«Abscheulich»: Freunde und Weggefährten trauern – Hollywood-Stars stellen sich gegen Trump
Die Trauer um das jüngste Opfer, das gegen Trumps Abschiebepolitik protestiert hatte, ist gross in Amerika. Am Ort, wo Alex Pretti von mehreren Bundesbeamten umzingelt, niedergedrückt und schliesslich erschossen worden war, liegen nun Blumen, Kerzen und Abschiedskarten.
Derweil verbreitet sich im Internet ein Video, das Pretti bei der Arbeit zeigt. Geteilt wurde es von Mac Randolph, dessen Vater Veteran war und von Pretti gepflegt worden war. Als der Vater starb, hielt Pretti die Abschiedsrede, den letzten Salut. «Freiheit ist nicht gratis, man muss sie sich erarbeiten», sagt er während seiner Rede.
Randolph postete das Video mit den Worten «RIP Alex Pretti». Er habe das Video eigentlich nie teilen wollen, doch die Rede bringe es auf den Punkt. «Mein Vater würde sich durch Alex' Opfer geehrt fühlen und wäre beschämt ob dieser aktuellen Regierung.» Er wolle alle dazu ermutigen, den «guten Kampf zu kämpfen», schreibt Randolph weiter. Und: «Bitte teilt das, damit sie nicht seinen Charakter töten können.»
Derweil zeigen sich auch viele Prominente schockiert ob des jüngsten Vorfalls. Ariana Grande, Tessa Thompson, Natasha Lyonne, aber auch Oscargewinnerin Natalie Portman und Olivia Wilde verurteilen das Vorgehen. «Wir können nicht einen Tag länger so tun, als wäre das die neue Normalität», sagte Wilde am Sundance Film Festival zum Magazin «Variety». «Menschen werden umgebracht.» Sie wolle nicht, dass dies zur Normalität werde, sagte die Schauspielerin. «Es ist abscheulich.»
Auch Natalie Portman fand deutliche Worte: «Wir befinden uns in einem Moment der Geschichte unseres Landes, der ziemlich verheerend ist.»
Die Regierung hingegen stellte sich bisher auf die Seite der Grenzschützer. Kritischen Fragen wich Heimatschutzministerin Kristi Noem jedoch aus. (vro/sda)
