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Washington D.C. soll US-Bundesstaat Nummer 51 werden



Washington soll weiterer Gliedstaat der USA werden - zumindest nach Wunsch der Mehrheit im US-Repr

Washington D.C. Bild: sda

Das US-Repräsentantenhaus will dem Hauptstadtbezirk Washington erstmals den Status eines Bundesstaates zuerkennen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde am Freitag (Ortszeit) mit der Mehrheit der US-Demokraten in der Parlamentskammer verabschiedet.

Im Senat – der zweiten Parlamentskammer, in der die Republikaner von US-Präsident Donald Trump die Mehrheit haben – dürfte der Gesetzesentwurf allerdings scheitern. Der Hauptstadtbezirk («District of Columbia») entsendet derzeit nur einen nicht stimmberechtigten Vertreter ins Repräsentantenhaus. Im Senat sind der Bezirk und seine Bewohner gar nicht vertreten.

Hauptstadt-Bürgermeisterin Muriel Bowser schrieb auf Twitter: «Als Washingtoner und als steuerzahlende amerikanische Bürger fordern wir das, was uns zusteht – die Rechte, die uns die Verfassung der Vereinigten Staaten garantiert.» Die Hauptstadt-Bewohner beklagen seit langem, dass sie Steuern zahlen, ohne im Parlament vertreten zu sein – ein entsprechender Slogan («Taxation without Representation») prangt sogar auf Nummernschildern von Fahrzeugen, die in Washington zugelassen sind.

Der Gesetzesentwurf sähe für den dann 51. US-Bundesstaat den Namen «Staat Washington, Douglass Commonwealth» vor. Damit würde zum einen dem ersten US-Präsidenten George Washington Tribut gezollt, aber auch dem früheren Sklaven Frederick Douglass, der im 19. Jahrhundert einer der prominentesten Aktivisten für die Abschaffung der Sklaverei war. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 27.06.2020 12:03
    Highlight Highlight Der Vorstoss wäre ehrlich, wenn er das Gleiche auch für die Aussengebiete fordern würde.
  • rburri68 27.06.2020 10:33
    Highlight Highlight Also will man einen Aktivisten gegen Sklaverei ehren, aber gleichzeitig auch den Staatsgründer, welcher selber 317 Sklaven besass? Doch, klingt sinnvoll.
  • lilie 27.06.2020 09:48
    Highlight Highlight Tja, die USA und ihre Versuche, eine Demokratie zu sein. 😏

    Ich fände es cool, wenn der neue Staat einfach "Douglass" heissen würde. Einen Staat Washington gibts doch schon. 😃
  • NicksName 27.06.2020 09:39
    Highlight Highlight Ich sehe schon, dass der Status von Washington künftig alle vier Jahre flip-flopt: Bundesstaat Ja bei dem. Mehrheit, Nein bei rep. Mehrheit. Und an der Beflaggung der Häuser kann man erkennen, welche Parteizugehörigkeit die Bewohner haben... Dems mit 51 Sternen und Reps mit 50...

    /Ironie off? Ich bin mir nicht mal sicher.
  • curiosity_killed_the_cat 27.06.2020 09:13
    Highlight Highlight DC hat zb mehr Einwohner als Wyoming. Gibt keinen plausiblen Grund, diesen Menschen das Wahlrecht vorzuenthalten.
    • BVB 27.06.2020 11:04
      Highlight Highlight Wieso Wahlrecht vorenthalten? Können diese den nicht schon jetzt wählen?
    • swisskiss 27.06.2020 12:43
      Highlight Highlight curiosity_killed_the_cat: Geht nicht um das Wahlrecht. Man kann selbstverständlich den Präsidenten wählen. Geht um den Status von DC. der kein Bundestaat, sondern Verwaltungsdistrikt unter Führung der Regierung ist. Somit ist der Präsident mit den gleichen Rechten wie ein Gouverneur ausgestattet und kann ( wie gerade geschehen) direkt National Guard Troops und State Guard Troops aufbieten.

      Was lediglich fehlt, ist legislative Vertretung in Kongress und Senat.
  • swisskiss 27.06.2020 08:06
    Highlight Highlight Lol-Schon klar, dass die Demokraten im Repräsentantenhaus das gerne möchten und die Reps im Senat dagegen sind. 2 sichere, demokratische Sitze mehr im Senat. Wie dominant die Dems in Washington DC sind, zeigen die letzten Präsidentschaftswahlen: Clinton 90% Trump 4%!
    Solange die Reps die Mehrheit im Senat haben, wird das nicht realisiert.
    • Alice36 27.06.2020 11:31
      Highlight Highlight Zum Glück ist das mit der Mehrheit bald vorbei. 😉

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