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Neuer Fall von US-Polizeigewalt – junger Schwarzer getötet

Ein neuer Fall von Polizeigewalt erschüttert den US-Bundesstaat Minnesota. Nach den tödlichen Schüssen kam es in der Kleinstadt Brooklyn Center zu grösseren Protesten.



Men jump on police vehicles near the site of a shooting involving a police officer, Sunday, April 11, 2021, in Brooklyn Center, Minn. (Carlos Gonzalez/Star Tribune via AP)

Männer springen auf ein Polizeiauto nahe dem Ort, wo die tödlichen Schüsse gefallen sind. Bild: keystone

In den USA hat ein neuer Fall von Polizeigewalt heftige Proteste ausgelöst. Im Bundesstaat Minnesota kam dabei nach Medienberichten ein 20-jähriger Schwarzer ums Leben.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag (Ortszeit) in der Kleinstadt Brooklyn Center am Nordrand von Minneapolis. In der Stadt läuft derzeit der Prozess gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen des Todes des Afroamerikaners George Floyd vor knapp einem Jahr.

Das ist passiert:

Einer Mitteilung der Polizei zufolge hatten die Beamten am Sonntag kurz vor 14 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) einen Fahrer wegen eines Verkehrsvergehens gestoppt. Bei der Kontrolle hätten sie festgestellt, dass gegen diesen ein Haftbefehl vorlag.

Als die Polizisten ihn festnehmen wollten, sei der Mann wieder ins Auto gestiegen. Einer der Polizisten habe daraufhin auf ihn geschossen und ihn getroffen. Der Mann sei noch mehrere Blocks weitergefahren, bevor das Auto mit einem anderen Wagen zusammenstiess. Dort sei der Mann verstorben, eine Mitfahrerin wurde verletzt. Der Vorfall werde untersucht.

Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Identität des Getöteten. Die «Washington Post» und andere Medien schrieben, dass es sich um einen 20-jährigen Schwarzen handele. Es sei unklar, ob er bewaffnet gewesen sei. Hunderte Demonstranten umringten Medienberichten zufolge später ein Polizeirevier.

Es kam zu Zusammenstössen mit den Uniformierten, die Tränengas und Leuchtspurmunition abschossen. Die örtliche Polizei habe später Verstärkung von der Nationalgarde von Minnesota erhalten, die derzeit wegen des Chauvin-Prozesses in Minneapolis stationiert sei.

Chauvin wird vorgeworfen, bei dem Einsatz im vorigen Jahr sein Knie minutenlang auf George Floyds Hals gepresst zu haben, obwohl dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Nach dem Tod Floyds in Minneapolis am 25. Mai 2020 war es monatelang zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus gekommen. (sda/dpa)

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