DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

China-Krise: Diese 6 Schweizer Firmen leiden am meisten



Chinas Wirtschaft stolpert, der schwächelnde Yuan macht Anleger und Experten nervös. Auch hierzulande schaut man angespannt nach Fernost – denn einige Schweizer Firmen bekämen eine ausgewachsene Wirtschaftskrise Chinas sehr deutlich zu spüren.

Diese Schweizer Unternehmen sind die grössten China-Exporteure:

1. Swatch

HONG KONG - MARCH 10:  Asia Sotheby's Head of Watches, Sharon Chan introduces Paul Dunkel's Swatch watch collection during the Sotheby's preview on March 10, 2015 in Hong Kong. Sotheby's Hong Kong unveils one of the World's largest private Swatch collections ever known owned by Paul Dunkel. The collection is going for auction on April 7.  (Photo by Anthony Kwan/Getty Images)

Im März wurde in Hongkong eine der weltweit grössten Swatch-Sammlungen präsentiert. Bild: Getty Images AsiaPac

Lange Zeit gab es in China kaum Luxusmarken – die Regierung liess kaum internationale Unternehmen ins Land. Das änderte sich mit der wirtschaftlichen Öffnung des Landes um die Jahrtausendwende; Marken aus aller Welt fassten im Reich der Mitte Fuss, und die Chinesen sind verrückt danach.

Einer der grossen Profiteure dieser Entwicklung ist der Uhrenhersteller Swatch. Wie eine Studie der Deutschen Bank zeigt, macht der Export nach China einen Fünftel des Swatch-Umsatzes aus. Doch das ist nicht alles: Weltweit gesehen sind chinesische Staatsbürger für 49 (!) Prozent des Umsatzes verantwortlich. Chinesen kaufen die meisten Luxusgüter ausserhalb ihres Heimatlandes.

2. Richemont

A journalist admiring a Cartier Watch, during the first day of the 25rd edition of the Salon International de la Haute Horlogerie, SIHH, in Geneva, Switzerland, Monday, January 19, 2015. The SIHH is a private trade fair, reserved exclusively for professionals in Fine Watchmaking who are invited by the exhibiting brands. (KEYSTONE/Sandro Campardo)

Bild: KEYSTONE

Zu Richemont gehören unter anderem die Marken Cartier, Montblanc, Piaget, Vacheron Constantin, Chloé und Dunhill. Mit einem Umsatz von rund 10 Milliarden Franken ist es einer der grössten Luxuskonzerne der Welt.

Für rund 41 Prozent davon sind gemäss den Analysten der Deutschen Bank Chinesen in aller Welt verantwortlich. Der Export nach China macht gemäss einer Untersuchung der Bank Kepler Cheuvreux immerhin rund 15 Prozent aus.

3. SGS

epa04850166 Societe Generale de Surveillance Group (SGS) CEO Frankie Ng presents the 2015 Half Year results of SGS during a press conference at the SGS Corporate Headquarters, in Geneva, Switzerland, 17 July 2015. SGS reports a rise in revenues by 3.4 per cent to 2.8 billion Swiss francs (approx 2.9 US dollar, 2.7 Euro)  EPA/MARTIAL TREZZINI

Bild: EPA/KEYSTONE

Auch der Warenprüfungskonzern mit Sitz in Genf hat eine starke Verbindung zum Reich der Mitte. Es ist kein Zufall, wird das international tätige Unternehmen von dem schweizerisch-chinesischen Doppelbürger Frankie Ng geführt. Im Gespräch mit der «Neuen Zürcher Zeitung» hat er Anfang August angekündigt, die Geschäfte in China ausbauen zu wollen.

Gemäss den Analysten von Kepler Cheuvreux beträgt der Umsatz-Anteil der SGS für Dienste in China 15 Prozent

4. Schindler

HANDOUT, COMPUTERILLUSTRATION - Illustration des geplanten Hochhauses

Eine Illustration des geplanten Mega-Wolkenkrazers in Shenzhen, das zukünftig höchste Gebäude Chinas. Schindler soll die Menschen in alle 115 Stöcke bringen. Bild: SCHINDLER

In China schossen die Hochhäuser in den letzten Jahrzehnten nur so aus dem Boden. Der Schweizer Lift-Hersteller Schindler hat diese Entwicklung nicht verschlafen und ist zum wichtigen Player auf dem chinesischen Markt geworden – einer Analyse der Zürcher Kantonalbank zufolge machen Exporte nach China 17,5 Prozent des Umsatzes aus.

Kurt Haerri, Schindler-Manager und Präsident der Schweizerisch-Chinesischen Handelskammer, befürchtet, dass chinesische Firmen und Konsumenten ihre Investitionen aufschieben, sollte sich die Lage nicht verbessern. «Auf die Geschäfte der Schweizer Zulieferer könnte sich diese Entwicklung dämpfend auswirken», sagt Haerri in der heutigen «Neuen Luzerner Zeitung».

So richtig dick im Geschäft ist der finnische Lifthersteller Kone – 35 Prozent des Umsatzes macht der Konzern in China. Das ist mehr als jedes andere europäische Unternehmen.

5. OC Oerlikon

ZUM AKTUELLEN VERKAUF DER DIVISION METCO VON SULZER AN OC OERLIKON STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Die Transaktion bewertet Sulzer Metco mit einem Wert von 1 Mrd. Franken. --- Logos on a building of Oerlikon Space Inc. in Zurich, Switzerland, pictured on May 5, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Logo auf dem Gebaeude der Oerlikon Space AG in Zuerich, aufgenommen am 5. Mai 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Aus der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon wurde der international tätige Technologiekonzern OC Oerlikon – und der ist in China sehr aktiv. Gemäss Kepler Cheuvreux holt das Unternehmen 25 Prozent des Umsatzes in China herein.

Und dabei soll es nicht bleiben. Im Juli hat OC Oerlikon ein Joint Venture bekanntgegeben. «Wir bauen gezielt unser Servicegeschäft aus», sagte Nicolas Weidmann, Sprecher von OC Oerlikon, zu «Finanz und Wirtschaft». Und ergänzt: «Der chinesische Markt bleibt für uns ein attraktiver Wachstumsmarkt.»

6. DKSH

Das Logo des Schweizer Welthandelskonzern DKSH.(KEYSTONE/DKHS/Handout)

Ein Welthandelskonzern mit Sitz in der Schweiz. Bild: DKSH

Die DKSH Holding AG bietet Dienstleistungen für Unternehmen an, die ihre Geschäftstätigkeit nach Asien ausdehnen wollen. 710 ihrer 735 Niederlassungen befinden sich demnach in Asien – der Hauptsitz ist jedoch in Zürich.

Eine chinesische Wirtschaftskrise würde DKSH deutlich zu spüren bekommen, denn rund 10 Prozent des 10-Milliarden-Umsatzes wird im Reich der Mitte generiert. (rey)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

UNO-Folterexperte Nils Melzer: «Der Fall Assange ist wie ein dunkles Familiengeheimnis»

Der Schweizer Jurist Nils Melzer überwacht für die UNO das Folterverbot und hat ein Buch über seine Untersuchung zum Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange geschrieben. Dessen Rechte seien massiv verletzt worden, sagt Melzer. Und warnt vor der «gefährlichen» PMT-Vorlage, die am 13. Juni zur Abstimmung kommt.

Sie erheben in Ihrem Buch schwere Vorwürfe gegen westliche Staaten im Umgang mit Julian Assange. Was hat Sie bei Ihrer Untersuchung am meisten schockiert?Nils Melzer: Die Erkenntnis, dass der Rechtsstaat offenbar auch in westlichen Demokratien vollkommen ausgehebelt werden kann. Ich habe in den letzten 20 Jahren oft in Kriegs- und Krisengebieten gearbeitet und viele schwere Rechtsverletzungen gesehen. Aber ich habe immer daran geglaubt, dass in den westlichen Demokratien wenigstens noch der …

Artikel lesen
Link zum Artikel