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FILE - In this May 23, 2018, file photo, Paul Manafort, President Donald Trump's former campaign chairman, leaves the Federal District Court after a hearing, in Washington. As jurors weigh Manafort’s fate in a sprawling financial fraud case taking place in Alexandria, Va., Manafort still has another, separate trial looming in the nation’s capital. Neither case involves allegations of Russian election interference or possible coordination by the Trump campaign, which are at the heart of Mueller’s larger investigation. But President Donald Trump has expressed a keen interest in Manafort’s fate as he seeks to publicly undermine Mueller's probe. (AP Photo/Jose Luis Magana, File)

Amtete für Donald Trump als Wahlkampfmanager: Paul Manafort ist schuldig gesprochen worden.  Bild: AP/FR159526 AP

Bleibt er den Rest des Lebens im Gefängnis? Paul Manafort in 8 Punkten schuldig gesprochen



Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist in einem Prozess wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs in acht der 18 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

Die zwölfköpfige Jury habe ihre Entscheidung am Dienstag dem Gericht in Alexandria mitgeteilt, berichteten mehrere US-Medien am Dienstag übereinstimmend. Der 69-Jährige hatte auf nicht schuldig plädiert. In zehn Anklagepunkten konnten sich die Geschworenen auf kein Urteil verständigen.

Manafort droht damit eine Haftstrafe, die ihn für den Rest seines Lebens hinter Gitter bringen könnte. Die Höchststrafe beträgt 80 Jahre Gefängnis. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, den Finanzbehörden Einkünfte in Millionenhöhe verschwiegen zu haben, die er als politischer Berater in der Ukraine machte. Ausserdem ging es darum, dass er Banken belogen haben soll, um Kredite in Höhe von 20 Millionen US-Dollar zu bekommen.

Manaforts langjähriger Mitarbeiter und Weggefährte Rick Gates hatte den Angeklagten in dem Prozess schwer belastet. Er sagte, er habe gemeinsam mit seinem Chef 15 schwarze Auslandskonten unterhalten. Auf Anweisung des Beschuldigten habe er von dort Geld an Manafort geschickt, das als Darlehen statt als Einkommen deklariert gewesen sei, um Steuern zu hinterziehen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Prozess dargelegt, dass Manafort mit Überweisungen von den Konten teure Kleidung, Autos und Häuser gekauft hatte. Manaforts Verteidigung hatte Gates die Schuld an den illegalen Vereinbarungen gegeben. Gates hatte in dem Prozess zugegeben, dass er Geld aus der Firma unterschlagen hatte.

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Weiteres Gerichtsverfahren im September

Das Verfahren gegen Manafort war das erste, das sich im Zuge der Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller ergeben hat. Allerdings haben die Vorwürfe nicht mit dem Kern von dessen Ermittlungen zu tun – dort geht es um die Frage, ob es im US-Wahlkampf 2016 Absprachen des Trump-Lagers mit Russland gab. Trump nennt Muellers Untersuchungen eine «Hexenjagd», von Manafort hat er sich distanziert.

Manafort leitete von Juni bis August 2016 den Wahlkampf des Republikaners. Der Lobbyist und Politikberater war dabei unter anderem für den wichtigen Parteitag zuständig, bei dem sich Trump die Nominierung seiner Partei sicherte. Manafort ist ein langjähriger Berater der konservativen US-Republikaner, der zuvor bereits für andere Präsidenten arbeitete, darunter Ronald Reagan und George Bush.

Der 69-Jährige muss sich ab September in einem weiteren Prozess verantworten. In dem Verfahren in der Bundeshauptstadt Washington werden ihm unter anderem Geldwäsche, Falschaussage und kriminelle Verschwörung vorgeworfen. Auch in diesem Fall hat Manafort auf nicht schuldig plädiert. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • geistfrei 22.08.2018 06:56
    Highlight Highlight anwalt und wahlkampfmanager sind also schuldig gesprochen. gottseidank müssen sie nicht in den knast. im trumpsche newspeak heisst das ja eher „alternative freedom.
  • thelastpanda 22.08.2018 05:51
    Highlight Highlight Ich möchte jetzt Steuerhinterziehung nicht schön reden, aber bis zu 80 Jahre Gefängnis? Für einen Mord oder Vergewaltigung sitzen manche nur einen Bruchteil, wenn überhaupt. Manchmal habe ich echt Mühe, das amerikanische Rechtssystem zu verstehen.
    • MSpeaker 22.08.2018 08:45
      Highlight Highlight Es ist wie du richtig sagst bis z 80 Jahren. In den USA wird jede Strafftat einzeln gerechnet und dann zusammengezählt. Das heisst in diesem Fall, 8 Strafftaten mit jeweils einem Maximum von 10 Jahren. (kA ob es so verteilt ist). 10 Jahre Maximum kriegt man auch in der Schweiz mal noch schnell und für einen Mord oder Vergewaltigung gibt es definitiv viel Mehr.
    • INVKR 22.08.2018 08:53
      Highlight Highlight Eigentlich sitzt du für einen Mord in den USA fast sicher dein ganzes Leben ein, wenn du nicht sogar die Todesstrafe kriegst...
    • rauchfrei 22.08.2018 09:25
      Highlight Highlight Die 80 Jahre sind ja ohnehin nur theoretisch. Gemäss Spiegelonline: "Doch dies reicht aus, um ihn nach Ansicht von US-Rechtsexperten für etwa sieben bis elf Jahre hinter Gitter zu bringen."
  • Staatsgebeutelter 22.08.2018 04:02
    Highlight Highlight Wieso keine höheren Höchststrafen im Amiland?
    Z.B: 1500 Jahre für zu schnelles Fahren
    oder 850 Jahre für Rauchen bei Minderjährigen, in diesem Fall z.B. 37800 Jahre Höchststrafe. Die Amis merken nicht mehr wie verkommen ihre Gesellschaft selbst schon ist, da sind utopische Höchststrafen nur noch die Sahne auf dem Scheisshaufen, bringen oder verändern tun sie eh nichts mehr. Siedelt die Indianer wieder im Land an und gebt ihnen die Macht, die Weissen haben versagt, das Land liegt in Trümmern.
  • Vanessa_2107 22.08.2018 01:27
    Highlight Highlight Manaford habe ohne die Miene zu verziehen, zugehört als das Urteil verkündet wurde. Ich bin mir sicher, er hofft darauf, von Trump begnadigt zu werden, dieser Gangster.
  • Heinz Schmid 22.08.2018 00:21
    Highlight Highlight this goin' be good
  • Gurgelhals 21.08.2018 22:54
    Highlight Highlight Das Finale von Season 1 der Netflix-Serie "Stupid Watergate":

    In Virginia wird Trumps Kampagnenmanager in 8 Anklagepunkten schuldig gesprochen und exakt zur selben Zeit bekennt sich in New York Trumps Anwalt in 8 Punkten schuldig.

    Das ist wie Thomas Jefferson und John Adams, die damals am gleichen Tag gestorben sind, einfach viel viel dümmer.
    • Pana 21.08.2018 23:43
      Highlight Highlight “The Stupid Watergate, something with the potential gravity of Watergate, if the entire White House was on bath salts and Nixon was a raccoon with his head stuck in a jar of peanut butter.”

      John Oliver
  • qolume 21.08.2018 22:51
    Highlight Highlight *pops the corn*

Lauschangriff auf Donald Trumps Handy – ausgerechnet Israel soll ihn bespitzelt haben

Rund ums Weisse Haus in Washington D.C. wurden IMSI-Catcher gefunden ...

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