International
USA

Atomwaffenvertrag zwischen USA und Russland läuft heute aus

FILE - U.S. President Barack Obama, left, and his Russian counterpart Dmitry Medvedev, right, shake hands at a news conference at the Prague Castle in Prague, Czech Republic,, April 8, 2010, after sig ...
Barack Obama und Dmitri Medwedew schlossen den New-Start-Vertrag 2010 ab.Bild: keystone

Atomwaffenvertrag zwischen USA und Russland läuft heute aus

Der Atomwaffenvertrag New Start zwischen den USA und Russland läuft heute als letztes grosses Abkommen zur nuklearen Abrüstung aus.
05.02.2026, 05:5205.02.2026, 05:52

Washington habe bis zuletzt nicht auf den russischen Vorschlag geantwortet, die festgelegten Obergrenzen für ein weiteres Jahr einzuhalten, sagte der aussenpolitische Sprecher von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, in Moskau. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass.

Unter den gegebenen Umständen gehe Moskau davon aus, dass die Vertragspartner nicht weiter an Verpflichtungen des Vertrags gebunden seien und grundsätzlich frei seien in der Wahl ihrer folgenden Schritte, teilte das russische Aussenministerium mit.

New Start war 2010 vereinbart worden und sah vor, die Arsenale auf 1'550 strategische Atomsprengköpfe und 700 einsatzbereite Trägersysteme für jede Seite zu beschränken. US-Präsident Donald Trump sagte zuletzt zum Ende des Vertrages: «Wir werden einfach ein besseres Abkommen machen».

Friedensforscher: Neue Phase erhöhter Gefahren

Allerdings befürchten viele Experten, dass es ohne New Start (Englisch: New Strategic Arms Reduction Treaty) zu einem neuen nuklearen Wettrüsten kommen könnte. «Das Auslaufen des New-Start-Vertrags läutet eine neue Phase erhöhter nuklearer Gefahren ein», kommentierte Karim Haggag, der Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri. Die europäischen Staats- und Regierungschefs sollten sich für Rüstungskontrolle einsetzen und auf die USA einwirken.

Washington fordert die Einbeziehung Chinas, das nuklear rasch aufrüstet, in ein künftiges Kontrollsystem. Peking lehnt dies bislang ab. Auch Moskau hält dies für unnötig, das chinesische Atompotenzial sei noch zu klein. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
5
Putin-Vertrauter dementiert Epstein-Verbindungen nach Moskau
Der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, hat Verdächtigungen einer Verstrickung des russischen Geheimdienstes in den Epstein-Skandal als Lüge zurückgewiesen. «Die verzweifelten, verkommenen und verlogenen linken Eliten verfallen in Panik und versuchen, in die Irre zu führen», schrieb er auf der Plattform X.
Zur Story