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Vor «Super Tuesday»: Buttigieg, Klobuchar und O'Rourke unterstützen Biden

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten unterstützen ehemalige Konkurrenten vor dem «Super Tuesday» Ex-Vizepräsident Joe Biden. Doch nach Umfragen liegt Bernie Sanders bei den Vorwahlen vorne und Bloomberg könnte Biden Stimmen wegnehmen.



Der aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ausgestiegene Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg hat seine Unterstützung für den früheren Vizepräsident Joe Biden erklärt.

Er sei «begeistert», nun die Bewerbung Bidens zu unterstützen, sagte Buttigieg am Montag (Ortszeit) bei einem gemeinsamen Aufritt mit dem früheren Vizepräsidenten im texanischen Dallas.

«Wir brauchen eine Politik, in der es um Anstand geht», sagte Buttigieg. «Das ist es, was Joe Biden sein ganzes Leben lang praktiziert hat.» Buttigieg rief alle seine Unterstützer dazu auf, sich nun für die Kandidatur Bidens einzusetzen.

Hier erklärt Buttigieg seine Unterstützung:

Senatorin Amy Klobuchar sagte kurz darauf bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Biden: «Ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen, meinen Wahlkampf zu beenden, als mich seinem anzuschliessen.» Biden dankte Buttigieg und Klobuchar.

Gemässigte Konkurrenten geben auf

Auch der ehemalige Kongressabgeordnete Beto O'Rourke (47) der bereits im November aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ausgeschieden war, macht nun Wahlkampf für Joe Biden. Seine Empfehlung hat im wichtigen «Super Tuesday»-Bundesstaat Texas viel Gewicht: Er stammt aus Texas und hat den Bundesstaat im Kongress vertreten. Biden (77), Buttigieg (38), Klobuchar (59) und O'Rourke gehören zum moderaten Flügel der Demokraten.

Former Texas Rep. Beto O'Rourke gestures after endorsing Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden at a campaign rally Monday, March 2, 2020 in Dallas. (AP Photo/Richard W. Rodriguez)

Byebye Beto: O'Rourke zog sich bereits im November zurück. Bild: AP

Buttigieg hatte als Konsequenz aus seiner schweren Schlappe bei den Vorwahlen am vergangenen Samstag im Bundesstaat South Carolina seine Kandidatur zurückgezogen. Zur Begründung sagte der frühere Bürgermeister von South Bend (Indiana), sein Rückzug diene dem wichtigeren Ziel, die Amerikaner zu einen und US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November zu besiegen.

Auch die Senatorin Amy Klobuchar stieg aus dem Rennen aus. Sie erklärte noch vor Buttigieg am Montag ihre Unterstützung für Biden. Klobuchar und Buttigieg gehören wie der der Ex-Vizepräsident dem moderat-pragmatischen Flügel der Demokraten an. Durch die Unterstützung der beiden bisherigen Konkurrenten geht Biden gestärkt in den Super-Vorwahltag an diesem Dienstag.

Bloomberg zum ersten Mal dabei

Der wichtigste Konkurrent Bidens aus dem moderaten Lager tritt allerdings erst jetzt ins Rennen ein: Der Multimilliardär und frühere New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg (78) steht am «Super Tuesday» erstmals auf den Wahlzetteln.

Bloomberg war erst spät ins Rennen eingestiegen und hatte sich in den bisherigen Vorwahlen nicht zur Wahl gestellt. Nach US-Medienberichten hat er Hunderte Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen für Werbespots ausgegeben, um am Dienstag punkten zu können.

Sanders liegt in Umfragen vorne

Die Umfragen zum «Super Tuesday» sahen zuletzt den linksgerichteten Senator Bernie Sanders (78) klar vorne. Sanders, der sich als einen demokratischen Sozialisten bezeichnet, zieht demnach unter anderem als Favorit in die Vorwahlen im bevölkerungsreichen Bundesstaat Kalifornien.

Welche/r demokratische KandidatIn setzt sich durch?

Am «Super Tuesday» finden Vorwahlen in 14 Bundesstaaten statt. Dabei wird rund ein Drittel der Delegiertenstimmen für den Parteitag im Juli vergeben, bei dem die Demokraten den Herausforderer oder die Herausforderin von Präsident Donald Trump offiziell nominieren werden. (jaw/sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Scaros_2 03.03.2020 11:51
    Highlight Highlight The establishment strikes back
  • tagomago 03.03.2020 11:50
    Highlight Highlight Schön, dass die Menschen nach dem ganzen sinnlosen Impeachment Tamtam nun endlich sehen, wie verlogen und undemokratisch die Demokraten sind. (Nicht, dass die Republikaner irgendwie besser wären).
  • Liselote Meier 03.03.2020 11:31
    Highlight Highlight Könnt ihr das Framing weglassen wie "Moderat".
    Oder wer zum Geier soll von den Kandidaten ein Radikaler (Gegensatz) sein, welcher dass ganze ökonomische und politische System von Grund auf ändern will?

    Steht ja kein Kommunist zur Wahl.
  • Dominik Treier 03.03.2020 09:33
    Highlight Highlight Dem Grossteil der Demokratischen Parteispitze ist eine Geldorientierte Machtpolitik offenbar wichtiger, als Veränderungen zugunsten der Bürger, oder nur schon ein Wahlsieg gegen Trump...

    Traurig, aber wenn sie mit Biden oder, Gott bewahre, gar Bloomberg antreten, wird wohl endgültig klar sein, dass ein Grossteil der Partei aus dem Clinton-Desaster NICHTS gelernt hat und lieber noch mal 4 Jahre Trump in Kauf nimmt als auf Kosten des Portemonnaies mal ein wenig zurückzustecken. Sagt viel darüber aus wie viel der kleine Mann Mitteliberale wie Buttigieg interessiert...
    • FrancoL 03.03.2020 10:27
      Highlight Highlight Die Mitte hat noch nie für den kleinen Mann agiert, sie versucht die Macht zu erhalten ohne für den kleinen Mann etwas zu bieten.
    • Dominik Treier 03.03.2020 10:39
      Highlight Highlight Viele Mittewähler haben nur noch nicht gemerkt, dass Solidarität mit dem kleinen Mann auch zu ihrem Vorteil gereichte, denn heute reichen, dank mitte-rechts neoliberaler Politik eine Krankheit, ein Burnout ein Familienproblem oder sonstige Stolpersteine im Leben um sich plötzlich auch ganz unten wiederzufinden (logisch wenn Arme immer ärmer und Reiche immer reicher werden) und dann zu merken dass man da nicht mal eben wieder rauskommt wenn man nur will, wie man das vorher behauptet hat und jeden Einwand immer damit abtat hat dort seien nur die Nichtsnutze anzutreffen...
    • PC Principal 03.03.2020 10:45
      Highlight Highlight Was, wenn es nicht so einfach Geld gegen Bürger ist? Was, wenn die Bürger gerne Geld haben?

      Clinton hat wegen dem Emailskandal verloren und nicht weil sie Pro-Geld war. Die Lehre daraus ist nicht, einen Sozialisten aufzustellen sondern ganz einfach jemand ohne Emailskandal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno S.1988 03.03.2020 08:31
    Highlight Highlight Nachdem Warren 2016 nicht angetreten ist, obwohl Bernie sie drum gebeten hat, hat sie später Hillary statt Bernie unterstützt. Nachdem Warren behauptet hat, Bernie sei sexistisch, obwohl er schon 1988 kleine mädchen dazu inspiriert hat Präsidentin zu werden. Nachdem sie offen zugegeben hat, dass sie kein Problem damit hat, dass nicht derjenige mit den meisten Stimmen der Kandidat wird. Nachdem sie nun behauptet hat, dass Bernie in den 30 Jahren nichts zustande bekommen hat...Nach all dem hat sie Bernie mit KEINEM WORT angegriffen. Und er soll der alte toxische "mansplainer" sein?!
  • Kronrod 03.03.2020 08:29
    Highlight Highlight The Democrats are now literally left with the B-Team (Bernie, Biden, Bloomberg).
    • eupho 03.03.2020 08:57
      Highlight Highlight And Betty
    • Bruno S.1988 03.03.2020 09:12
      Highlight Highlight Erklär mir bitte wie es sich um das B-Team handeln kann, wenn es die Kandidaten mit den meisten Stimmen sind?
    • P. Silie 03.03.2020 12:00
      Highlight Highlight B ernie
      B iden
      B loomberg

      .....aaaaaand....

      B etty :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kaktus Salat 03.03.2020 08:29
    Highlight Highlight «Wir brauchen eine Politik, in der es um Anstand geht», sagte Buttigieg. «Das ist es, was Joe Biden sein ganzes Leben lang praktiziert hat.»

    Gabs da nicht mal auf Watson Artikel zu "Creepy Joe"?
    • Punktraum 03.03.2020 12:33
      Highlight Highlight Ob der Buttigieg wohl Watson liest?
      🤔
  • chnobli1896 03.03.2020 08:06
    Highlight Highlight Traurig das die Demokraten nichts gelernt haben. Die werden Sanders irgendwie nicht nominieren um dann entweder mit Biden oder Bloomberg zu verlieren...
    • Heinzbond 03.03.2020 08:51
      Highlight Highlight Ja und das nächste mal gibts eh keine Wahl mehr... So kann man auch die Demokratie zu Tode reiten...
    • Blitz Gordon 03.03.2020 08:53
      Highlight Highlight Sanders hätte genau so keine Chance. Alter Wein in alten Schläuchen.
      Aber wirklich schade dass sie nichts gelernt haben und 4 Jahre verschwendet haben ohne einen Person aufzubauen, die wirklich etwas zu bieten hätte.
    • Amadeus 03.03.2020 09:04
      Highlight Highlight @Chnobli
      Und was macht sie so sicher, dass Danders gewinnen würde gegen Trump? Meiner Meinung nach sollen die Wähler entscheiden und wer gewinnt tritt gegen Trump an. Mal schauen wie es morgen aussieht.
      Das System mit den superdelegates an der DNC convention ist allerdings problematsch meiner Meinung nach. Aber Sanders sah da kein Problem in 2016.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Realtalk 03.03.2020 07:04
    Highlight Highlight Anständige Politik und Biden? Da hab ich wohl was verpasst.
  • p3kko 03.03.2020 06:42
    Highlight Highlight Eine Bitte an Watson: Könntet ihr die Bezeichnung "moderat-pragmatischen Flügel" inskünftig durch "beliebig-inhaltsleeren Flügel" ersetzen?
  • felixJongleur 03.03.2020 06:39
    Highlight Highlight Und Warren, die ohne jede Chance ist, nimmt Sanders Stimmen weg. "Läuft", sagt sich the Don.
    • PaLve! 03.03.2020 06:50
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu der restlichen demokatischen Partei, besitzt Warren wohl noch genug Ehre, dass sie ihre Kanditatschaft nicht aus taktischen Gründen zurück nimmt
    • PC Principal 03.03.2020 07:43
      Highlight Highlight Warren möchte bis zum Schluss bleiben um Sanders u verhindern. Da tut sie doch noch was Gutes für die Partei 😍
    • satyros 03.03.2020 09:00
      Highlight Highlight Sie hat sogar ein Super-PAC. Wer das wohl finanziert?
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  • tagomago 03.03.2020 06:20
    Highlight Highlight Zeigt, wie wichtig den 1%lern ihr Machterhalt ist.
  • Läggerli 03.03.2020 05:36
    Highlight Highlight Also auf gut deutsch gesagt versucht die Parteispitze alles mögliche um die Nominierung von Sanders zu verhindern. Ach, Pete ist erst jetzt bewusst geworden, dass er keinen Stich bei der schwarzen Bevölkerung hat? Zufälle gibts... Und dann direkt vor dem Super Tuesday. Wieder so ein Zufall...

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