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Ex-Botschafter in den USA verlässt Labour-Partei wegen Epstein-Verbindung

Wegen Verbindung zu Epstein: Britischer Ex-Botschafter in USA verlässt Labour-Partei

02.02.2026, 08:0802.02.2026, 08:08

In der Affäre um den verurteilten amerikanischen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat der britische Politiker und ehemalige Botschafter in den USA, Peter Mandelson, seine Mitgliedschaft in der Labour-Partei gekündigt. Nach neuen Behauptungen über seine Verbindung zu Epstein wolle er der britischen Regierungspartei «weitere Peinlichkeiten» ersparen, schrieb der Politiker laut einem Bericht der Nachrichtenagentur PA in einem Brief an die Partei.

President Donald Trump, listening to Britian's ambassador to the Peter Mandelson, right, delivering remarks on a trade deal between U.S. and U.K. in the Oval Office of the White House, Thursday,  ...
Peter Mandelson an der Seite von Donald Trump.Bild: keystone

Mandelson war bereits zuvor wegen seiner Verbindungen zu Epstein von seinem Botschafter-Posten in den USA abberufen worden. Der Politiker war mit Epstein, der über Jahre einen Missbrauchsring betrieben hatte, auch nach Bekanntwerden der Vorwürfe verbunden geblieben. Im Zuge der jüngsten Veröffentlichung von Dokumenten im Fall Epstein durch das US-Justizministerium waren weitere Verstrickungen Mandelsons ans Licht gekommen. So soll britischen Medienberichten zufolge aus den Akten hervorgehen, dass Epstein in der Vergangenheit Geld an Mandelson überwiesen habe.

Mandelson: Kann mich nicht an Zahlungen erinnern

In seinem Brief schrieb Mandelson nun laut PA, er sei an diesem Wochenende erneut mit der Aufregung um Epstein in Verbindung gebracht worden, und «bedauere dies zutiefst». «Die meiner Meinung nach falschen Behauptungen, er habe mir vor 20 Jahren Geld gezahlt, von denen ich keine Aufzeichnungen habe und an die ich mich nicht erinnern kann, müssen von mir untersucht werden», hiess es demnach weiter. Daher trete er aus der Labour-Partei aus.

Der US-Multimillionär Epstein, der offiziellen Angaben zufolge 2019 in Haft Suizid beging, hatte beste Kontakte in die High Society auf beiden Seiten des Atlantiks. In Grossbritannien hat der Epstein-Skandal selbst den innersten Kreis des Königshauses getroffen. Auch der Bruder von König Charles III., Andrew Mountbatten-Windsor, war einst mit Epstein befreundet. Wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal waren dem Ex-Prinzen zuletzt alle Titel, Ehren und Auszeichnungen entzogen worden. (sda/dpa)

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