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Anti-Brexit protesters demonstrate outside the Cabinet Office in Whitehall in London on Thursday, Aug. 15, 2019.  Demonstrations for both sides of the Brexit debate continue around parliament, as Prime Minister Boris Johnson has vowed that Britain will leave the EU on Oct. 31,  with or without a Brexit deal. (AP Photo/ Vudi Xhymshiti)

Anti-Brexit-Demonstranten. Bild: AP

Briten drohen Lebensmittel- und Benzin-Engpässe bei Chaos-Brexit



Für den Fall eines harten Brexits rechnet die Regierung in London mit Engpässen bei Lebensmitteln, Benzin und Medikamenten. Sollte Grossbritannien kein Austrittsabkommen mit der Europäischen Union abschliessen, drohten zudem eine Blockade an den Häfen und eine harte Grenze zu Irland, schreibt die Zeitung «Sunday Times» Sie beruft sich dabei auf Regierungsdokumente.

Die Behörde Cabinet Office prognostiziere in diesen Unterlagen die wahrscheinlichsten Nachbeben eines ungeordneten EU-Austritts Grossbritanniens. Demnach müssten Lastkraftwagen wegen der Zollkontrollen mit Verzögerungen von bis zu zweieinhalb Tagen rechnen. An den Häfen dürften die Störungen bis zu drei Monate dauern, bis sich der Zustand etwas verbessere. Ausserdem könnte es zu landesweiten Protesten kommen.

Für den Fall eines harten Brexits rechnet die Regierung in London einem Medienbericht zufolge mit Engpässen bei Lebensmitteln, Benzin und Medikamenten. Sollte Grossbritannien kein Austrittsabkommen mit der EU abschliessen, drohe zudem eine Blockade an den Häfen.

Auch sei eine harte Grenze zu Irland möglich, schreibt die Zeitung «Sunday Times» unter Berufung auf Regierungsdokumente.

Die Behörde Cabinet Office prognostiziere in diesen Unterlagen die wahrscheinlichsten Nachbeben eines ungeordneten EU-Austritts Grossbritanniens. Demnach müssten Lastwagen wegen der Zollkontrollen mit Verzögerungen von bis zu zweieinhalb Tagen rechnen. An den Häfen dürften die Störungen bis zu drei Monate dauern, bis sich der Zustand etwas verbessere. Ausserdem könnte es zu landesweiten Protesten kommen.

Der britische No-Deal-Beauftragte Michael Gove bezeichnete die Papiere zu den Szenarien eines EU-Austritts ohne Abkommen als veraltet. Sie würden den schlimmsten Fall widerspiegeln; inzwischen gehe man nur noch von kleineren Hindernissen aus.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat angekündigt, den Brexit spätestens am 31. Oktober vollziehen zu wollen, mit oder ohne einem Abkommen mit der EU. Ende Juli hatte Johnson erklärt, die Vorbereitungen für einen Austritt ohne Vertrag in allen Bereichen zu beschleunigen - von den Häfen über Banken bis zu den Spitälern.

Widerstand im Unterhaus

Mit seinem harten Kurs dürfte Johnson jedoch auf Widerstand im Unterhaus stossen, das sich Mitte März explizit gegen einen ungeregelten Brexit ausgesprochen hatte. Allerdings fand auch der von Johnsons Vorgängerin Theresa May mit der EU ausgehandelte Austrittsvertrag im Parlament keine Mehrheit.

Stein des Anstosses ist die sogenannte Backstop-Regelung zur Grenze zwischen der britischen Provinz Nordirland und dem EU-Land Irland. Dort soll es nach dem Willen von Brüssel auf keinen Fall wieder Kontrollen geben. Ansonsten wird ein Wiederaufflammen der Gewalt befürchtet, wie in den Jahrzehnten vor dem Nordirland-Friedensabkommen von 1998.

Möglicher Konjunkturkiller

Ein ungeregelter EU-Ausstieg, der Handelsströme und Lieferketten zu unterbrechen droht, wird als Konjunkturkiller gefürchtet. Er dürfte die Wirtschaft nach Ansicht der britischen Notenbank letztlich in die Rezession stürzen.

Aus Regierungskreisen verlaute, Johnson wolle die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron in der kommenden Woche darüber in Kenntnis setzen, dass das britische Parlament den Brexit nicht blockieren könne. Johnson will sich mit seinen europäischen Amtskollegen noch vor dem G7-Gipfel vom 24. bis 26. August im französischen Biarritz treffen. (kün/sda/reu)

Wie britische Promis zum Brexit stehen

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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • K1aerer 18.08.2019 21:10
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass sie endlich mal die EU verlassen. Das Kasperlitheater ist einfach nicht mehr zum Aushalten. Das Volk hat halt beim nicht bindenden Referendum zugestimmt, also muss es auch jetzt die Konsequenzen akzeptieren.
  • Kramer 18.08.2019 20:26
    Highlight Highlight Mein Tipp, das Vereinigten Königreich wir die EU auch am 31. Oktober nicht verlassen. Es wird wohl eine weitere Verlängerung geben, denn auch Boris Johnson wir den No-Deal Brexit, trotz seiner großen Klappe nicht so durchziehen.
    • Cityslicker 19.08.2019 02:22
      Highlight Highlight Das geht nur, wenn
      A) alle (!) EU-Staaten einer dritten (!) Verlängerung zustimmen (und dafür wollen sie mit Sicherheit substantielle Zugeständnisse/Fortschritte sehen). Oder:
      B) UK das Austrittsgesuch zurückzieht.

      Ansonsten erfolgt der Austritt am 31.10. automatisch - ohne dass sich das britische Parlament mal FÜR irgend etwas entscheiden müsste.
  • DerTaran 18.08.2019 20:21
    Highlight Highlight Mittlerweile hoffe ich ja auf einen No Deal Brexit, schliesslich sind die Argumente der Brexetiers 1 zu 1 von Blocher abgeschrieben.
  • manhunt 18.08.2019 19:52
    Highlight Highlight wenn es auch ein äusserst knapper entscheid war, die briten haben für den brexit votiert. jene mehrheit welche zugestimmt hat, hat sich entweder von den befürwortern belügen lassen, oder dachte, dass die EU dann schon nacht britischer pfeife tanzen würde.
    GB soll nun die konsequenzen tragen, auch wenn diese wohl eher unschön ausfallen werden.
  • AdvocatusDiaboli 18.08.2019 19:42
    Highlight Highlight Diese Angstmacherei ist echt nur noch peinlich. Business wird in und mit GB weitergehen, EU Mitgliedschaft hin oder her.

    Auf der anderen Seite des Atlantiks wartet ein riesiger Markt, der gar alle Gelegenheiten aufnehmen kann, welche die EU nicht mehr will.
    • Kramer 18.08.2019 21:09
      Highlight Highlight Der Deal den Boris (oder wer auch dann immer) von den USA bekommt, wird definitiv schlechter sein, als das was sie jetzt mit der EU haben. Die USA sind ja nicht blöde, und wissen dass das Königreich unter Zugzwang steht.
      Vom Regen in die Traufe sozusagen.
    • bebby 20.08.2019 07:25
      Highlight Highlight Ein Amerikaner hat mal behauptet, dass die USA sich den Finanzplatz werden holen wollen als Gegenleistung. Auch wenn das nicht so einfach ist, wird London an Bedeutung verlieren.
  • Rolf stühlinger (1) 18.08.2019 19:12
    Highlight Highlight Die Briten wollen es ja genau so und nicht anders.
    • Quacksalber 19.08.2019 09:42
      Highlight Highlight Die Engländer, nicht die Briten.
    • bebby 20.08.2019 07:28
      Highlight Highlight LK (lonely kingdom) anstatt UK in zukunft:-)
  • Offi 18.08.2019 18:53
    Highlight Highlight Zur Sicherheit sollten wir mal eine Glückskette Aktion starten !?!
    • Quacksalber 19.08.2019 09:18
      Highlight Highlight Geht das auch für absichtlich herbeigeführte Katastrophen?
  • FrancoL 18.08.2019 18:51
    Highlight Highlight Ich bin nicht in UK zu Hause.
    Habe, bzw. hatte gute Geschäftsbeziehungen in der Sanitärbranche nach UK, Beziehungen die wir nun durch andere Lieferanten aus der EU ersetzt haben, denn die Ungewissheit und auch das störrische Verhalten der Regierung ist für uns und unsere Partner keine Option um weiter die englischen Produkte zu beziehen.
    In diesem Zusammenhang haben wir einige Unternehmern kennengelernt, die alles andere als erfreut sind und sich grosse Sorgen machen bezüglich dem Wegfallen von Kunden. Da habe ich keinen Optimismus für eine Zukunft ausserhalb von der EU erkennen können.
    • Meyer Andrej 18.08.2019 19:12
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Goldjunge Krater 18.08.2019 19:34
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Ritter Kunibert 18.08.2019 19:39
      Highlight Highlight Ich bin auch nicht in UK zuhause
      Hatte nie bzw. habe jetzt gute Geschäftsbeziehungen in UK, da uns die unstabile politische Situation in der EU (Proteste in Frankreich, etc.) nicht mehr tragbar erschienen, haben wir jetzt gute Partner in UK gefunden, diese Beziehungen werden ausserdem wertvoller, wenn man bedenkt, dass die CH in Falle eines Brexits bereits ein Freihandelsabkommen mit UK hat... Sehe die Angstmacherei beim BREXIT nicht, UK ist für die EU ebenfalls ein wichtiger Partner und es besteht kein Interesse diesen Partner zu verlieren... Angstmacherei par excellence
    Weitere Antworten anzeigen
  • GurMadh 18.08.2019 18:46
    Highlight Highlight Oh mein Gott, die sollen verdammt nochmal endlich das bekommen wonach sie schreien, ich kanns echt nicht mehr hören, gtfoh!
  • Azrat 18.08.2019 18:46
    Highlight Highlight Das Traurige an der ganzen Sache ost, dass die Brexetiers weiterhin lügen und Verprechen abgeben die sie nicht einhalten werden können. Viele Firmen haben schon bereits Stellen und Sitze in der UK abgebaut und anderswo aufgebaut. EasyJet z.B. hat in Wien einen Standort eröffnet damit sie ihre Fluglizenz in der EU nicht verlieren. Aber man glaubt trotzdem noch, dass man alleine besser dran ist.....
  • Fischra 18.08.2019 18:43
    Highlight Highlight Letztlich kann man sich soviel darüber unterhalten wie man will. Die Briten entscheiden wie es weitergeht.
    • Juliet Bravo 18.08.2019 18:50
      Highlight Highlight Nein eben nicht. Das Parlament hat allen Optionen eine Abfuhr erteilt. Anstatt nun das Volk zu Fragen und entscheiden zu lassen, hebelt Johnson ja sogar das Parlament aus und denkt nicht daran, das Volk entscheiden zu lassen.
    • Colonel FLW 18.08.2019 19:00
      Highlight Highlight Die Frage ist doch: WELCHE Briten?

      Johnson & Konsorten?

      Und was ist mit Schottland, etc?
    • Firefly 18.08.2019 19:10
      Highlight Highlight Die Britten sind gespalten. Das ist etwa 50% zu 50%. Stellen sie sich das mal vor. Eine klitze-kleine Mehrheit diktiert einer imensen Minderheit eine Entscheidung von so bedeutender Tragweite auf. Das hat Potential eine Gesellschaft zu spalten.

      Demokratie will gelernt sein. Und diesbezüglich hat die britische Politik ihre Hausaufgaben nicht gemacht.
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