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USA heben zentrale Einschätzung zu Treibhausgasen auf

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US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass seine Regierung die «Gefährdungsfeststellung »der EPA aus dem Jahr 2009 aufheben werde.Bild: keystone

USA heben zentrale Einschätzung zu Treibhausgasen auf

12.02.2026, 20:4112.02.2026, 20:41

Die US-Umweltbehörde unter der Regierung von Präsident Donald Trump nimmt ihre wissenschaftliche Einschätzung zu den Gefahren von Treibhausgasen zurück. «Wir heben offiziell das sogenannte Endangerment Finding auf», sagte Trump im Weissen Haus.

Beim «Endangerment Finding» handelt es sich um eine wissenschaftliche Feststellung der Umweltbehörde aus der Amtszeit von Trumps demokratischem Vorgänger Barack Obama, wonach Treibhausgase eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen darstellen. Der Chef der Umweltbehörde EPA, Lee Zeldin, hatte bereits im Sommer vergangenen Jahres angekündigt, dass die Gefährdungsfeststellung zurückgenommen werden soll.

Ursprünglich hatte die EPA 2009 sechs Treibhausgase auf Basis zahlreicher wissenschaftlicher Studien als Luftverschmutzung und Gefährdung der Gesundheit von Menschen eingestuft. Dies war die Grundlage dafür, dass die Umweltbehörde die Gase laut einem zentralen Luftreinhaltegesetz überhaupt regulieren darf. Der «Clean Air Act» gibt der EPA die Befugnis, Schadstoffe in der Luft zu regulieren und Qualitätsstandards festzulegen. Das «Endangerment Finding» war damit zentral für viele Klimaschutzmassnahmen in den USA.

Bedeutung von Treibhausgasen für den Klimawandel

Treibhausgase gelten laut Forschung als Haupttreiber des menschengemachten Klimawandels. Seit dem späten 19. Jahrhundert haben die schädlichen Emissionen zu einem deutlichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur geführt. Dieser wirkt sich dem Weltklimarat IPCC zufolge in allen Weltregionen aus – etwa durch häufigere und heftigere Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen, Hitzewellen oder Dürren.

Um dem entgegenzuwirken, müsste der Ausstoss klimaschädlicher Treibhausgase schnell und deutlich sinken. Ausserdem müssten grosse Mengen bereits ausgestossener Gase wieder aus der Atmosphäre entfernt werden.

Die US-Regierung kürzt seit Trumps Amtsantritt allerdings rigoros Mittel für Klimaschutz und Forschung – etwa zum Thema globale Erwärmung. (sda/dpa)

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124 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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tops
12.02.2026 21:23registriert Juni 2018
Schade wird auch die Orange nicht erleben, dass er sein Gold Gelumpe am Ende halt nicht essen kann.
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Ichwillauchwassagen
12.02.2026 21:43registriert Mai 2019
Also hat Trump gerade entschieden, dass Wissenschaft von nichts eine Ahnung hat.
Doch, läuft im Land of the free.
Wann stellt er der kompletten Welt seine Erfindung von Teleportation, Zeitreisen und Überlicht Geschwindigkeit reisen vor?
Weil er weiss ja alles besser.
Ach genau, er ist immer noch kein Friedensnobelpreisträger, was Obama aber ist und bleibt.
Wenn schon retro Herr Trump, dann Postkutsche und kein Internet mehr.
Sozial Media Verbot für U-18 und Ü-70!
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Conny 56
12.02.2026 21:31registriert April 2024
So lange es Trump nicht persönlich trifft (Gesundheit) so lange gibt es bei ihm keine Klima Veränderung und schon gar nicht global.
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