DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Anklage erhoben: Das US-Justizministerium in Washington.
Anklage erhoben: Das US-Justizministerium in Washington.
Bild: AP/AP

«Beeinflussung der US-Politik» – Justiz klagt Russin im Dienste des Kremls an

16.07.2018, 22:54

Die US-Justiz hat Anklage gegen eine 29 Jahre alte Russin erhoben, die in den USA für die russische Regierung gearbeitet haben soll, ohne dies anzuzeigen. Sie war nach Angaben des Justizministeriums am Sonntag in Washington festgenommen worden.

Die 29-Jährige wird gemäss der Mitteilung des Justizministeriums beschuldigt, an einer Verschwörung der russischen Regierung zur Beeinflussung der US-Politik beteiligt gewesen zu sein. Wie aus einem Gerichtsdokument hervorgeht, knüpfte sie unter anderem Kontakte zu US-Politikern sowie zur mächtigen Waffenlobby NRA und nahm an Treffen von Lobbyistenvereinigungen teil.

Mit Studentenvisum in den USA

Laut Ermittlungen der Bundespolizei FBI habe sie unter anderem «private» Kommunikationskanäle zu US-Politikern herstellen wollen, um in den «nationalen Entscheidungsapparat der Vereinigten Staaten einzudringen» und so die Interessen der russischen Regierung zu «befördern».

Nach US-Gesetz müssen sich ausländische Lobbyisten oder Diplomaten vor Beginn ihrer Tätigkeit in den USA beim Justizministerium melden. Die Russin hatte sich den Angaben zufolge jedoch mit einem Studentenvisum in den USA aufgehalten.

Von 2015 bis mindestens 2017 habe sie auf Weisung eines hochrangigen Mitglieds der russischen Regierung gehandelt, das später für die russische Zentralbank gearbeitet habe und von den US-Sanktionen gegen russische Offizielle erfasst sei. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

EDA verlangt Freilassung von Nawalny – mögliche Sanktionen seitens Schweiz noch offen

Das EDA äussert sich besorgt über Meldungen zum sich verschlechternden Gesundheitszustand von Alexej Nawalny. Es fordert die sofortige Freilassung des russischen Oppositionellen. Über Sanktionen im Zusammenhang mit Nawalny hat der Bundesrat noch nicht entschieden.

Die russischen Behörden müssten Sicherheit und Wohlergehen für Nawalny sicherstellen, schreibt das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Stellungnahme vom Montag. Es sei problematisch, dass Nawalny im …

Artikel lesen
Link zum Artikel