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Vehicles of the Kurdish peshmerga forces, carrying coffins containing the remains of Yazidis who were killed by militants of the Islamic State, make their way to Mazar Sharaf al-Din, north of Sinjar Mountain, August 13, 2015. Remains of 68 Yazidis killed by militants of the Islamic State after the fall of their ancient homeland of Sinjar last year were buried in the Shrine of Mazar Sharaf al-Din, north of Sinjar Mountain. REUTERS/Ari Jalal  NO ARCHIVES

Kurdische Peschmerga-Kämpfer im Irak. Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

USA werfen IS Senfgas-Angriff vor



Die US-Regierung hält es für wahrscheinlich, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) diese Woche Senfgas gegen kurdische Kämpfer im Irak eingesetzt hat. Die Chemiewaffen dürften entweder aus syrischen oder irakischen Beständen stammen.

«Auf Grundlage der Informationen, die wir bereits haben, halten wir das für plausibel», sagte ein US-Vertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Er bestätigte damit einen Bericht der US-Zeitung «Wall Street Journal».

Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, die US-Regierung bemühe sich um zusätzliche Informationen über die Anschuldigungen gegen den IS. «Wir nehmen diese und alle derartigen Anschuldigungen hinsichtlich des Einsatzes von Chemiewaffen sehr ernst», erklärte Pentagon-Sprecher Jeff Davis.

Angriff offenbar am Dienstag

Das «WSJ» hatte berichtet, die US-Regierung gehe von einem Senfgas-Einsatz durch den IS bei einem Angriff gegen kurdische Truppen im Irak in dieser Woche aus. Die Chemikalie stammte demnach womöglich aus den auf internationalen Druck aussortierten Beständen der syrischen Regierung oder aus dem Irak. Zum genauen Zeitpunkt des mutmasslichen Angriffs schrieb die Zeitung nichts.

Kurdische Kämpfer im Irak sagten AFP, der Angriff sei am Dienstag erfolgt. Nach Angaben eines hochrangigen Peschmerga-Vertreters im Irak gingen mit Chlorgas bestückte Katjuscha-Raketen auf die kurdischen Kämpfer nieder. Der Angriff habe sich in der Region Machmur rund 50 Kilometer südwestlich der Kurdenmetropole Erbil ereignet.

Deutsche Soldaten ungefährdet

Das deutsche Verteidigungsministerium erklärte am Donnerstag, von der Bundeswehr ausgebildete Kurden-Kämpfer im Nordirak seien offenbar zum Ziel eines Chemiewaffenangriffs geworden. Deutsche Soldaten in der Region seien aber «nicht betroffen und nicht gefährdet».

Später stellte das Verteidigungsministerium klar, dass die Bundeswehr am Ort des Geschehens «keine eigenen Quellen» habe. Die Informationen stammten nicht aus eigener Anschauung.

Deutschland unterstützt seit September vergangenen Jahres den Kampf der kurdischen Peschmerga gegen den IS mit Waffen und Schulungen. Derzeit sind 89 Soldaten für die Ausbildungsmission im Nordirak. Konkrete Konsequenzen für den Fortgang des Einsatzes werde der mutmassliche Chemiewaffenangriff nicht haben, hiess es aus dem Amt. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 14.08.2015 14:04
    Highlight Highlight Nach dem Krieg wird es Syrien und den Irak nicht mehr geben, zu den Kolonialen Grenzen kann man nicht mehr zurück, dafür ist der Hass viel zu gross. Und wer sollte das militärisch auch durchsetzen können. Die neuen Grenzen werden sich ungefähr an den Siedlungsgebieten der Sunniten, Schiiten, Kurden usw. orientieren. Das wird alles noch ganz hässlich, da die Akteure versuchen werden möglichst grosse zusammenhängende Gebiete zu erobern. Die nicht genehmen Nachbarn werden wohl ermordet oder vertrieben.

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