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International Monetary Fund Managing Director Christine Lagarde leaves after a euro zone finance ministers' meeting on Greece, in Brussels, Belgium, July 12, 2015. REUTERS/Eric Vidal

IWF-Chefin Christine Lagarde in Brüssel. Sie hatte sich bereits zuvor für eine Umschuldung ausgesprochen.  Bild: ERIC VIDAL/REUTERS

IWF bezeichnet Griechenlands Schuldenlast als «absolut untragbar» – und schlägt diese 3 Möglichkeiten vor

Die Eurozone muss laut einer neuen Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF) ihre Schuldenerleichterungen für Griechenland deutlich ausweiten. Der IWF bezeichnet Griechenlands Schuldenlast als «absolut untragbar».



Der IWF wählt in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht klare Worte: «Griechenlands Schulden können nur mit Massnahmen zur Schuldenerleichterung tragfähig sein, die viel weiter gehen, als Europa bislang vorgesehen hat», heisst es. 

Der in Washington veröffentlichte Bericht war bereits am Samstag den Regierungen der Euro-Länder vorgelegt worden.

Liege die Schuldenquote des Krisenlandes jetzt bereits bei rund 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), so werde sie sich in den kommenden beiden Jahren den 200 Prozent nähern, heisst es in dem IWF-Papier weiter. Das sei «absolut untragbar».

Drei Möglichkeiten

A man walks by a mural in Athens, Greece July 14, 2015, Prime Minister Alexis Tsipras faces a showdown with rebels in his own party furious at his capitulation to German demands for one of the most sweeping austerity packages ever demanded of a euro zone government. REUTERS/Yannis Behrakis      TPX IMAGES OF THE DAY

Bild: YANNIS BEHRAKIS/REUTERS

Der IWF schlägt daher drei Möglichkeiten vor: 

Die Entscheidung zwischen den genannten Optionen liege «bei Griechenland und seinen europäischen Partnern».

ATHENS, GREECE - JULY 14:  A man begs on the streets of Athens on July 14, 2015 in Athens, Greece. Greek Prime Minister Alexis Tsipras is meeting members of his party to discuss the eurozone bailout deal before a meeting in parliament to begin implementing bailout reforms.  (Photo by Christopher Furlong/Getty Images)

Ein Mann bettelt auf den Strassen Athens um Geld. Griechenland steckt längst in einer humanitären Krise. Der IWF warnt vor einer Verschlechterung. Bild: Getty Images Europe

Der IWF warnt überdies davor, dass im Falle einer weiteren Verschlechterung der griechischen Wirtschaftslage der Finanzbedarf des Landes für die kommenden Jahre noch höher ausfallen könnte als bislang von den Euro-Partnern angenommen.

Schuldenschnitt lediglich angedeutet

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone hatten am Montag grundsätzlich grünes Licht für Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm für das von der Staatspleite bedrohte Griechenland gegeben. Sie knüpften dies aber an umfangreiche Bedingungen, welche das griechische Parlament schon ab (heute) Mittwoch umsetzen soll.

ATHENS, GREECE - JULY 14:  A man cleans off the latest batch of anti-austerity graffiti from the walls of the Bank of Greece on July 14, 2015 in Athens, Greece. Greek Prime Minister Alexis Tsipras is meeting members of his party to discuss the eurozone bailout deal before a meeting in parliament to begin implementing bailout reforms.  (Photo by Christopher Furlong/Getty Images)

Ein Mann putzt in Athen ein Anti-Austeritäts-Tag weg. Die Entscheidung über die Zukunft Griechenlands liege jetzt bei der Regierung und den Gläubigern, schreibt der IWF im Bericht. Bild: Getty Images Europe

Die Möglichkeit weiterer Schuldenerleichterungen für Athen wurde in der Einigung lediglich angedeutet. Bereits vor der Einigung auf ein weiteres Hilfspaket hatte der IWF dafür geworben, Griechenland zumindest durch eine Umschuldung zu entlasten. 

Sprayen gegen die Krise: Athener malen ihren Frust an die Wand

(dwi/sda/afp)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Kritiker 15.07.2015 09:18
    Highlight Highlight Griechenland muss Konkurs gehen. Die jeweiligen Banken und Versicherungen sollen diese Milliardenverluste tragen, denn sie haben alles dafür getan, dass sich Griechenland heute in dieser Situation befindet.
  • klugundweise 15.07.2015 07:46
    Highlight Highlight Der aktuelle Schritt dient einzig dazu Griechenland in der Eurozone zu halten.
    Die Probleme können nur mit einem Schuldenschnitt gelöst werden. Und solange Deutschland weiterhin mit massiven Exportüberschüssen das restliche Europa drangsaliert, werden weitere Länder in ihren Kalamitäten stecken bleiben.
    • klugundweise 15.07.2015 13:43
      Highlight Highlight Also, nur noch landwirtschaftliche Produkte kaufen aus Ländern in welchen diese produziert werden und nicht mehr in Deutschland einkaufen gehen. Sie meinen das sind die Ursachen der Probleme in Europa, oder was?

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