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Deutscher Aussenminister plädiert für harte Linie gegenüber den USA



epa07882412 German Foreign Minister Heiko Maas attends a joint press conference following a meeting with Czech Foreign Minister Tomas Petricek (unseen) at the Czernin Palace, in Prague, Czech Republic, 30 September 2019.  EPA/MARTIN DIVISEK

Heiko Maas Bild: EPA

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hat sich im neu angeheizten Handelsstreit mit den USA für eine harte Linie ausgesprochen, zugleich aber für neue Gespräche geworben.

«Die EU wird nun reagieren müssen und nach der Genehmigung durch die WTO wohl ihrerseits Strafzölle erheben», sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die USA hätten das Angebot der EU zu einer einvernehmlichen Lösung im Streit um Subventionen in der Luftfahrtindustrie ausgeschlagen, sagte Maas. Sie würden stattdessen den Weg der Konfrontation gehen. «Wir halten das für falsch, weil auf beiden Seiten des Atlantiks Arbeitnehmer und Verbraucher den Preis dafür bezahlen.»

Europa sei nach wie vor bereit, mit den USA gemeinsame Regeln für Subventionen für die Luftfahrtindustrie auszuhandeln, betonte der Minister. Noch bestehe die Chance, weiteren Schaden von der Weltwirtschaft abzuwenden. «Denn von offenem und fairem Handel profitieren alle.»

US-Strafzölle auf Produkte aus Europa

Die USA hatten am Mittwoch im Streit um europäische Staatshilfen für den Flugzeugbauer Airbus Strafzölle auf EU-Importe in Höhe von 7.5 Milliarden Dollar angekündigt. Zuvor hatte die Welthandelsorganisation (WTO) Washington die Verhängung der Strafzölle genehmigt.

Hintergrund ist der seit rund 15 Jahren andauernde Streit um Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus sowie dessen US-Wettbewerber Boeing. Die WTO dürfte bald auch den Europäern grünes Licht für Strafzölle gegen die USA geben. (dfr/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Natürlich 05.10.2019 17:28
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wieso, aber dieser Heiko Mass sieht aus (zumindest auf diesem Bild) wie aus einem „Nazi“-Film 🧐
  • Donspliff 04.10.2019 10:28
    Highlight Highlight Liebe deutsche schaut doch mal bitte trumps finanz schulden bei euch an und benuzt diese gegen ihn !

    Er würde es nich anders machen

  • sowhat 04.10.2019 09:42
    Highlight Highlight Das ist ja die einzige Sprache, die 45 versteht. Er funktioniert nun mal so.
    Ausserdem ist es für das Klima ja nicht soo schlimm, wenn die Ware aus Preisgründen nicht mehr um die halbe Welt transportiert wird. Fairen Handel gibt es eh nicht in der Globalisierung. Also nicht so schlimm, wenn hier weniger Jeans und Töffs verkauft werden ;)
  • reaper54 04.10.2019 08:58
    Highlight Highlight Auf beiden Seiten Vollpfosten 🤦‍♂️
    Die USA und die EU würden besser zusammen gegen China vorgehen, die Staatlichen Subventionen und Währungsmanipulation ist X mal schlimmer.
    • FrancoL 04.10.2019 10:13
      Highlight Highlight Sie denken also, dass wenn Zwei sich streiten diese sich verbünden sollten um einen Dritten anzugreifen?
      Ist das wirklich eine Lösung? Und was genau bringt dies der EU, ausser eine Abhängigkeit von den USA, denn das Verhältnis USA / China und EU / China ist nicht das gleiche die Interessen sind es erst recht nicht.
    • reaper54 04.10.2019 10:53
      Highlight Highlight @FrancoL also ist es aus ihrer Sicht intelligent wenn sich die zwei Orte an denen es den meisten Menschen gut geht streiten und eine Macht welche bis heute aktiv “umerziehungs” Lager betreibt es keine Politische freiheit gibt und die in europa alles beginnt aufzukaufen davon profitiert?
  • Max Dick 04.10.2019 08:08
    Highlight Highlight Das Coole daran ist, die EU kann (und wird) Zölle gezielt gegen Branchen erheben, die in den swing states angesiedelt sind, und kann dort die Wirtschaft gezielt schwächen.
    • Thinkdeeper 04.10.2019 13:02
      Highlight Highlight Yep. Es wird Zeit den Bullys zurückzugeben.
      Verbot/extreme Steuer auf Gentechnisch veränderter Mais sowie Soja, mit Hormonen und Antibiotika behandeltem Fleisch.. usw.
      do. auf Software & Lizenzen
      Umstieg auf Open Source...
      Besteuerung von US Plattformen wie Booking Com Airbnb usw.. ansonsten Netzsperren.
      Die EU ist gut beraten eine eigenständige Politik der Unabhängigkeit von der USA zu betreiben, eigene Armee aufzustellen und die USA aus der Nato auszuschliessen.
      Keine weniger Waffen aus der USA beziehen, dafür vermehrt mit China und Russland Handel. USA und GB aussen vor lassen...
    • Max Dick 04.10.2019 14:43
      Highlight Highlight Ich hoffe mal das ist ironisch gemeint, Tiefdenker. Es soll nicht darum gehen, die USA als solche zu schwächen, sondern Trump im November 2020 loszuwerden.
  • Basti Spiesser 04.10.2019 07:56
    Highlight Highlight Wer nimmt den Maas eigentlich noch ernst?
    • Rabbi Jussuf 04.10.2019 09:42
      Highlight Highlight Stimmt, wenn der etwas tut, ist es, bestimmt ins nächste Fettnäpfchen zu treten. Leider hat das meist unschöne Auswirkungen.
    • Magnum 04.10.2019 09:53
      Highlight Highlight Die Äusserungen von Maas erscheinen mir um einiges rationeller als diejenigen von ennet dem Teich. Er bedauert die Eskalation, signalisiert Offenheit für eine vernünftige Lösung und macht zugleich klar, dass man nicht einzuknicken gedenke.

      Aber ja: ich hab's auch zugegebenermassen nicht so mit der Ideologie vom Wirtschaftsnationalismus. Die empfinde ich in Zeiten global verflochtener Zulieferketten schlicht als albern und aus der Zeit gefallen. Wie den Herrn, der zur Galionsfigur für diese Wirtschafts- und Handelspolitik nach dem Motto «Keile mit Weile» geworden ist.

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