So reagieren US-Politiker auf Maduros Entführung
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde der Staatschef von Venezuela, Nicolás Maduro, von den USA entführt. Dies geschah auf Anweisung des US-Präsidenten Donald Trump.
Nicolás Maduro war seit 2013 der höchste Mann in Venezuela, nun droht ihm in New York ein Gerichtsprozess und eine Gefängnisstrafe. Doch sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern wird Kritik an der Aktion laut.
Die Demokraten
Elizabeth Warren
Donald Trump hatte nach Maduros Festnahme erklärt, dass die USA Venezuela vorübergehend «regieren» würden, bis das Land wieder stabil und reich sei.
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren stellte diese Erklärung infrage und warnte davor, dass sich die USA in einen Krieg stürzen würden.
Die Senatorin des Bundesstaats Massachusetts argumentierte, dass Trump lediglich darauf aus sei, Ölkonzernen in Venezuela einen Vorteil zu verschaffen und sich nicht für die Einwohner des Landes interessiere. Sie fügte an, dass die Republikaner die Regierung Venezuelas nicht angemessen kontrollieren könnten.
Jeff Merkley
Jeff Merkley, der Senator von Oregon, kritisierte die Haltung der Politik gegenüber der Führung von Venezuela. Er sagt, es wirke, als würde Trump die Diktatur aufrechterhalten wollen. Nur nicht mit Maduro, sondern mit der Vizepräsidentin.
Merkley kritisiert, dass Trump einen Diktator in Venezuela wolle, der nur «Yes, Sir!» sagt und tut, was ihm die USA befiehlt. Dies könne zu einem grossen Problem für die USA werden, findet Oregons Senator.
Adam Smith
Der demokratische Abgeordnete Adam Smith sagte gegenüber CNN, dass er glaube, die Trump-Regierung habe keinen «klaren Plan» für das weitere Vorgehen in Venezuela. Er gehe zudem davon aus, dass Trump Venezuela wegen des Erdöls «regieren» wolle.
Smith bezeichnete die Aktion und die Entführung als «offensichtlich illegal und als Ausübung der Machtbefugnisse des Präsidenten unter klarer Verletzung der Verfassung». Er forderte Republikaner auf, sich zu engagieren und dafür einzusetzen, dass der Kongress seine Autorität wieder geltend mache.
Die Republikaner
Rand Paul
Der Senator Rand Paul hatte sich schon seit Längerem kritisch zu einer Militäraktion gegen Venezuela ausgesprochen. Der Senator von Kentucky bezeichnete die Aktion vom Wochenende als «verfassungswidrig».
Paul findet, dass es sich bei der Aktion ohne Frage um einen Krieg handle. Er kritisierte zudem, dass die Aktion laut Trump schon seit Monaten geplant gewesen sei. Es wäre genügend Zeit gewesen, um den US-Kongress um Erlaubnis zu bitten.
Marjorie Taylor Greene
Marjorie Taylor Greene hatte sich bereits im Herbst 2025 von Trumps Politik entfernt und sich gegen die Republikaner gestellt. Auch zum Angriff auf Venezuela hat sie klare Worte ergriffen.
Am Samstag, nach Maduros Entführung, sprach sie sich öffentlich gegen die Aktion aus. Am selben Tag, schrieb sie auf «X», dass «die Abneigung der Amerikaner gegen die endlosen militärischen Aggressionen gerechtfertigt ist».
I’ve served on the Homeland Security Committee for the past three years. I’m 100% for strong safe secure borders and stopping narco terrorists and cartels from trafficking deadly drugs and human trafficking into America.
— Rep. Marjorie Taylor Greene🇺🇸 (@RepMTG) January 3, 2026
Fentanyl is responsible for over 70% of U.S. drug…
Weiter schrieb sie, MAGA-Anhänger hätten sich geirrt. Denn sie hätten bei den Präsidentschaftswahlen dafür gestimmt, solche Aktionen in anderen Ländern zu beenden. Doch darin hätten sie sich geirrt.
Marjorie Taylor Greene hat am kommenden Montag, den 12. Januar, ihren letzten Tag im Kongress. Sie ist nach einem öffentlichen Streit mit Präsident Trump im November, zurückgetreten.
