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epa05083336 Democratic Presidential hopeful Hillary Clinton speaks during a town hall meeting in Portsmouth, New Hampshire, USA 29 December 2015. Clinton is campaigning in New Hampshire leading up to the New Hampshire primary.  EPA/CJ GUNTHER

In einer E-Mail, die Hillary Clinton erhalten hat, ist die Rede von «einem der grössten Dummköpfe».
Bild: CJ GUNTHER/EPA/KEYSTONE

Amerikaner rätseln über «einen der grössten Dummköpfe» im US-Aussenministerium

Nach der Veröffentlichung weiterer E-Mails von und an die US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton aus ihrer Zeit als Aussenministerin wird in den USA über «einen der grössten Dummköpfe» des Aussenministeriums gerätselt.



In einer der 5500 E-Mails, die am Neujahrstag veröffentlicht wurden, zitierte Clintons Berater Sidney Blumenthal am 31. März 2011 den ehemaligen US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, zur anstehenden Entscheidung über einen Nachfolger für den damaligen Staatssekretär für politische Angelegenheiten im US-Aussenministerium, William Burns.

«Nur um das einmal festzuhalten, wenn sie es nicht schon weiss, ... ist einer der grössten Dummköpfe im Auswärtigen Dienst», warnte Kornblum demnach vor einem Kandidaten, dessen Name in der nun veröffentlichten E-Mail geschwärzt wurde. «Nicht nur, dass er nicht mit den Leuten auskommt oder klar über irgendetwas denken kann, er ist während der Bush-Regierung auch vollkommen zur dunklen Seite übergelaufen», kritisierte der Diplomat laut Blumenthal offenbar mit Blick auf die Regierungszeit des republikanischen Präsidenten George W. Bush.

«Einmal hat er mich bei einer Konferenz regelrecht niedergeschrien, weil ich nahegelegt habe, dass die Bush-Regierung den US-Beziehungen zu Europa schadet», beklagte sich Kornblum, der von 1997 bis 2001 US-Botschafter in Deutschland war, der E-Mail zufolge.

30'000 Mails ausgehändigt

Clinton hatte im März zugegeben, als Aussenministerin von 2009 bis 2013 keine dienstliche E-Mail-Adresse verwendet zu haben. Rund 30'000 E-Mails aus dieser Zeit händigte sie an das Aussenministerium aus. Die Schriftstücke werden derzeit komplett gesichtet und soweit zulässig in Etappen bis zum 20. Januar veröffentlicht. Gut 30'000 weitere E-Mails, die nach ihren Angaben privater Natur waren, hatte Clinton löschen lassen.

Die Angelegenheit belastet Clintons Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, dennoch liegt sie in dem Rennen klar vorne. Die Republikaner werfen der Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton vor, die private Adresse benutzt zu haben, um ihre Korrespondenz unter Verschluss zu halten.

Clinton erklärte dagegen, sie habe dies aus Bequemlichkeit getan, um ein einziges Smartphone verwenden zu können. Das US-Justizministerium untersucht, ob durch Clintons E-Mail-Nutzung möglicherweise geheime Informationen preisgegeben wurden. Hunderte E-Mails wurden mittlerweile rückwirkend als vertraulich eingestuft. (viw/sda/afp)

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