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USA beschlagnahmen erneut einen Tanker in der Karibik

USA beschlagnahmen erneut einen Tanker in der Karibik

US-Einheiten haben Medienberichten zufolge erneut einen Öltanker in der Karibik geentert. Streitkräfte seien an Bord des Schiffes gegangen, berichteten das «Wall Street Journal» und der US-Sender ABC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
09.01.2026, 13:5709.01.2026, 17:44

US-Einheiten haben erneut einen Öltanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Marineinfanteristen und Matrosen hätten vor Tagesanbruch den Tanker «Olina» beschlagnahmt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Die «Olina» fährt unter Osttimorischer Flagge.

Der Einsatz sei «ohne Zwischenfälle» abgelaufen. Wie bei den Beschlagnahmen zweier anderer Schiffe in dieser Woche begründete das US-Militär den Einsatz mit dem Schutz der westlichen Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.

Kurz zuvor hatten Medien über die Operation berichtet. Laut «Wall Street Journal» waren Kräfte der US-Küstenwache bei der Operation am frühen Freitagmorgen involviert. Das Schiff sei zuvor unter einem anderen Namen bekannt gewesen und von den USA wegen des Transports von russischem Öl sanktioniert worden, hiess es weiter. ABC News zufolge hatte der Frachter nicht näher spezifizierte Verbindungen zu Venezuela.

In den vergangenen Wochen haben US-Streitkräfte mehrere Öltanker unter ihre Kontrolle gebracht. Erst diese Woche hatten sie ein unter russischer Flagge fahrendes Frachtschiff im Nordatlantik und einen weiteren Öltanker in der Karibik beschlagnahmt. Bei beiden Einsätzen berief sich das US-Militär auf den Schutz der westlichen Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, eine «vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela» zu verhängen. Er begründete dies damit, dass das südamerikanische Land Öl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen habe – diese müssten zurückgegeben werden. (sda/dpa)

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64 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Driver-Seat
09.01.2026 14:34registriert Juli 2025
Egal wer das Öl handelt oder beschlagnahmt. Es sind alles Schurkenstaaten.
Für uns normale Füdlibürger gibt es nur einen sinnvollen Weg. Stoppt die Verbrennung von Öl durch Ölheizungen und Verbrenneraurtos.
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