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An NYPD officer walks along a sparsely populated Wall Street, Friday, May 1, 2020, in the Manhattan borough of New York. (AP Photo/John Minchillo)

Das New York Police Department (NYPD) hat viel zu tun. Bild: AP

Der nächste Ausbruch in den USA: New York diskutiert über Gewaltwelle



Anthony Robinson hatte seine kleine Tochter an der Hand, als er angegriffen wurde. Der 29-Jährige ging Anfang Juli im New Yorker Stadtteil Bronx mit dem Mädchen über eine Strasse, als links von ihm ein Auto anhielt. Ein von der Polizei veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Arm mit einer Pistole auf Robinson zielt. Kurze Zeit später ist er tot. Es sind Szenen wie diese, die in New York und in vielen anderen Städten in den USA momentan deutlich häufiger vorkommen als in den Vorjahren – und grosse Sorgen machen.

Über die Ursachen der Gewaltwelle in der US-Ostküstenmetropole wird gerätselt. Es ist der dritte Ausbruch, der New York und andere Städte in den USA in diesem Jahr beschäftigt: Zuerst kam das Coronavirus, dann die landesweit geteilte Wut über Rassismus und Polizeigewalt – und nun steigt die Zahl der Schiessereien und Morde deutlich. Dabei könnten alle Entwicklungen zusammenhängen.

Die Zahlen, die viele New Yorker in den letzten Wochen schockiert haben und an längst vergangene Zeiten erinnern, sind jedenfalls eindeutig: Im Juni 2020 erhöhte sich die Zahl der Vorfälle mit gefallenen Schüssen in der Acht-Millionen-Metropole im Vergleich zum Vorjahr von 89 auf 205 – ein Anstieg von 130 Prozent. Die Zahl der Morde kletterte mit 39 Toten um 30 Prozent.

Und die Gewalt riss nicht ab. Alleine am Wochenende zum Unabhängigkeitstag um den 4. Juli wurden übereinstimmenden Medienberichten zufolge 64 Menschen von Schüssen getroffen – zehn von ihnen starben. Trotzdem ist das New York Police Department (NYPD) noch immer weit weg von seinen dunkelsten Stunden: 1990, als die Kriminalität ausser Kontrolle war und es 2262 Morde gab. 2019 waren es dagegen nur 319.

Die Entwicklung in New York ist dabei in den USA kein Einzelfall. In einer Reihe weiterer Städte gibt es ähnliche Tendenzen, darunter besonders in Chicago, das 2020 die höchste Mordrate seit mehr als 20 Jahren erreichen könnte. Erst vor einer Woche waren dort bei einer Schiesserei 15 Menschen teils schwer verletzt worden. US-Präsident Donald Trump kündigte vergangene Woche an, wegen der «schockierenden Explosion an Tötungen» Sicherheitskräfte des Bundes in die Millionenstadt und andere Teile des Landes zu schicken.

Federal officers advance on demonstrators during a Black Lives Matter protest at the Mark O. Hatfield United States Courthouse Friday, July 24, 2020, in Portland, Ore. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

In Portland herrscht derzeit Ausnahmezustand. Bild: AP

Eingeschritten ist die Regierung bereits in Portland in Oregon an der US-Westküste, wo schwer bewaffnete Sicherheitskräfte derzeit Nacht für Nacht, teils in Tarnuniformen, auf der Strasse zu sehen sind. Dort geht es jedoch nicht um eine steigende Kriminalitätsrate. Seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz Ende Mai dauern dort Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt an. Viele demonstrieren friedlich, zum Teil kam es aber auch zu Auseinandersetzungen mit der örtlichen Polizei. Die Stadt hatte sich ausdrücklich gegen die Entsendung von Einsatzkräften ausgesprochen, doch nun heizen diese – auch mit Tränengas – die Proteste bei nächtlichen Zusammenstössen aus Sicht von Beobachtern an. Gegen das teils brutale Vorgehen der militarisierten Sicherheitskräfte gingen eine Reihe von Klagen ein.

New York hat für den Fall einer Entsendung von Sicherheitskräften des Bundes mit einer Klage gedroht und sagt, es könne die Gewaltwelle in der Stadt allein bewältigen. Bürgermeister Bill de Blasio machte dabei vor allem die Nebenwirkungen der Corona-Pandemie für den Anstieg der schweren Verbrechen verantwortlich. Es gehe um die Tatsache, «dass das Gerichtssystem nicht arbeitet, dass die Menschen seit Monaten angespannt sind», sagte er. Was der Bürgermeister nicht erwähnte, wohl aber die Polizei, ist die durch die Krise stark gestiegene Zahl an besonders gefährdeten Gefängnisinsassen, die wegen des im Strafvollzug grassierenden Virus vorzeitig entlassen wurden.

New York City Mayor Bill de Blasio speaks during a ceremony to unveil a statue of Sun Yat-sen in Columbus Park in the Chinatown neighborhood of New York, Tuesday, Nov. 12, 2019. Tuesday marks the 153rd anniversary of the birth of Sun Yat-sen, a founder of modern China, who spent time in exile living in New York. (AP Photo/Mary Altaffer)
Bill de Blasio

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Bild: AP

«Derzeit liegt die Zahl der auf Bewährung Entlassenen, die an Schiessereignissen oder Morden beteiligt waren, auf einem 15-Jahres-Hoch», hiess es vom NYPD. Die Polizisten machen für die Entwicklung auch Reformen der Stadt mitverantwortlich, die unter anderem die Zahl der Insassen aus dem berüchtigten Gefängnis Rikers Island reduzieren sollen – und deshalb nach Ansicht der Polizei mehr Kriminelle auf die Strasse bringen.

Dazu kamen öffentliche Forderungen nach einer Umstrukturierung der Polizei. Der New Yorker Stadtrat reagierte auf sie damit, eine Milliarde Dollar des 6-Milliarden-Budgets des NYPD zusammen mit einigen Tausend Beamten einer anderen Behörde zu unterstellen. Spätestens seitdem brodelt es unter den 36'000 Polizisten und ihrem Chef Dermot Shea.

In einem durchgestochenen internen Polizeivideo bezeichnete er die örtlichen Politiker als «Feiglinge»: «Sie versagen bei jeder möglichen Massnahme, Anführer zu sein, und sie fallen den Männern und Frauen dieser Polizeibehörde in den Rücken.» Aus dem Stadtrat kamen Berichten zufolge dagegen Vorwürfe, die Polizei greife womöglich nicht mehr so durch wie sonst – auch deswegen, weil Beamte sich angesichts der landesweiten Proteste und Einschnitte zu Unrecht an den Pranger gestellt fühlten. (cki/sda/dpa)

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88
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    Alle Leser-Kommentare
  • Dixety 28.07.2020 14:42
    Highlight Highlight Geliefert wie bestellt.

    Was passiert wohl, wenn man alle Polizeikräfte mit den Massenrandalieren Monate lang bündelt? Die Verbrecher haben freie Bahn.
    Was passiert wohl, wenn man die Polizei definanziert?
    Was passiert wohl, wenn man Polizisten die etwas gegen Kriminelle machen, generell Rassismus (nur in Einzelfällen berechtigt) unterstellt und sie dann entlässt? Dann machen die restlichen Polizisten natürlich nichts mehr! Die wollen ja nicht ihr Einkommen verlieren.
  • PlayaGua 28.07.2020 12:47
    Highlight Highlight Was Guiliani und Bloomberg erreicht haben, wird nun wieder zerstört.
  • Altweibersommer 28.07.2020 12:21
    Highlight Highlight Kein demokratischer Staat hat ein Recht auf gewaltfreie Demonstrationen sondern sollte vielmehr der Gewalt vorbeugen indem aufberechtigte Forderungen ernsthaft eingegangen wird. Dafür erleben wir in den USA ein Musterbeispiel:

    Als Colin Kaepernick vor nicht allzu langer Zeit freidlich auf Polizeigewalt gegen PoC aufmerkam machte, wurde er diffamiert und seine Karriere zerstört. Die Forderung wurde mit Gewalt unterdrückt. Kein Mensch bleibt auf ewig ruhig und gelassen wenn ihm sein Gegenüber partout nicht zuhören will, erst recht nicht wenn die eigene Existenz bedroht ist.
    • The Great Cornholio 28.07.2020 14:13
      Highlight Highlight [...]February 2019, it was reported that Kaepernick spoke with the Alliance of American Football and XFL about becoming a quarterback for them but wanted a guaranteed $20,000,000 per season. XFL quarterbacks were paid $250,000 per season while AAF quarterbacks were signed to an unguaranteed $250,000 over three seasons[...]
      Disney, Netflix & Co zum Dank kann sich Kaepernick künftig auch ganz ohne sportliches Engagement sowie ohne finanzielle Abstriche seinen Allerwertesten bis zur Formvollendung vergolden lassen; indem er seines neuen Amtes als selbstloser Bürgerrechtler / Medienmogul waltet.
    • deejay sensation 28.07.2020 14:37
      Highlight Highlight Ja der arme Kaepernick. Ihnen ist schon klar, dass der Typ seither Millionen kassiert!? Nike hat seit September 2018 durch seine Aktion $6bn eingespult.
    • Altweibersommer 28.07.2020 15:40
      Highlight Highlight Es geht nicht um Kaepernick als Person, sondern um die Polizeigewalt in den USA auf die er aufmerksam machte.

      George Floyd würde noch leben, hätte man damals Kaepernick zugehört und Konsequenzen gezogen.
  • Stinkstiefel 28.07.2020 11:45
    Highlight Highlight „Über die Ursachen der Gewaltwelle in der US-Ostküstenmetropole wird gerätselt.„

    Gerätselt? Echt jetzt?
    Hier wurde man in Grund und Boden geblitzt, wenn man bemerkte, dass der Lockdown noch ganz hässliche Nebenwirkungen haben wird.
    • iudex 28.07.2020 11:53
      Highlight Highlight Es ist halt immer schwierig, wenn man nicht einfach Doni die Schuld zuschieben kann.
  • 155West 28.07.2020 11:32
    Highlight Highlight Ich glaube Watson müsste dringend ihre Leser mal darüber aufklären, worum es bei "defund police" eigentlich genau geht. So viel Unwissenheit, wie hier in den Kommentarspalten zelebriert wird, ist ja erschreckend. Da Leben wir im Informationszeitalter und trotzdem macht niemand Gebrauch davon...

    Defund Police heisst nicht, dass Polizeiarbeit eingeschränkt werden soll. Es will eine Ressourcenumverteilung, damit die Polizei sich endlich wieder auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren kann...
    Play Icon
    • du_bist_du 28.07.2020 12:04
      Highlight Highlight Theoretisch mögen Sie recht haben. Praktisch werden wohl Einheiten aufgelöst, Beamte mit schlechteren Konditionen wiedereingestellt und die Korruption durch ortsfremde Beamte bekämpft die aber keine Ahnung von der Bevölkerung haben.

      Ach ja, militärische Ausrüstung kostet nicht viel wenn Army Altbestände.
      Defund aber kein Militärmaterial mehr sondern teures Ziviles? Momol... funktioniert.
    • De-Saint-Ex 28.07.2020 12:12
      Highlight Highlight „Da Leben wir im Informationszeitalter und trotzdem macht niemand Gebrauch davon...“
      Doch, doch, sie machen schon Gebrauch davon... leider nur dort wo man ihnen berichtet, was sie hören/lesen wollen...
    • DemonCore 28.07.2020 12:40
      Highlight Highlight "to defund" heisst aber die Finanzierung entziehen 🤷‍♂️, sprich einstampfen.

      Vielleicht müsste man sich vorher ein paar Gedanken zur Wortwahl machen, wenn man politisch etwas erreichen will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cpt. Jeppesen 28.07.2020 10:51
    Highlight Highlight Innerhalb von 3 Monaten von 5 Millionen auf 50 Millionen Arbeitslose. Dazu keinen oder wenig Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, ein mangelhaftes soziales Netz, durch das viele einfach durchfallen.
    Was erwarten die denn, dass die Leute zu Hause (oder auf der Strasse) sitzen bleiben und verhungern?
    Ich will Gewalt nicht schön reden, im Gegenteil, aber keine Ahnung was ich machen würde wenn ich von heute auf Morgen alles verliere und aus der Wohnung geschmissen werde. Viele greifen dann zu Alkohol und Drogen, manche eben zur Gewalt. Nicht schön, aber nachvollziehbar.
    • SeboZh 28.07.2020 13:16
      Highlight Highlight Wenn man noch Geld für Alk und Drogen haben sollte, könnte es auch an den Prioritäten liegen
  • In vino veritas 28.07.2020 10:48
    Highlight Highlight Tja, Rassismus, schlechte Bildung, fehlende Perspektiven, keine Jobs, kaum vorhandene Soziale Absicherung, Armut, Schulden, Waffen im Überfluss, und zu guter letzt ein Präsident den es einen 💩 interessiert, wie es dem Volk geht. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass hier perfekte Bedingungen für soziale Unruhen entstehen. Das sind lediglich die Vorboten einer viel grösseren Kriese, sollten die USA nicht endlich ihre innenpolitischen Probleme lösen...
    • deejay sensation 28.07.2020 13:44
      Highlight Highlight Und unter den Clintons und Obamas dieser Welt ging es ja viel viel besser. Höhere Staatsausgaben, Krieg in Middle-East, höhere Steuern und höhere Kriminalität in der Innercity, Einführung des ACA-5 Government preferences, weil Asiaten überrepräsentiert sind an den Elite-Unis, eine FED, die nichts anderes als Geld in das so hochgelobte demokratische Establishment gepumpt hat. Die USA hat ein kulturelles Problem, dass man nicht durch einen Präsidenten lösen kann. Die Verantwortung liegt in der Bevölkerung.
  • Klebeband 28.07.2020 10:11
    Highlight Highlight Vielleicht ist es Zufall, aber ich habe das Gefühl, dass es bei uns seit Corona auch wieder gewalttätiger wird, zumindest habe ich in den letzten zwei Monaten bereits vier völlig unmotivierte körperliche Auseinandersetzungen am hellichten Tag miterlebt.
  • Firefly 28.07.2020 10:10
    Highlight Highlight " Bürgermeister Bill de Blasio machte dabei vor allem die Nebenwirkungen der Corona-Pandemie für den Anstieg der schweren Verbrechen verantwortlich. Es gehe um die Tatsache, «dass das Gerichtssystem nicht arbeitet, dass die Menschen seit Monaten angespannt sind»"

    Ja und jeder kann im Kisok eine Schusswaffe kaufen.
    • reaper54 28.07.2020 10:56
      Highlight Highlight Der Bundesstaat New York hat ein härteres Waffengesetz als die EU. Das Waffengesetz ist je nach Staat, teilweise sogar je nach County unterschiedlich.

      Aber ja einfach irgend einen Bullshit behaupten...

      Evtl hat die Polizie ja recht und eine völlig sinnlose restrekturierung von linken Politikern welche keine Ahnung von der Materie haben sowie das Entlassen von Straftätern war halt der Fehler...
    • Firefly 28.07.2020 11:10
      Highlight Highlight @reaper54 Natürlich war das Entlassen von Straftätern ein Fehler. Ich denke in einem Gefängniss hat man mehr Kontrolle und kann Quarantäne einrichten.

      Restrukturierung ist jedoch nötig. Gespart wird ja jeweils von rechten Politikern, die linken dürfen es dann nur immer ausbaden, wenn es zu wenig Geld und Personal hat. Dies scheint aber nicht nur ein amerikanischen Problem zu sein.

      Aber immer schön die eigene Ideologie bedienen.
    • reaper54 28.07.2020 11:20
      Highlight Highlight Was das sparen in der Schweiz betrifft ja hier machen die rechten genau den Fehler welchen in New York und anderen Städten in den USA gerade linke machen.

      Was ist die Schlussfolgerung daraus?
      Linke und rechte sind sich ähnlicher als sie denken. Und auch ein strenges Waffengesetz hilft nicht gegen Waffengewalt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 28.07.2020 10:08
    Highlight Highlight "Über die Ursachen der Gewaltwelle in der US-Ostküstenmetropole wird gerätselt"

    Und der Präsi tut sein Bestes für landesweite Eskalation.
    • Auric 28.07.2020 12:59
      Highlight Highlight das pöse Trumpelchen hat in den Ostküsten Metropolen nix zu melden, da sind die lokalen Politiker zuständig und erst wenn die versagen was man bei den Bürgerkriegsähnlichen Zuständen wohl annehmen kann wird Trump genau so wie Obama zuvor die Nationalgarde schicken.
    • deejay sensation 28.07.2020 14:50
      Highlight Highlight Da hat der Auric völlig recht Firely.
    • Firefly 28.07.2020 15:32
      Highlight Highlight @Auric @deejay sensation Ja, das Trumpelchen meint es ja nur gut und möchte unbeding die Lage beruhigen.

      Und ich bin so durchtrieben mir etwas böses dabei zu denken. Wie kann man nur...

  • Hugo Hugentobler 28.07.2020 10:02
    Highlight Highlight In New York wurde zudem eine grosse Polizeieinheit aufgelöst, welche in Zivil arbeitete und sich hauptsächlich mit der Bekämpfung von Gangkriminalität und illegalen Schusswaffen beschäftige. Dies da diese Truppe in zu viele Schiessereien verwickelt gewesen sei.

    Die Gangster der Stadt verhielten sich seither viel rücksichtsloser, da sie wissen, dass keine zivilen Polizisten sie beobachten.

    Es gibt nun bereits Forderungen aus den besonders betroffenen Gebieten, diese Polizeieinheiten wieder einzusetzen.
    • The Destiny // Team Telegram 28.07.2020 11:18
      Highlight Highlight NO, defund the police!


      (kann Spuren von Ironie enthalten)
  • Gawayn 28.07.2020 09:51
    Highlight Highlight Ich finde es erschreckend.
    Die paar Kommentare hier...

    "Sind doch alle selber Schuld!"
    Die Wahrheit ist, man weiß es schlicht nicht warum diese Gewalt.
    Auch wahr ist, jedes Opfer ist ein Vater/Mutter, Freund, etc...
    Läßt trauernde faßungslose Angehörige zurück.

    Mich macht diese Entwicklung traurig.
    Hoffentlich finden die es raus, was paßiert und können diese Gewalt wenigstens eindämmen.
    Den Angehörigen entbiete ich mein Beileid und Kondolanz...
  • M&M 28.07.2020 09:44
    Highlight Highlight Es wird hier wohl auch die Hoffnungslosigkeit der Menschen mit ins Spiel kommen.

    Coronavirus - Gewalt - Demonstationen - Joblosigkeit - Evictions - Armut

    Wie viel kann eine Population aushalten?
  • Goldjunge Krater 28.07.2020 09:31
    Highlight Highlight Und da wundert man sich warum der Präsident die Nationalgarde einsetzen will?
    • Shabbazz 28.07.2020 10:48
      Highlight Highlight Übrigens, 2016 hat Obama die Nationalgarde nach Charlotte geschickt bei den Aufständen!!

      Bei Obama war das damals absolut okay, bei Trump scheinbar nicht...leider lassen wir uns beim urteilen auch oft von der Sympathie leiten.
    • Firefly 28.07.2020 10:58
      Highlight Highlight @Shabbazz Trump ist ein "Eskalator", Obama ein "Transformator". Wenn man nur ein bisschen hinschaut und die eigene Ideologie bei Seite legt, sieht man, dass die beiden aus dimetral unterschiedlichen Intensionen handeln. Der eine will die Eskalation der andere will die Lage beruhigen.

      und beide scheien zu erreichen was sie wollen.
    • Firefly 28.07.2020 11:01
      Highlight Highlight @Goldjunge Krater Tja, er hat das Feuer ja selber gelegt und gezündelt wo's nur geht. Sich nun als Retter und Feuermann darzustellen ist nur all zu billig.

      Und sie wollen mir erzählen, dass sie wirklich auf so einen Trick reinfallen? Oder gefällt es ihnen einfach, dass er nach ihrer Ideologie handelt, auch wenn er sein Land damit zu Grunde richtet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skip Bo 28.07.2020 09:16
    Highlight Highlight "Über die Ursachen der Gewaltwelle in der US-Ostküstenmetropole wird gerätselt."
    Die (journalistischen) Klartexter werden am laufenden Band entlassen und die polizeiabschaffenden Mainstreamrätselfreunde werden kaum griffige Lösungen bringen.
    Der bewaffnete Arm der BLM, mindestens 2000 Waffenträger, könnte doch für Ordnung sorgen (Ironie).
  • LeChef 28.07.2020 09:15
    Highlight Highlight Tja. ‚Defund the Police‘, oder? Und die Journalisten schrien lauthals mit dem Mob mit.
    • 155West 28.07.2020 11:27
      Highlight Highlight Der einzige, der hier lauthals mit dem Pöbel schreit, ohne zu wissen, worum es eigentlich geht, bist offenbar Du selbst...
      Play Icon
    • LeChef 28.07.2020 12:37
      Highlight Highlight Danke, aber beziehe meine Infos im Allgemeinen nicht von ideologisch aufgeladenen Komikern.
    • 155West 28.07.2020 13:20
      Highlight Highlight LeChef: "1 + 1 gibt 3!!!"
      Komiker: "Nein, es gibt 2."
      LeChef: "Glaub ich nicht. Du bist ideologisch aufgeladen!"

      Natürlich könnte LeChef jetzt natürlich den Wissensspeicher Internet auch dazu nützen, andere Quellen zu befragen. Und nachlesen, was es mit "Defund Police" wirklich auf sich hat. Könnte...
  • De-Saint-Ex 28.07.2020 09:15
    Highlight Highlight Das explosive Cocktail: ein System, das ausschliesslich auf Repression und Bestrafung ausgelegt ist, die Mentalität wer „schneller zieht“ nie abgelegt, dass alles gut ist solange die Guten mehr Waffen besitzen als die Bösen mit der damit einhergehenden Aufrüstungsspirale, in kurzer Zeit zig Mio Arbeitslose und kaum existierendes soziales Netz, ein Land, das noch nie derart geteilt war mit einem Präsidenten, der die Gräben permanent vertieft...
    welcome to the divided states of America...
  • Turi 28.07.2020 08:52
    Highlight Highlight Ohne Polizei wäre die Gesellschaft total friedlich. Lasst uns die Budgets der Polizei zusammenstutzen. Lasst uns die Polizisten beschämen, dass sie ihren Job tun. Äh, nein, funktioniert nicht? Jä nu.
  • Brockoli 28.07.2020 08:43
    Highlight Highlight Man lässt Insassen raus, weil es besser ist, dass diese die Zivilbevölkerung gefährden anstatt sich mit Covid anzustecken. Dazu lassen sich Polizisten gerade in Rekordzahlen pensionieren, dem Rest der Polizei wird das Budget zusammengestrichen. Da braut sich ja mal ein schönes Süppchen zusammen...
    • Emil Eugster 28.07.2020 10:53
      Highlight Highlight Fake News.
      Es werden keine Gewaltverbrecher wegen Corona freigelassen. sondern Menschen, die inhaftiert sind, weil sie ihre Parkbussen nicht bezahlen konnten und dergleichen.
      Pensionieren lassen kann man sich, wenn man das Alter dazu erreicht hat. Wenn mehr Polizisten den Job quittieren, dann vielleicht, weil sie nicht auf ihre Mitbürger schiessen wollen.
      Das Budget der Polizei in New York beträgt 6 Milliarden Dollar. Ein Teil davon soll jetzt umgeschichtet werden um die P von Aufgaben zu befreien, für die die Beamten nicht ausgebildet sind, hin zu Fachpersonal.
  • Eskimo 28.07.2020 08:42
    Highlight Highlight Und dann fragt man sich hier, wieso in den USA gewisse Vorurteile herrschen...
  • Quo Vadis 28.07.2020 08:24
    Highlight Highlight Zur Polizeigewalt habe ich mir soeben ein interessantes Video angeschaut. Ich stimme zwar nicht in allen Bereichen mit dem jungen Macher überein, dennoch gibt es interessante Einblicke wie sich Polizeigewalt über die Jahre entwickelte.

    Ich bin dennoch ein Verfechter von Law & Order, dennoch müsste man wohl einige Praktiken überdenken und an der Mentalität (Personenauswahl und Training) der Polizisten arbeiten.

    Und andererseits hilft es nicht, wenn Leute heute das Gefühl haben alle Freiheiten haben zu wollen und keine Verantwortung übernehmen zu müssen (und der Staat das noch unterstützt).
    Play Icon
  • Scrat 28.07.2020 08:23
    Highlight Highlight Die Regierung der USA hätte es schon längst in der Hand, den laxen Umgang mit Schusswafen zu ändern. Aber es scheint wie mit dem Corona-Virus: offenbar müssen sie es zuerst auf die harte Tour lernen, dass ihre bisherige Strategie gescheitert ist. Das Volk muss derweil weiter mit den Versäumnissen der Regierung und den Konsequenzen leben.
    • Eskimo 28.07.2020 11:04
      Highlight Highlight Denkst du mit strengeren Waffengesetzen geben die Gangs in der Bronx ihre Waffen ab?
    • Scrat 28.07.2020 11:30
      Highlight Highlight Nein, aber die amerikanische Strategie, Waffen mit noch mehr Waffen bekämpfen zu wollen, ist offensichtlich schon längstens gescheitert - nur zugeben kann/will das niemand, weil die Waffenlobby zu mächtig ist. Dass das Problem auch nicht in kürzester Zeit gelöst werden kann, dürfte auch klar sein - es wird Jahre wenn nicht Jahrzehnte brauchen. Aber ohne ein Umdenken wird sich leider nie etwas ändern.
    • Eskimo 28.07.2020 11:50
      Highlight Highlight Wie gesagt. Auch wenn ein Umdenken stattfindet.. die Gangmitglieder und andere kriminelle wird das kaum interessieren. Ein Gesetz das nicht durchgesetzt werden kann ist nutzlos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ikbcse 28.07.2020 08:13
    Highlight Highlight Endlich wird auch Watson auf die gewaltsamen Ausschreitungen aufmerksam. Noch immer wird zwar im Artikel versucht, zu verharmlosen und irgendwelche friedlichen Proteste gegen Rassismus hervorzuheben, doch dauert diese Randale und Gesetzlosigkeit nun seit Wochen an. Da gibt es schlichtweg nichts zu beschönigen oder irgendwelche Zerstörungswut und Gewalt zu rechtfertigen, nur weil der ungeliebte Trump hart gegen diese durchgreifen will. Von Polizei abschaffen oder bei der inneren Sicherheit sparen zu reden ist unter diesen Umständen einfach nur menschenverachtend.
  • Der Buchstabe I 28.07.2020 08:12
    Highlight Highlight "Über die Ursachen der Gewaltwelle in der US-Ostküstenmetropole wird gerätselt."

    Hmmm.. an einem unfähigen nd narzisstischen Präsidenten kann es schonmal nicht liegen. Auch nicht an einem fehlenden Sozialsystem. Krankenkassen haben ja auch alle. Waffen sind auch kein Problem. Oder Perspektivlosigkeit. Oder Rassismus.

    Wieso könnten die Leute also gewalttätig werden?

    Ist mkr ein Rätsel.

    Disclaimer für Humorbehinderte: Sarkasmus.
  • walsi 28.07.2020 08:11
    Highlight Highlight Ja was haben die Leute denn erwartet? Was passiert wohl, wenn man bei der Polizei spart und von den Polzisten verlangt, dass sie sich zurück halten? Die Verbrecher empfinden das super und gehen vergnügt ihren Geschäften nach und halten sich vor Lachen den Bauch.
    • Der Buchstabe I 28.07.2020 08:23
      Highlight Highlight Ja, liegt sicher nicht an den sozialen missständen oder einer unfähigen kartoffel als präsidenten, sondern an zu wenig polizeigewalt.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 28.07.2020 08:25
      Highlight Highlight Als ob die Polizei in den USA keine Verbrecher wären...

      Die Vereinigten Staaten der Kriminellen. Und der Präsident ist der Pate.
    • P.Rediger 28.07.2020 08:26
      Highlight Highlight Ja genau. Die Anzahl der verfügbaren Schusswaffen, die steigende Arbeitslosigkeit, die mangelnde Ausbildung der Polizei und die Isolation auf Grund des Virus dürften den grösseren Einfluss haben, denn die Sparmassnahmen bei der Polizei kommen wohl eher mittel- und langfristig zum Tragen. Zudem heizt die Regierung ja mit ihrem Vorgehen und ihrer Rhetorik die Spannungen zusätzlich an. Und die Polizei muss sich nicht zurückhalten, sie soll einfach nicht sinnlose Gewalt einsetzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • deejay sensation 28.07.2020 08:05
    Highlight Highlight Ich sags nochmal, die grösste Gefahr für einen Afroamerikaner zu sterben ist seine eigene Community. Das zeigt jede Statistik. Es ist völlig absurd zu glauben, dass man als Afroamerikaner aus dem Haus geht und gleich vom nächsten Polizisten erschossen wird. Dass es schlechte Cops gibt, streitet niemand ab. Aber weniger Polizei bedeutet mehr Macht für die Gangs. Stattdessen folgen Menschen eine marxistische Bewegung, dass als politisches Instrument der progressiven Linken eingesetzt wird und Kinder ausgenutzt, weisse und asiatische Kinder zu hassen.
  • Dr no 28.07.2020 07:55
    Highlight Highlight Wundert mich überhaupt nicht. Die Demos gegen Polizeigewalt waren erfolgreich: Die Polizei zieht sich zurück, dafür bekommen die Verbrecher mehr Spielraum. Vielleicht merken die Leute nach ein paar Morden, was sie an der Polizei haben.
  • banda69 28.07.2020 07:46
    Highlight Highlight Ein Rechtspopulist an der Macht und das Land versinkt in Chaos. Und ja. Rechtspopulisten schaden. Immer.

    • Skip Bo 28.07.2020 11:57
      Highlight Highlight Wie erreicht man "weniger Rechtspoulismus"?
      Dein Gejammer ohne konkrete Lösungsansätze nervt...
    • Brockoli 28.07.2020 14:22
      Highlight Highlight Man kann Trump viel zuschieben, aber die Lokalpolitik wird von Lokalpolitikern gemacht. Diese sind im Falls von Chicago und New York, zwei der momentanen Hotspots, beide Demokraten. Beide Bundesstaaten werden von Demokraten regiert. Nicht, dass beide Städte unter Obama viel besser dran gewesen wären...
    • banda69 28.07.2020 15:20
      Highlight Highlight @skip

      Ganz einfach.

      Man erwähnt bei jeder Gelegenheit den Schaden, den Rechtspopulisten wie Trump oder die SVP verursachen, oder die Lügen, die sie verbreiten, und und und.
  • Karl Marx 28.07.2020 07:41
    Highlight Highlight Das hat man halt, wenn man "defund the police" fordert...
  • Militia 28.07.2020 07:36
    Highlight Highlight Die USA sind in jeder Hinsicht so was von erledigt. Was die Sowjets nicht geschafft haben ist nun trotzdem Realität geworden - die USA ist eine "Failed Superpower" oder mindestens auf bestem Wege dazu eine zu werden.

Wer sagt, im ÖV sei es langweilig, der lügt! 27 Bilder als Beweis

Das BAG hat die Home-Office-Empfehlung wieder aufgehoben. Die logische Schlussfolgerung: Die Anzahl Personen in den Zügen, Trams und Bussen wird wieder steigen. Das Gute daran: Im ÖV gibt es immer einiges zu sehen! Diese Woche noch ohne Maske...

(Wir haben im Nachhinein zwei Bilder entfernt, weil sie etwas unpassend waren. Exgüse.)

(smi)

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