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From left, Vice President Mike Pence, President Donald Trump, Health and Human Services Secretary Alex Azar, meet with GlaxoSmithKline CEO Emma Walmsley, right, and other pharmaceutical executives in the Cabinet Room of the White House, Monday, March 2, 2020, in Washington. (AP Photo/Andrew Harnik)
Donald Trump,Mike Pence,Alex Azar,Emma Walmsley

Ein nachdenklicher Donald Trump macht im Kreise von Fachleuten Vorschläge zur Bekämpfung des Coronavirus. Bild: AP

Trump: «Können wir nicht einfach einen soliden Grippe-Impfstoff nehmen?»



Das Coronavirus kommt für Donald Trump ungelegen. Die US-Börse rasselt in den Keller, die Angst geht um. Läuft die Wirtschaft nicht, verschlechtern sich die Aussichten auf eine Wiederwahl.

Noch vor wenigen Tagen behauptete Trump, die Medien würden das Thema aufblasen, um ihm zu schaden. Auf einer Wahlkampfveranstaltung sagte er gar, das Coronavirus sei ein Hoax, ein Scherz, der Demokraten.

Die Realität hat Trump mittlerweile aber eingeholt. Auch in den USA haben sich Dutzende Personen mit dem neuen Virus angesteckt, mindestens sechs Menschen sind ums Leben gekommen.

Der US-Präsident sah sich also gezwungen, eine Task-Force zusammenzutrommeln, welche sich am Montag im Weissen Haus einfand. Mit am Tisch einige der führenden Mediziner des Landes und die wichtigsten CEOs der Pharma-Branche.

Trump machte ohne Umschweife klar, was er will: Einen Impfstoff. Und zwar so schnell wie möglich. Noch am Donnerstag wurde er von Anthony Fauci, dem Vorstehenden des Nationalen Instituts für Allergien und ansteckende Krankheiten, darüber informiert, dass es mindestens 12 bis 18 Monate gehe, bis ein Impfstoff einsatzfähig sei.

Das ist Trump offenbar nicht genug schnell. Der US-Präsident machte Druck auf die anwesenden Pharma-CEOs, den Impfstoff so schnell wie möglich bereit zu stellen.

Nachdem Leonard Schleifer, der Gründer und CEO von «Regneron» sagte, seine Firma werde bis August 200'000 Dosen bereit haben, fragte er ihn: «Das heisst, Sie werden den Impfstoff früher einsatzbereit haben?» Bezugnehmend auf einen anderen CEO im Raum, fuhr Trump fort: «Das wäre dann schneller als bei John?»

Die Runde musste Trump korrigieren. Im August sei man frühestens bereit, in die zweite Runde zu gehen und mit den Tests zu beginnen. «Wir werden dann noch keinen Impfstoff haben. Wir werden den Stoff erst testen», so Fauci.

Darauf Trump: «Wie lange wird das gehen?»

CEO: «Einige Monate, dann gehen wir in Phase drei.»

Trump: «Okay. Also sprechen wir von innerhalb einem Jahr.»

Fauci: «Ein Jahr bis eineinhalb Jahre.»

Trump: «Nun, aber, Lenny spricht doch von zwei Monaten, nicht?»

Leonard Schleifer: «Ein bisschen länger. Ein bisschen länger.»

Trump: «Einige Monate, nicht? Ich meine, einige Monate klingt einfach besser, um ehrlich mit Ihnen zu sein.»

Paul Stoffels, der wissenschaftliche Leite von Johnson & Johnson, versuchte der Diskussion ein Ende zu setzen und erklärte: «Wir müssen hier sehr vorsichtig sein. Wenn wir mehrere Hundert Millionen Menschen impfen ...»

Trump: «... Dann, müssen wir sicher sein, dass es funktioniert.»

Stoffels: «Dass es funktioniert und sicher ist. Ja.»

Trump: «Und, dass es nicht schmerzt. Richtig.»

Doch Trump wollte nicht so leicht aufgeben und wartete mit einem Vorschlag auf. Er fragte, die Fachleute, ob man nicht einfach einen «soliden Grippe-Impfstoff» verwenden könne. Der Präsident erntete ein entschiedenes: «Nein.» (cma)

Willst du mehr über den Prozess wissen, wie der Impfstoff hergestellt wird? Dann geht es hier lang:

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Das Coronavirus breitet sich aus

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Das Coronavirus breitet sich aus (Ende Februar)
quelle: keystone / anthony anex
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