollen wurde zunächst nichts bekannt.
Zur Story