International
USA

Buttigieg und Klobuchar erklären ihre Unterstützung für Biden

Vor «Super Tuesday»: Buttigieg, Klobuchar und O'Rourke unterstützen Biden

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten unterstützen ehemalige Konkurrenten vor dem «Super Tuesday» Ex-Vizepräsident Joe Biden. Doch nach Umfragen liegt Bernie Sanders bei den Vorwahlen vorne und Bloomberg könnte Biden Stimmen wegnehmen.
03.03.2020, 02:4103.03.2020, 05:58

Der aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ausgestiegene Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg hat seine Unterstützung für den früheren Vizepräsident Joe Biden erklärt.

Er sei «begeistert», nun die Bewerbung Bidens zu unterstützen, sagte Buttigieg am Montag (Ortszeit) bei einem gemeinsamen Aufritt mit dem früheren Vizepräsidenten im texanischen Dallas.

«Wir brauchen eine Politik, in der es um Anstand geht», sagte Buttigieg. «Das ist es, was Joe Biden sein ganzes Leben lang praktiziert hat.» Buttigieg rief alle seine Unterstützer dazu auf, sich nun für die Kandidatur Bidens einzusetzen.

Senatorin Amy Klobuchar sagte kurz darauf bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Biden: «Ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen, meinen Wahlkampf zu beenden, als mich seinem anzuschliessen.» Biden dankte Buttigieg und Klobuchar.

Gemässigte Konkurrenten geben auf

Auch der ehemalige Kongressabgeordnete Beto O'Rourke (47) der bereits im November aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ausgeschieden war, macht nun Wahlkampf für Joe Biden. Seine Empfehlung hat im wichtigen «Super Tuesday»-Bundesstaat Texas viel Gewicht: Er stammt aus Texas und hat den Bundesstaat im Kongress vertreten. Biden (77), Buttigieg (38), Klobuchar (59) und O'Rourke gehören zum moderaten Flügel der Demokraten.

Former Texas Rep. Beto O'Rourke gestures after endorsing Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden at a campaign rally Monday, March 2, 2020 in Dallas. (AP Photo/Richard W ...
Byebye Beto: O'Rourke zog sich bereits im November zurück.Bild: AP

Buttigieg hatte als Konsequenz aus seiner schweren Schlappe bei den Vorwahlen am vergangenen Samstag im Bundesstaat South Carolina seine Kandidatur zurückgezogen. Zur Begründung sagte der frühere Bürgermeister von South Bend (Indiana), sein Rückzug diene dem wichtigeren Ziel, die Amerikaner zu einen und US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November zu besiegen.

Auch die Senatorin Amy Klobuchar stieg aus dem Rennen aus. Sie erklärte noch vor Buttigieg am Montag ihre Unterstützung für Biden. Klobuchar und Buttigieg gehören wie der der Ex-Vizepräsident dem moderat-pragmatischen Flügel der Demokraten an. Durch die Unterstützung der beiden bisherigen Konkurrenten geht Biden gestärkt in den Super-Vorwahltag an diesem Dienstag.

Bloomberg zum ersten Mal dabei

Der wichtigste Konkurrent Bidens aus dem moderaten Lager tritt allerdings erst jetzt ins Rennen ein: Der Multimilliardär und frühere New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg (78) steht am «Super Tuesday» erstmals auf den Wahlzetteln.

Bloomberg war erst spät ins Rennen eingestiegen und hatte sich in den bisherigen Vorwahlen nicht zur Wahl gestellt. Nach US-Medienberichten hat er Hunderte Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen für Werbespots ausgegeben, um am Dienstag punkten zu können.

Sanders liegt in Umfragen vorne

Die Umfragen zum «Super Tuesday» sahen zuletzt den linksgerichteten Senator Bernie Sanders (78) klar vorne. Sanders, der sich als einen demokratischen Sozialisten bezeichnet, zieht demnach unter anderem als Favorit in die Vorwahlen im bevölkerungsreichen Bundesstaat Kalifornien.

Welche/r demokratische KandidatIn setzt sich durch?
An dieser Umfrage haben insgesamt 7166 Personen teilgenommen

Am «Super Tuesday» finden Vorwahlen in 14 Bundesstaaten statt. Dabei wird rund ein Drittel der Delegiertenstimmen für den Parteitag im Juli vergeben, bei dem die Demokraten den Herausforderer oder die Herausforderin von Präsident Donald Trump offiziell nominieren werden. (jaw/sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Verstehe dieses Drama nicht» – warum Parlamentarier die EU-Verträge nicht ganz lesen
Im Vorfeld zur Beratung des Vertragspakets mit der EU mussten die Parlamentsmitglieder über 3000 Seiten durchackern. Haben sie das geschafft? Und wenn nein, ist das ein Problem? watson hat eine Umfrage gemacht.
Immer wieder hatte Verteidigungsministerin Viola Amherd beteuert: Die Schweiz habe für den Kauf der F-35-Kampfjets mit den USA einen Fixpreis von 6 Milliarden Franken ausgehandelt. Kurz nach ihrem Rücktritt im März 2025 stellte sich jedoch heraus: Das mit dem Fixpreis stimmt doch nicht. Wie die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats kürzlich aufzeigen konnte, kam es unter anderem zum gravierenden Missverständnis, weil gerade einmal eine einzige Person im VBS den entscheidenden Kaufvertrag mit den USA ganz gelesen hat.
Zur Story