Heute zeigt Kim Jong Un, wie man sich in einem Badehaus ganz natĂŒrlich verhĂ€lt
Donald Trump ist in den Medien aktuell omniprĂ€sent. Deshalb sind wir umso froher, wenn zwischendurch auch wieder einmal jemand anderes fĂŒr Schlagzeilen sorgt. Heute haben wir im Angebot: Kim Jong Un.
Der nordkoreanische Diktator hat kĂŒrzlich eine grosse Bade- und Ferienanlage eingeweiht. Das Koreanische Zentralfernsehen KCTV hat den Anlass begleitet. Das daraus entstandene Propagandavideo wurde dann am Mittwoch im ganzen Land ausgestrahlt. Wir wollen euch das Material nicht vorenthalten:
Das wiedereröffnete «Onpo Worker's Resort» befindet sich in der nördlichsten Provinz HamgyĆng-pukto und ist die grösste heisse Quelle des Landes.
Kim Jong Un hatte schon 2018 angekĂŒndigt, es renovieren zu wollen, weil es in einem «miserablen Zustand» gewesen sei. Zu beklagen waren damals «mangelhaften Verwaltung und unhygienischen ZustĂ€nde». Dies gehört nun aber alles der Vergangenheit. Bei der Zeremonie lobte der 42-JĂ€hrige die Anlage als «wunderbares Urlaubsdomizil fĂŒr das Volk».
Gezielte Propaganda
Der Machthaber gab sich bei der prunkvollen und choreografierten Einweihungsfeier volksnah. Er begutachtete die Anlage und testete die Einrichtungen. In einem Umkleidebereich prĂŒfte er fachmĂ€nnisch einen Wasserhahn.

Andernorts hielt er seine Hand in ein Wasserbecken â und roch dann daran. Nicht zuletzt gesellte er sich dann noch vollbekleidet zu einigen badenden GĂ€sten. Bei manchen Becken hĂ€lt er die Hand ins Wasser â um danach daran zu riechen.

Der Zeitpunkt dieser Einweihung dĂŒrfte nicht zufĂ€llig gewĂ€hlt sein. Kurz vor dem erwarteten Parteikongress im kommenden Monat will Kim Jong Un wohl eine Erfolgsgeschichte prĂ€sentieren. Mit dem Prestigeprojekt will er den Wohlstand seines Landes zeigen.
Es gibt derweil jedoch kaum unabhĂ€ngige Informationen dazu, wie es der nordkoreanischen Bevölkerung wirklich geht. Die Familie des Diktators hat das Land vor 78 Jahren gegrĂŒndet und regiert es seither mit eiserner Hand.
