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Wirtschaft

Deutscher Aussenminister plädiert für harte Linie gegenüber den USA

Deutscher Aussenminister plädiert für harte Linie gegenüber den USA

04.10.2019, 07:2104.10.2019, 07:21
epa07882412 German Foreign Minister Heiko Maas attends a joint press conference following a meeting with Czech Foreign Minister Tomas Petricek (unseen) at the Czernin Palace, in Prague, Czech Republic ...
Heiko MaasBild: EPA

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hat sich im neu angeheizten Handelsstreit mit den USA für eine harte Linie ausgesprochen, zugleich aber für neue Gespräche geworben.

«Die EU wird nun reagieren müssen und nach der Genehmigung durch die WTO wohl ihrerseits Strafzölle erheben», sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die USA hätten das Angebot der EU zu einer einvernehmlichen Lösung im Streit um Subventionen in der Luftfahrtindustrie ausgeschlagen, sagte Maas. Sie würden stattdessen den Weg der Konfrontation gehen. «Wir halten das für falsch, weil auf beiden Seiten des Atlantiks Arbeitnehmer und Verbraucher den Preis dafür bezahlen.»

Europa sei nach wie vor bereit, mit den USA gemeinsame Regeln für Subventionen für die Luftfahrtindustrie auszuhandeln, betonte der Minister. Noch bestehe die Chance, weiteren Schaden von der Weltwirtschaft abzuwenden. «Denn von offenem und fairem Handel profitieren alle.»

US-Strafzölle auf Produkte aus Europa

Die USA hatten am Mittwoch im Streit um europäische Staatshilfen für den Flugzeugbauer Airbus Strafzölle auf EU-Importe in Höhe von 7.5 Milliarden Dollar angekündigt. Zuvor hatte die Welthandelsorganisation (WTO) Washington die Verhängung der Strafzölle genehmigt.

Hintergrund ist der seit rund 15 Jahren andauernde Streit um Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus sowie dessen US-Wettbewerber Boeing. Die WTO dürfte bald auch den Europäern grünes Licht für Strafzölle gegen die USA geben. (dfr/sda/afp)

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Max Dick
04.10.2019 08:08registriert Januar 2017
Das Coole daran ist, die EU kann (und wird) Zölle gezielt gegen Branchen erheben, die in den swing states angesiedelt sind, und kann dort die Wirtschaft gezielt schwächen.
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«Donald Trump will eine Dynastie gründen»
Weil Europa hart blieb, ist der US-Präsident ist bei Grönland zurückgekrebst. Dank KI wird die amerikanische Wirtschaft boomen. Trump will sicherstellen, dass eines seiner Kinder in seine Fussstapfen treten wird. Das erklärt Daleep Singh. Er war Wirtschaftsberater in der Biden-Regierung.
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