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Affäre beging Suizid: Texas-Republikaner tritt nicht zur Wiederwahl an

Rep. Tony Gonzales, R-Texas, speaks during a news conference about school safety enhancements at North East Independent School District in front of the new Wilshire Safety Training Center Friday, Feb. ...
Tony Gonzales hat zugegeben, mit seiner Mitarbeiterin ein Verhältnis gehabt zu haben. Bild: keystone

«Gott hat mir vergeben»: US-Politiker tritt nach Suizid seiner Affäre nicht zur Wahl an

Nach mehreren Skandalen wollte Tony Gonzales wieder als texanischer Abgeordneter antreten – davon rieten ihm aber sogar die eigenen Kollegen ab.
06.03.2026, 15:5007.03.2026, 09:57

Tony Gonzales ist ein republikanischer Abgeordneter im US-Bundesstaat Texas. Der 50-Jährige hat jüngst für Schlagzeilen gesorgt, weil eine seiner Angestellten Selbstmord beging. Die Aufmerksamkeit fiel auf ihn, weil die beiden vor ihrem Tod eine Affäre hatten. Nun hat der Politiker nach langem Hin und Her die Beendigung seiner Kampagne bekannt gegeben.

Dazu veröffentlichte Gonzales am Freitag einen Post auf X, in dem er schrieb:

«Nach reiflicher Überlegung und mit der Unterstützung meiner Familie habe ich beschlossen, nicht zur Wiederwahl anzutreten.»

Dies kommt, nachdem die republikanische Führung im Kongress Gonzales am Donnerstag dazu aufgefordert hatte, seine Wiederwahlkampagne zu beenden. Das, weil eine Ethikuntersuchung gegen Gonzales vorbereitet worden war. Dabei sollte untersucht werden, ob sich der Politiker gegenüber einer seiner Angestellten des «sexuellen Fehlverhaltens schuldig gemacht» habe.

Dieser Verdacht bestand, weil sich seine Mitarbeiterin Regina Santos-Aviles das Leben nahm, nachdem die beiden eine Affäre gehabt hatten. Lange Zeit stritt der verheiratete Vater von sechs Kindern das Verhältnis zu der ebenfalls verheirateten Mitarbeiterin ab. Er tat die Anschuldigungen als «Erpressung» und «koordinierten Angriff» ab.

35-Jährige zündete sich an

Am Mittwoch kam dann aber die Wendung und Gonzales gab das Verhältnis mit Santos-Aviles zu. Er stellte sich aber gleichzeitig gegen die Darstellung, dass er irgendetwas mit dem Tod der 35-Jährigen zu tun habe. Laut CBS war Regina Santos-Aviles im September 2025 gestorben, nachdem sie sich in der Nähe ihres Hauses in Texas selbst angezündet hatte. Der Gerichtsmediziner stuft ihren Tod als Selbstmord ein.

Regina Santos-Aviles
Regina Santos-Aviles war 15 Jahre jünger als Tony Gonzales.Bild: Facebook

Um seine Sicht der Dinge aufzuzeigen, sprach Gonzales am Mittwoch mit dem konservativen Podcaster Joe Pags. Dort meinte er: «Ich hatte absolut nichts mit ihrem tragischen Tod zu tun. Ich war genauso schockiert wie alle anderen.» Zudem meinte er, dass es Santos-Aviles bei ihrer Arbeit «sehr gut» gegangen sei. Er erklärte aber, dass er einen Fehler gemacht habe, und meinte: «Ich habe Gott um Vergebung gebeten, die er mir gegeben hat.»

Tony Gonzales ist seit Januar 2021 Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus für den 23. Kongressdistrikt von Texas. Nach einer 20-jährigen Karriere in der US-Navy machte er Karriere in der Bundespolitik, gewann 2020 das umkämpfte Kongressmandat und sitzt dort unter anderem im Haushalts- und im Heimatschutzausschuss.

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70 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
06.03.2026 16:33registriert September 2023
Da meint der Republikaner tatsächlich: “Ich habe Gott um Vergebung gebeten, die er mir gegeben hat.”

Per Post? Per Mail oder hat Gott mit ihn direkt getwittert?
Die spinnen ja alle, diese Republikaner.
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zaunkönig
06.03.2026 16:35registriert November 2015
Immer wieder grossartig, wie diese "gottesfürchtigen" Politiker sich selber alles wieder "gesundbeten". Ich hoffe nur, dass ihm seine Frau und seine 6 Kinder seine Verlogenheit nicht verzeihen werden...
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boromeo
06.03.2026 16:37registriert März 2017
Gott vergibt nie. Und sicher keinem Republikaner!
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