Lukaschenko schenkt Kim Jong-un ein Gewehr: «Falls Feinde auftauchen»
Lukaschenko schenkte Kim Jong-un vor laufenden Kameras ein automatisches Gewehr. «Nur für den Fall, dass Feinde auftauchen», scherzte Lukaschenko – was Kim zum Lachen brachte, der die Waffe interessiert begutachtete und den Nachlademechanismus ausprobierte. Dazu gab es noch Wodka, Brot, Schokolade und traditionelle Stoffe. Im Gegenzug schenkte er seinem Gast eine Vase mit einem Bild von Lukaschenko, eine Münze und ein Schwert.
Die beiden Staatsoberhäupter unterzeichneten ein Abkommen über Freundschaft und Zusammenhalt zwischen Nordkorea und Belarus. Laut Bild sind Details zum Vertrag kaum bekannt. Entsprechend bleibt offen, was dieses Abkommen künftig bedeuten kann.
Lukaschenkos Besuch in Pjöngjang – der erste in seiner 33-jährigen Herrschaft – unterstrich einen diplomatischen Balanceakt, da er die Beziehungen zu Ländern stärkt, die Russland freundlich gesinnt sind und dem Westen feindlich gegenüberstehen. Gleichzeitig versucht er, die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zu normalisieren.
Seine Reise folgte auf ein Treffen in der vergangenen Woche mit John Coale, dem Gesandten von US-Präsident Donald Trump und der Freilassung von 250 politischen Gefangenen im Gegenzug für eine weitere Lockerung der US-Sanktionen gegen Belarus.
Die beiden Länder haben zwar nur ein geringes bilaterales Handelsvolumen, teilen jedoch die langjährige Erfahrung, unter Sanktionen zu überleben – Nordkorea wegen seiner Atom- und Raketenprogramme und Belarus wegen seiner Menschenrechtsbilanz und seiner Unterstützung für Putin in der Ukraine (reuters/emm).
