International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bürgermeister-Wahl in New York: Auch ein Mini-Trump kann de Blasio nicht stoppen



New York Mayor Bill de Blasio walks in the West Indian Day Parade on Monday, Sept. 4, 2017, in the Brooklyn borough of New York. The parade, one of the largest celebrations of Caribbean culture in the U.S., is being amid ramped-up security. (AP Photo/Kevin Hagen)

Bill de Blasio. Bild: AP/FR170574 AP

Die ganz grosse Liebe ist es nicht zwischen den New Yorkern und ihrem Bürgermeister Bill de Blasio. Trotzdem werden sie ihn allen Umfragen zufolge am 7. November wiederwählen. Für Schlagzeilen sorgt ein schillernder Kandidat à la Trump.

Zu Halloween präsentierte sich New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio gerade so, wie er wohl am liebsten immer gesehen würde: Anzug und Krawatte, aber darunter – Superman-Outfit. Der gross gewachsene 56-Jährige, seit 2014 im Amt, gibt sich gerne als hemdsärmeliger Macher und Kämpfer für die Armen und Unterdrückten der Millionenmetropole.

Für einen Superhelden-Bürgermeister halten ihn allerdings nur wenige New Yorker – mehr als die Hälfte finden Umfragen zufolge, dass er seinen Job schlecht oder sehr schlecht ausübt. Dabei könnten die Menschen gerade jetzt nach dem Terror im Süden Manhattans eine starke Führung gut gebrauchen.

Trotzdem wird de Blasio am kommenden Dienstag (7. November) wohl für eine zweite Amtszeit wiedergewählt werden. Der Demokrat, der zum linken Flügel seiner Partei gezählt wird, hat die Unterstützung von Geldgebern, Gewerkschaften – und das Glück, dass sich einfach kein herausragender Gegenkandidat fand.

Hoher zweistelliger Vorsprung

Die demokratische Vorwahl gewann de Blasio im September mit satten 75 Prozent der Stimmen. Zwei seiner demokratischen Konkurrenten – Mike Tolkin und Sal Albanese – treten nun unabhängig an, dazu kandidieren die Republikanerin Nicole Malliotakis und der unabhängig antretende Konservative Richard «Bo» Dietl. Alle Umfragen sagen de Blasio einen hohen zweistelligen Vorsprung voraus.

Archbishop of New York Cardinal Timothy Dolan, left, shares a light moment with New York Mayor Bill de Blasio during the annual Columbus Day Parade in New York Monday, Oct 9, 2017. (AP Photo/Craig Ruttle)

Bild: AP/FR61802 AP

Die grosse Liebe war es zwischen de Blasio und den New Yorkern noch nie. Aber nach zwölf Jahren mit dem charismatischen Millionär Michael Bloomberg an der Spitze wählten sie 2013 das komplette Gegenteil. De Blasio hatte sich im Wahlkampf in letzter Minute an die Spitze katapultiert – vor allem dank seiner sympathischen Familie um die afroamerikanische Ehefrau Chirlane McCray und die Kinder Chiara und Dante, die in seinen Werbespots auftauchten. Er gab sich als volksnah und progressiv und gewann mit rund 73 Prozent der Stimmen.

Viele seiner Wahlversprechen hat de Blasio allerdings noch nicht umsetzen können: Die Obdachlosenzahlen sind weiter gestiegen, bezahlbare Wohnungen sind weiter Mangelware und die Pferdekutschen fahren weiter durch den Central Park, obwohl der Bürgermeister deren Abschaffung gefordert hatte. Auf der Plus-Seite: Ein kostenloses Kindergartenjahr für alle Vierjährigen der Stadt ist eingeführt und soll demnächst noch ausgeweitet werden.

Sympathisch oder provinziell

De Blasio ist eigensinnig. So lässt sich der 56-Jährige jeden Morgen von seiner Residenz Gracie Mansion auf der noblen Upper East Side rund eine Dreiviertelstunde in den Stadtteil Park Slope in Brooklyn fahren, wo er zuvor mit seiner Familie in einem unscheinbaren kleinen weissen Holzhäuschen lebte. In Jogginghose und Schlabbershirt geht er dann dort in Lieblingscafé und Lieblingsfitnessstudio.

Sympathisch finden das die einen, provinziell die anderen, die ihm auch fehlende Masterpläne, einen übermässig detailorientierten Führungsstil, ständige Unpünktlichkeit und sture Beratungsresistenz vorwerfen. Mit Gouverneur Andrew Cuomo liefert sich de Blasio andauernde Streits.

Aber der Bürgermeister weist alle Kritik an seiner Amtsführung zurück. «Ich bin angetreten mit dem Versprechen, Dinge zu verändern. Und das habe ich gehalten. Ich glaube, dass manche Leute diese Veränderungen nicht mögen, also legen sie sich ihre Kritik zurecht, wie sie es wollen.»

Schillernder Gegenkandidat

Former New York City Police Department detective Richard A.

Richard «Bo» Dietl. Bild: Brad Barket/Invision/AP/Invision

An Charisma weit überlegen ist dem Amtsinhaber der wohl schillerndste Kandidat der Wahl: Richard «Bo» Dietl. Der Ex-Polizist ist als Privatdetektiv und mit Fernsehauftritten reich geworden, hat für umstrittene Menschen wie den früheren Chef des TV-Senders Fox, Roger Ailes, oder den ehemaligen Präsidenten-Berater Stephen Bannon gearbeitet und ein lockeres Mundwerk, das bisweilen an US-Präsident Donald Trump erinnert.

Mit Unterstützung unter anderen von Ex-Tennisprofi Andre Agassi und Ex-Präsidentensprecher Anthony Scaramucci hat Dietl im Wahlkampf rund eine Million Dollar eingesammelt.

Bislang sagen die Umfragen Dietl nur magere fünf Prozent voraus, aber das schreckt den vierfachen Vater nicht ab. «Ich fühle mich wohl in dieser Stadt. Überall», sagte er der «New York Times». «Ich bin quasi das Synonym dieser Stadt.» (sda/dpa)

Man kann auch ohne Alkohol Spass haben. Hab ich mal gehört

Play Icon

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese Stars fliehen vor der Feuerhölle in Kalifornien

Es sind erschreckende Bilder, die um die Welt gehen. Im US-Bundesstaat Kalifornien haben mittlerweile 31 Menschen ihr Leben verloren. Über 200 Opfer sind immer noch vermisst.

8000 Feuerwehrleute kämpfen sich durch das Höllenfeuer. Insgesamt wurden mehr als 15'000 Personen evakuiert. Die Häuser vieler US-Stars im Promi-Hotspot Malibu sind komplett abgebrannt. Die Anwesen liegen nur noch in Schutt und Asche. Was die Betroffenen sagen, seht ihr hier: 

Artikel lesen
Link to Article