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In this image made from video and released by WRCB-TV, authorities work an active shooting scene on amincola highway near the Naval Reserve Center, in Chattanooga, Tenn. on Thursday, July 16, 2015. Chattanooga Mayor Andy Berke says police are pursuing an active shooter after reports of a shooting at the military reserve center. (WRCB-TV via AP) MANDATORY CREDIT

Der mutmassliche Täter wurde von der Polizei von Tennessee erschossen. Bild: AP/WRCB-TV

Fünf Tote nach Schiesserei in US-Marine-Einrichtung – Polizei schliesst Terrorakt nicht aus



Bei einem Angriff auf US-Militäreinrichtungen im Bundesstaat Tennessee sind am Donnerstag vier Soldaten und der mutmassliche Schütze getötet worden. Das FBI erklärte, betroffen seien zwei Marine-Einrichtungen in Chattanooga. Bei den Opfern handle es sich um Marineinfanteristen.

Der Angreifer hatte Behördenangaben zufolge am Vormittag kurz vor 11.00 Uhr zunächst eine Militäreinrichtung in Chattanooga angegriffen, war mit dem Auto weggefahren und hatte dann an einer zweiten Einrichtung erneut das Feuer eröffnet. Laut Medien handelte es sich um ein Rekrutierungsbüro der US-Marine sowie eine Reservistenkaserne.

Der Mann selbst sei dann bei einem Feuergefecht mit der Polizei erschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Das FBI teilte mit, der Angreifer habe «zahlreiche Waffen» mit sich geführt. Es seien drei weitere Personen bei dem Vorfall verletzt worden, darunter ein Polizist und ein weiterer US-Marine. 

Reserve Recruitment personnel stand outside a Navy recruiting building as the area is cordoned off with blue shell casing markers in the parking lot on Thursday, July 16, 2015 in Chattanooga, Tenn.  At least two military facilities in Tennessee were attacked in shootings Thursday, including one at a Navy recruiting building, officials said.    (Tim Barber/Chattanooga Times Free Press via AP) THE DAILY CITIZEN OUT; NOOGA.COM OUT; CLEVELAND DAILY BANNER OUT; LOCAL INTERNET OUT; MANDATORY CREDIT

Bild: AP/Chattanooga Times Free Press

Der Täter fuhr nach Angaben der Ermittler mehrere Kilometer von einem Tatort zum nächsten. Nach 30 Minuten sei alles vorbei gewesen. Die Staatsanwaltschaft von Ost-Tennessee sprach zunächst von einem einheimischen Terrorakt.

Die Bundespolizei FBI identifizierte den Schützen als den 24-jährigen Mohammod Youssuf A.. Medienberichten zufolge handelte es sich um einen US-Bürger kuwaitischer Abstammung. 

Keine Hinweise auf IS-Verbindung

Der leitende FBI-Ermittler Ed Reinhold erklärte, dass eine Verbindung zu internationalen Terroristen ebenso wie «ein einfacher krimineller Akt» nicht ausgeschlossen seien. «Wir verfolgen jede mögliche Spur», sagte Reinhold. Der Mann soll nicht in einer der beiden Marineeinrichtungen angestellt gewesen sein. 

Aus Militärkreisen in Washington hiess es, derzeit gebe es keine Hinweise auf eine Verbindung des Schützen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und anderen Extremistengruppen.

«Das ist ein trauriger Tag für die Vereinigten Staaten», sagte Staatsanwalt Bill Killian bei einer Medienkonferenz. «Diese Militärangehörigen haben ihrem Land stolz gedient und sind diesen Schiessereien zum Opfer gefallen.» Die Polizei von Chattanooga sprach von einem «brutalen und schamlosen» Attentat.

Aus Cabrio geschossen

Eine Augenzeugin sagte dem Nachrichtensender CNN, dass ein Mann aus seinem offenen Cabrio heraus wild um sich geschossen habe. Der Mann habe «20, 30 Sekunden» lang geschossen und mehrfach nachgeladen, sagte die Frau. Passanten flüchteten in umliegende Gebäude, hiess es. Die Polizei hatte die Gegend zeitweise abgesperrt.

Bürgermeister von Chattanooga twitterte:

Das nahe gelegene Chattanooga State College berichtete auf Twitter ebenfalls von Schüssen ausserhalb des Campus und rief dazu auf, die Gebäude nicht zu verlassen und die Türen zu schliessen. Der Betrieb des Colleges wurde vorübergehend eingestellt. Einige Geschäfte schlossen aus Sicherheitsgründen ebenfalls für den Rest des Tages.

Die Tat sei «herzzerreissend», sagte US-Präsident Barack Obama vor Journalisten. Der Angriff sei allem Anschein nach von einem Einzeltäter verübt worden. (sda/reu/afp/dpa)

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