DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

CIA-Folterbericht wird wahrscheinlich für immer geheim bleiben

02.06.2017, 21:1903.06.2017, 15:07

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat laut einem Zeitungsbericht damit begonnen, Kopien des CIA-Folterberichts an den Kongress zurückzugeben. Die CIA und das Büro des Nationalen Geheimdienstdirektors hätten ihre Exemplare an den Senat übergeben, berichtete die «New York Times» am Freitag unter Berufung auf Kongresskreise.

Dies eröffne die Möglichkeit, dass die Exemplare vom Senat unter Verschluss gehalten würden und von der Vorschrift ausgenommen blieben, wonach Regierungsunterlagen öffentlich gemacht werden müssen, heisst es weiter.

Der Bericht gibt Einblick in die umstrittenen Verhörmethoden der CIA. Der Geheimdienstausschuss des Senats kommt darin zu dem Schluss, dass die Folterpraktiken des Auslandsgeheimdienstes nach den Terroranschlägen von 2001 weitaus brutaler waren als zunächst bekannt.

Unter Obama wurde Bericht nicht zurückgegeben

Gefangene wurden demnach in geheimen Gefängnissen zum Teil bis zur Bewusstlosigkeit gequält, um Aussagen zu erzwingen. Die Folter wurde als «erweiterte Verhörmethode» bezeichnet. Dazu zählte das berüchtigte «Waterboarding» (simuliertes Ertränken).

Waterboarding – eine der vielen Foltermethoden, die die CIA anwendet.
Waterboarding – eine der vielen Foltermethoden, die die CIA anwendet.Bild: EPA

Der Geheimdienstausschuss veröffentlichte 2014 eine Zusammenfassung des mehr als 6000 Seiten starken Berichts. Von dem gesamten Report gibt es nur wenige Exemplare, die unter Verschluss gehalten werden. Der Ausschuss übergab mehrere Kopien an verschiedene Regierungsbehörden.

Nachdem die Republikaner 2015 die Mehrheit im Senat übernommen hatten, ordnete der konservative Ausschussvorsitzende Richard Burr an, dass diese zurückgegeben werden müssen. Die Regierung von Barack Obama kam dem nicht nach. (sda/dpa)

Guantanamo

1 / 11
Guantanamo
quelle: epa/epa / jim lo scalzo
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

26 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Töfflifahrer
02.06.2017 22:06registriert August 2015
Das heisst wohl, wir müssen davon ausgehen, dass das Schlimmstmögliche das wir uns vorstellen können noch nicht reicht!
Wow, die stellen sich freiwillig auf eine Stufe mit GESTAPO, STASI und KGB?
697
Melden
Zum Kommentar
avatar
VoiceInTheDarkness
02.06.2017 22:10registriert April 2017
Einfach nur unmenschlich, solche Dinge zu tun...
643
Melden
Zum Kommentar
avatar
willi22
03.06.2017 01:29registriert November 2015
Gehen über Leichen und sind nichts und niemandem rechenschaft schuldig. Hmmm Wie nennt man diese Staatsform nun schon wieder?
412
Melden
Zum Kommentar
26
Er tötete wohl hunderte Tiere – berüchtigter Trophäenjäger in Südafrika erschossen

Im Facebook-Feed von Riaan Naude findet man diverse Bilder von getöteten Wildtieren. Kleine Kinder posieren dabei vor toten Giraffen, Löwen und sogar Elefanten. Er selbst war einer der berüchtigtsten Trophäenjäger im Norden Südafrikas und bot mit seinem Unternehmen Pro Hunt Africa die Jagd auf alle Wildtiere an. Nun wurde der Grosswildjäger tot bei seinem Auto aufgefunden, wie lokale Medien berichten.

Zur Story