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Venezuela

Venezuela: Das sagen US-Politiker zu Trumps Befehl von Maduros Entführung

epa12624868 US President Donald Trump speaks during a news conference at the Mar-a-Lago Club in Palm Beach, Florida, USA, 03 January 2026. Venezuelan President Nicolas Maduro has been charged in the U ...
Den Befehl für die Entführung Maduros gab der US-Präsident selbst.Bild: keystone

So reagieren US-Politiker auf Maduros Entführung

06.01.2026, 16:5806.01.2026, 16:58

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde der Staatschef von Venezuela, Nicolás Maduro, von den USA entführt. Dies geschah auf Anweisung des US-Präsidenten Donald Trump.

Nicolás Maduro war seit 2013 der höchste Mann in Venezuela, nun droht ihm in New York ein Gerichtsprozess und eine Gefängnisstrafe. Doch sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern wird Kritik an der Aktion laut.

Die Demokraten

Elizabeth Warren

Donald Trump hatte nach Maduros Festnahme erklärt, dass die USA Venezuela vorübergehend «regieren» würden, bis das Land wieder stabil und reich sei.
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren stellte diese Erklärung infrage und warnte davor, dass sich die USA in einen Krieg stürzen würden.

epa12442637 Democrat senator Elizabeth Warren speaks to reporters during a vote on the ninth day of a partial government shutdown on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 09 October 2025. EPA/ANNA ROSE ...
Elizabeth Warren ist eigentlich Juristin.Bild: keystone

Die Senatorin des Bundesstaats Massachusetts argumentierte, dass Trump lediglich darauf aus sei, Ölkonzernen in Venezuela einen Vorteil zu verschaffen und sich nicht für die Einwohner des Landes interessiere. Sie fügte an, dass die Republikaner die Regierung Venezuelas nicht angemessen kontrollieren könnten.

Jeff Merkley

Jeff Merkley, der Senator von Oregon, kritisierte die Haltung der Politik gegenüber der Führung von Venezuela. Er sagt, es wirke, als würde Trump die Diktatur aufrechterhalten wollen. Nur nicht mit Maduro, sondern mit der Vizepräsidentin.

epa12536754 Senator Jeff Merkley (D-OR) during a press conference outside the Senate Chamber of the Capitol Building in Washington, District of Columbia, USA, 19 November 2025. The Senate unanimously  ...
Jeff Merkley vertritt seit 2009 den Bundesstaat Oregon im Senat.Bild: keystone

Merkley kritisiert, dass Trump einen Diktator in Venezuela wolle, der nur «Yes, Sir!» sagt und tut, was ihm die USA befiehlt. Dies könne zu einem grossen Problem für die USA werden, findet Oregons Senator.

Adam Smith

Der demokratische Abgeordnete Adam Smith sagte gegenüber CNN, dass er glaube, die Trump-Regierung habe keinen «klaren Plan» für das weitere Vorgehen in Venezuela. Er gehe zudem davon aus, dass Trump Venezuela wegen des Erdöls «regieren» wolle.

House Armed Services Committee Chairman Adam Smith, D-Wash., speaks during a House Armed Services Committee hearing on Thursday, July 9, 2020, on Capitol Hill in Washington. (Michael Reynolds/Pool via ...
Adam Smith vertritt den neunten Kongresswahlbezirk des Bundesstaats Washington. Bild: keystone

Smith bezeichnete die Aktion und die Entführung als «offensichtlich illegal und als Ausübung der Machtbefugnisse des Präsidenten unter klarer Verletzung der Verfassung». Er forderte Republikaner auf, sich zu engagieren und dafür einzusetzen, dass der Kongress seine Autorität wieder geltend mache.

Die Republikaner

Rand Paul

Der Senator Rand Paul hatte sich schon seit Längerem kritisch zu einer Militäraktion gegen Venezuela ausgesprochen. Der Senator von Kentucky bezeichnete die Aktion vom Wochenende als «verfassungswidrig».

Sen. Rand Paul, R-Ky., speaks during a fundraiser at the Elmcrest Country Club in Cedar Rapids, Iowa, Thursday, May 29, 2025. (Nick Rohlman/The Gazette via AP)
Iowa Rand Paul
Randal «Rand» Paul ist seit 2011 im Senat.Bild: keystone

Paul findet, dass es sich bei der Aktion ohne Frage um einen Krieg handle. Er kritisierte zudem, dass die Aktion laut Trump schon seit Monaten geplant gewesen sei. Es wäre genügend Zeit gewesen, um den US-Kongress um Erlaubnis zu bitten.

Marjorie Taylor Greene

Marjorie Taylor Greene hatte sich bereits im Herbst 2025 von Trumps Politik entfernt und sich gegen die Republikaner gestellt. Auch zum Angriff auf Venezuela hat sie klare Worte ergriffen.

Am Samstag, nach Maduros Entführung, sprach sie sich öffentlich gegen die Aktion aus. Am selben Tag, schrieb sie auf «X», dass «die Abneigung der Amerikaner gegen die endlosen militärischen Aggressionen gerechtfertigt ist».

Weiter schrieb sie, MAGA-Anhänger hätten sich geirrt. Denn sie hätten bei den Präsidentschaftswahlen dafür gestimmt, solche Aktionen in anderen Ländern zu beenden. Doch darin hätten sie sich geirrt.

Marjorie Taylor Greene hat am kommenden Montag, den 12. Januar, ihren letzten Tag im Kongress. Sie ist nach einem öffentlichen Streit mit Präsident Trump im November, zurückgetreten.

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Das ist Nicolas Maduro
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Das ist Nicolas Maduro

Seinen letzten Auftritt hatte Nicolás Maduro am Donnerstag. In der Nacht auf Samstag, den 3. Januar, wurde er von den USA entführt.

quelle: keystone / miguel gutierrez
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US-Angriff auf Venezuela
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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jorge de los alpes
06.01.2026 17:57registriert April 2014
Die Republikaner sollen um Himmelswillen diesen Irrsinnigen sofort stoppen und infolge Zurechnungsfähigkeit des Amtes entheben. Der ist eine potentielle Gefahr für den Weltfrieden.
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Bikemate
06.01.2026 17:18registriert Mai 2021
"Weiter schrieb sie, MAGA-Anhänger hätten sich geirrt. " Und sie irren sich fleissig weiter.
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Leap
06.01.2026 17:52registriert August 2023
Diese Stimmen, wurden vor dem Überfall ja auch nicht konsultiert (wie es gemäss US Recht nötig wäre die Zustimmung des Kongresses einzuholen).
Dafür hat Trump die Aktion mit Ölkonzernen und FOX News vorab abgesprochen.
Willkommen in der libertären Dystopie (oder e was altmodischer in der Oligarchie!
Wenn den Kongressmitglieder (egal ob Republikaner oder Demokraten) etwas an ihrer Rolle liegt, ist die Zeit für Empörung vorbei. Stattdessen braucht es handfeste legale Aktionen. Impeachement nicht nur für Trump, sondern auch für seine willfährigen Enabler in der Administration.
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