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Venezuela

US-Drogenvorwürfe: Venezuela erklärt sich für «unschuldig»

US-Drogenvorwürfe: Venezuela erklärt sich für «unschuldig»

01.11.2025, 22:1901.11.2025, 22:23

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat die Vorwürfe der US-Regierung zurückgewiesen, sein Land sei in den Drogenhandel verwickelt. «Venezuela ist unschuldig. Alles, was gegen Venezuela unternommen wird, dient nur dazu, einen Krieg und einen Regimewechsel zu rechtfertigen und uns unseren immensen Ölreichtum zu rauben», sagte der autoritär regierende südamerikanische Staatschef.

FILE - Venezuelan President Nicolas Maduro gives a press conference in Caracas, Venezuela, Sept 15, 2025. (AP Photo/Jesus Vargas, File)
Nicolas Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro.Bild: keystone

Seit Wochen greifen die USA in der Karibik und im Pazifik Boote an, die angeblich Drogen transportiert haben. Dutzende Menschen sollen dabei getötet worden sein. In vielen Fällen stellte die US-Regierung einen Zusammenhang zu Venezuela her.

«Schluss mit den Drohungen!», sagte Maduro bei einem interparlamentarischen Treffen für den Frieden in der Karibik in Caracas. Hintergrund der Spannungen mit den USA sei unter anderem, dass Venezuela über die grössten Ölvorkommen und die viertgrössten Gasreserven der Welt verfüge, sagte er.

Die US-Behörden werfen Maduro vor, die Vereinigten Staaten mit Kokain zu überschwemmen und die Droge als Waffe einzusetzen. Gesteuert wird der Handel angeblich vom sogenannten Cartel de los Soles (Kartell der Sonnen) – einem mutmasslichen Verbrechersyndikat aus Offizieren der Streitkräfte. (sda/dpa)

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30 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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FrankFTW
01.11.2025 23:00registriert November 2024
Die Angriffe auf die Boote sind Völkerrechtswidrig und klare Verbrechen und Mord.
Ähnliche Taten werden gerade in Den Haag dem Ex Präsidenten der Philippinen Duterte vorgeworfen.
Trump, Rubio, Kegsbreath und Generäle der US Navy muessen vor dass ICC und des Mordes angeklagt werden.
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Herr K.
02.11.2025 02:15registriert Januar 2020
Maduro ist etwa gleich „unschuldig“ wir Trump
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Kommissar Rizzo
01.11.2025 23:41registriert Mai 2021
Es glaubt doch niemand ernsthaft, dass es hier um den Kampf gegen Drogen geht. Oder gar um "Freiheit & Demokratie".
Es geht um Öl, Seltene Erden etc. Alles kann sich die Trump Truppe unter den Nagel reissen.
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Nach Drohungen gegen Kolumbien: Trump telefoniert mit Petro und kündigt Treffen an
Nach seinen Drohungen gegen Kolumbien hat US-Präsident Donald Trump mit dem kolumbianischen Staatschef Gustavo Petro telefoniert und ein Treffen im Weissen Haus angekündigt. Petro habe angerufen, um «die Drogen-Situation und andere Meinungsverschiedenheiten» zu erläutern, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Es sei ihm eine grosse Ehre gewesen, mit Petro zu sprechen und er freue sich, ihn in «naher Zukunft» zu treffen, schrieb Trump weiter. Das Meeting werde im Weissen Haus in Washington stattfinden. Einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht.
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