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«Wann können wir die Muslime loswerden?» – «Wir schauen uns das an» Echt jetzt, ruft Donald Trump dazu auf, die Muslime aus den USA zu entfernen?

«Wann können wir die Muslime loswerden?» – «Wir schauen uns das an» Echt jetzt, ruft Donald Trump dazu auf, die Muslime aus den USA zu entfernen?

18.09.2015, 10:4520.09.2015, 07:52

Der Mann hat Wut im Bauch. Er muss etwas loswerden, was ihn – und, glaubt man Statistiken aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Millionen andere Amerikaner – beschäftigt: die Muslime. Er stellt seine Frage, die eher einem verklausulierten Aufruf zur konfessionellen Säuberung gleicht, an einer Wahlkampfveranstaltung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

Bild
bild: screenshot/youtube
«Wir haben ein Problem in diesem Land: Muslime. Wir wissen, unser Präsident ist einer. Er ist nicht einmal Amerikaner. »

Worauf Trump antwortet: «Das ist eine wichtige Frage. Wir brauchen diese Frage.»

Der Fragesteller, ein Mittvierziger, Bürstenhaarschnitt, weiss, fährt fort:

US-Wahlen 2016
«In diesem Land gibt es immer mehr Camps, in denen sie [die Muslime] darauf trainiert werden, uns zu töten. »

Trump: Zustimmendes «Mmh».

«Das ist meine Frage: Wann können wir sie [die Muslime] loswerden?»

Eine wichtige Frage also, glaubt man Donald Trump, der auch schon die Menstruation zu einem Thema seines Wahlkampfs erhoben hatte. «Wir schauen uns diese Dinge an», antwortet er dem besorgten Bürger. «Viele Menschen stellen sich diese Frage. Viele Menschen sagen, da draussen geschehen schlechte Dinge. Wir werden uns das anschauen.»

Trump ist gemäss jüngsten Umfragewerten immer noch der führende Kandidat der Grand Old Party. Möglicherweise verliert der Milliardär aber nach dem schwachen Auftritt in der zweiten Fernsehdebatte der republikanischen Kandidaten seinen Status als Kronfavorit. Es wäre zu hoffen. Für die Muslime. Für die USA und für die ganze Welt. (wst)

(wst)

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