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Polizei: Acht Kinder bei Schusswaffenvorfall getötet

USA: Vater erschiesst acht Kinder und stirbt nach Verfolgungsjagd

19.04.2026, 18:0019.04.2026, 20:06
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Bild: twitter

Bei einem Schusswaffenvorfall in Shreveport im südlichen US-Bundesstaat Louisiana sind acht Kinder getötet worden. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge waren die Getöteten zwischen 1 und 14 Jahren alt, sagte Chris Bordelon von der örtlichen Polizeidienststelle bei einer Pressekonferenz. «Es handelt sich um einen sehr grossen Tatort, an dem mehrere verstorbene Kinder zu sehen sind.» Einen derartigen Tatort hätten die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seiner Dienststelle noch nie gesehen.

Kurz nach 6.00 Uhr am Sonntagmorgen (Ortszeit) war es Bordelon zufolge zu der häuslichen Auseinandersetzung gekommen, bei der ein Mann erwachsenen Alters geschossen habe. Dieser habe allein gehandelt und soll der Vater einiger der getöteten Kinder gewesen sein. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden.

Der Tatverdächtige sei daraufhin geflüchtet und dann von der Polizei nach einer Verfolgungsjagd erschossen worden. Bordelon betonte, dass für die Öffentlichkeit keine Gefahr mehr bestehe. Zu einem Motiv gebe es zunächst keinerlei Erkenntnisse, die Untersuchung laufe.

Polizeichef kündigt bald mehr Informationen an

«Ich weiss nicht, was ich sagen soll, mein Herz ist schwer. Ich kann mir noch nicht einmal anfangen vorzustellen, wie so etwas passieren kann», sagte Wayne Smith, der Polizeichef von Shreveport. «Ich möchte, dass die Gemeinde weiss, dass alle meine Ressourcen hier draussen sind, dass wir jedes Beweisstück und alles verarbeiten, und dass wir zu einem Zeitpunkt in der nahen Zukunft mehr und schlüssigere Informationen über was genau passiert ist geben können.»

Shreveport im Nordwesten Louisianas liegt nah an der Grenze zu Texas. Sie ist nach New Orleans und Baton Rouge mit rund 180.000 gemessen an den Einwohnern die drittgrösste Stadt des Bundesstaates. «Das ist eine tragische Situation, vielleicht die tragischste, die wir je in Shreveport hatten. Es ist ein schrecklicher Morgen», sagte Bürgermeister Tom Arceneaux bei der Pressekonferenz. Seine Gemeinde trauere. «Jetzt verarbeiten wir die Information und das ist in sehr guten Händen.»

Der Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, teilte per Mitteilung mit, dass er und seine Ehefrau zutiefst traurig seien. «Wir sind zutiefst dankbar, dass die Einsatzkräfte und Rettungskräfte ohne Unterlass vor Ort arbeiten.» Liz Murrill, Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, teilte mit, dass dieser «sinnlose Verlust von Leben» sie sehr traurig mache. «Ich bete für alle Opfer und ihre Familienmitglieder angesichts dieser verheerenden Gewalt.» (sda/dpa)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Simsalabimeon
19.04.2026 18:09registriert Oktober 2024
Himmeltraurig… nichts wird sich diesbezüglich jemals ändern.
Wenn Schusswaffen wichtiger sind als das Leben von Kindern. Ich werde das niemals verstehen
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Tschowanni
19.04.2026 18:09registriert Oktober 2015
Wann erzählt uns Trump, dass dafür die Politik seines Vorgängers Biden verantwortlich ist?
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rburri68
19.04.2026 18:07registriert Juni 2017
Ein "Schusswaffenvorfall"? Kann man so nennen, bei 8 Toten Kindern, unter anderem ein Baby. Klar, ich meine, es ist nicht falsch.
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