Venezuelas Regierung entlässt 18 Journalisten aus Gefängnis
Die venezolanische Regierung hat 18 Journalisten und Medienschaffende aus der Haft entlassen. Sechs weitere Reporter seien weiterhin im Gefängnis, teilte die Journalistengewerkschaft SNTP mit. Die autoritäre Regierung des südamerikanischen Landes geht hart gegen kritische Journalisten vor und hat insbesondere während der Proteste gegen die von Betrugsvorwürfen überschattete Wiederwahl von Präsident Nicolás Maduro vor eineinhalb Jahren zahlreiche Medienschaffende festgenommen.
Nach der Ergreifung von Maduro durch US-Spezialkräfte am 3. Januar hat die neue Regierung unter der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez nun eine ganze Reihe politischer Gefangener auf freien Fuss gesetzt. Dies öffne einen Raum für gegenseitiges Verständnis sowie Toleranz und solle fortgesetzt werden, sagte Rodríguez.
Die Gefängnisverwaltung teilte in der vergangenen Woche mit, es seien 116 Gefangene freigelassen worden. Die Nichtregierungsorganisation «Justicia, Encuentro y Perdón» bestätigte 100 Entlassungen. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Foro Penal sind aber noch immer Hunderte politische Häftlinge hinter Gittern. (hkl/sda/dpa)
