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epaselect epa08665588 Berry Creek volunteer fire chief Reed Rankin (L), who lost his home in the fire, surveys the Station 61, where he has worked at for over 25 years, after it was destroyed by the Bear fire, part of the North Complex fires, in Berry Creek, California, USA, 12 September 2020. According to reports, more than 100 wildfires are burning across 12 western USA states.  EPA/PETER DASILVA

Waldbrände lodern in einem Dutzend Staaten im Westen der USA, darunter in Utah, Wyoming, Arizona, Colorado und Idaho. Bild: keystone

Diese 5 Bilder zeigen das Ausmass der Waldbrände in den USA



Im Westen der USA haben Dutzende Waldbrände auch am Wochenende Zehntausende Einwohner in Angst und Schrecken versetzt. Mindestens 33 Menschen kamen laut dem US-Sender NBC alleine in den drei Westküstenstaaten Kalifornien, Oregon und Washington ums Leben. Dort erreichten einige der Brände bereits nie dagewesene Ausmasse.

Alleine für Kalifornien gab es Berichte über 22 Tote seit Ausbruch der ersten Feuer Mitte August. Zehn Opfer wurden zudem aus Oregon gemeldet. Darunter befand sich auch ein 13-jähriger Junge, der mit einem Hund auf seinem Schoss starb, als die Familie versuchte, im Auto vor den Flammen zu fliehen, wie der US-Sender CNN schrieb. Ein weiterer Mensch fand im Nachbarstaat Washington den Tod.

Smoke from wildfires fills the sky over Pasadena, Calif., in this view looking east down Colorado Boulevard on Saturday, Sept. 12, 2020. The air was categorized as unhealthy by the South Coast Air Quality Management District. The National Weather Service said there were widespread smoke layers across the region. (AP Photo/John Antczak)

Die kalifornischen Stadt Pasadena ist in dicken Smog eingetaucht. Bild: keystone

In den drei Staaten entlang der Küste waren zudem Dutzende Menschen als vermisst gemeldet, lokale Behörden befürchteten weitere Todesopfer. Der dichte Rauch von Waldbränden zog über Städte wie Pasadena in Kalifornien. Die Luft wurde von der Umweltbehörde South Coast Air Quality Management District als ungesund eingestuft.

«Ganze Städte sind niedergebrannt», berichtete CNN am Samstag. Zehntausende Menschen mussten auf der Flucht vor den Flammen bereits ihre Wohnungen verlassen, Hunderttausende sind allein in Oregon angewiesen, sich zumindest auf eine Evakuierung vorzubereiten. Laut «New York Times» war in den vergangenen Wochen eine Fläche von umgerechnet rund 20'200 Quadratkilometern Waldgebiet abgebrannt, in etwa die Fläche von Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt.

George Coble geht durch die Überreste seines Hauses im Bundesstaat Oregon, das durch einen Waldbrand zerstört wurde. Foto: John Locher/AP/dpa

George Coble geht durch die Überreste seines Hauses im Bundesstaat Oregon, das durch einen Waldbrand zerstört wurde. Bild: sda

Zehntausende Feuerwehrleute kämpften am Samstag weiter gegen die Waldbrände, an einigen Orten stabilisierte sich die Lage etwas. Im Bundesstaat Oregon wurden laut der Zeitung «The Oregonian» die Evakuierungs-Warnstufen in einigen Gebieten gelockert. Dort und in Kalifornien hofften die Behörden auf eine Entspannung durch günstige Winde, möglichen Regen und niedrigere Temperaturen.

Doch die diesjährige Feuersaison dauere noch mindestens sieben Wochen an, schrieb «USA Today». Die Feuerwehr rief deshalb die Menschen an der Westküste auf, wachsam zu bleiben: «Lasst euch nicht von den kühleren Temperaturen täuschen», zitierte die Zeitung David Berlant von der kalifornischen Behörde Cal Fire. «Historisch gesehen gibt es im September und Oktober die grössten und zerstörerischsten Waldbrände.» An einigen Orten nahm die Polizei Medienberichten zufolge mutmassliche Brandstifter fest.

US-Präsident Donald Trump will sich am Montag zum ersten Mal persönlich in Kalifornien über die Waldbrände unterrichten lassen. Trump werde McClellan Park besuchen, eine Siedlung nördlich von Sacramento im Zentrum des Bundesstaates, bestätigte Sprecher Judd Deere am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Er werde dort an einer Besprechung mit Einsatzkräften der Region und des Bundes teilnehmen. Trump hatte für das Wochenende und den Beginn der Woche Wahlkampftermine im angrenzenden Bundesstaat Nevada geplant, laut US-Medien war auch ein Termin in Arizona am Montag vorgesehen.

Firefighters with the Monitor Fire Department wait alongside the road surrounded by smoke in an area destroyed by a wildfire Saturday, Sept. 12, 2020, near Mill City, Ore. (AP Photo/John Locher)

Feuerwehrleute in Oregon versuchen den Buschbränden Herr zu werden. Bild: keystone

Ihm breche das Herz, schrieb Oregons Senator Jeff Merkley am Samstag auf Twitter zu Bildern von abgebrannten Häusern. «Dies ist die Verwüstung, die ich heute sehe, hinterlassen von diesen nie gesehenen Waldbränden. Strassenzüge von Häusern und Geschäften, Hoffnungen und Träume, Geschichte und Zukunft, alles dezimiert.»

In diesem Jahr waren in Oregon laut «New York Times» wegen grosser Trockenheit besonders die Böden im Nordwesten des Staates ausgedörrt, wodurch die Brände auch in Regionen vordringen, die typischerweise nicht von Feuern betroffen sind. In Oregon kamen die Brände am Samstag auch der Grossstadt Portland nahe. Laut der Datenbank IQAir war sie weltweit die Stadt mit der grössten Luftverschmutzung. Auch auf CNN hatten Ärzte berichtet, dass die Luftqualität in vielen Städten ein gesundheitsschädliches Niveau erreicht habe.

Waldbrände lodern in einem Dutzend Staaten im Westen der USA, darunter in Utah, Wyoming, Arizona, Colorado oder Idaho, wie die Bundesbehörde National Interagency Fire Center am Samstag mitteilte. Mehr als 29'000 Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte kämpfen laut der Behörde in der gesamten betroffenen Region gegen die Flammen an. Insgesamt sei bereits eine Fläche von 4,7 Millionen Acres (gut 19'000 Quadratkilometer) verbrannt, ein Grossteil davon mit mehr als 12'700 Quadratkilometern in Kalifornien.

A trike that was in a small park along Detroit Avenue still stands near the Lake Detroit Market, Friday, Sept. 11, 2020, in Detroit, Ore. Smoke that poses a health hazard to millions is blanketing the West Coast as firefighters battle deadly wildfires that obliterated some towns and created tens of thousands of refugees. (Mark Ylen/Albany Democrat-Herald via AP)

Ein Velo, dass den Bränden Stand gehalten hat in der Nähe des Lake Detroit Market. Bild: keystone

«Wir befinden uns in einer Klimakrise», hatte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Freitag bei einem Ortsbesuch in den ausgebrannten Wäldern nahe der Ortschaft Oroville erklärt. Viele Wissenschaftler hätten diese Entwicklung schon vor Jahren vorausgesagt.

Es gilt unter Wissenschaftlern als sicher, dass die Klimakrise Wetterextreme verschärft, die zu heftigeren Waldbränden beitragen. Schon jetzt zählen sechs der derzeitigen Brände zu den 20 grössten in der Geschichte Kaliforniens seit Beginn der Aufzeichnungen um 1930. (sda/dpa)

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