International
Wirtschaft

Signa: Finanzprokuratur will weiter mögliche Benko-Haftung prüfen

Signa: Finanzprokuratur will weiter mögliche Benko-Haftung prüfen

02.02.2024, 21:5302.02.2024, 21:53

Der Chef der österreichischen Finanzprokuratur hat bekräftigt, dass im Zusammenhang mit den Milliardenpleiten im Signa-Firmenkonstrukt auch mögliche persönliche Haftungen von Unternehmensgründer Rene Benko zu prüfen seien. «Herr Haselsteiner (Hans-Peter; Signa-Investor) hat in seinem ZiB2-Interview zu verstehen gegeben, dass Herr Benko faktisch die Geschäfte des Signa-Konglomerats geführt hat», so Wolfgang Peschorn laut einem Onlinebericht der «oe24.at».

ARCHIV - 02.03.2020, Nordrhein-Westfalen, D
René Benko droht Ärger.Bild: keystone

Würde Benko eine operative Tätigkeit nachgewiesen, könnte es zu Haftungen kommen. Der Investor war offiziell allerdings in keiner Funktion in seinem verschachtelten und inzwischen schwerst angeschlagenen Firmenreich. Beobachter schreiben ihm oft zu, im Hintergrund doch viele Fäden gezogen zu haben.

Zu einem angeblichen Insolvenzantrag der Finanzprokuratur als Anwältin der Republik Österreich gegen Benko wollte sich Peschorn gegenüber «oe24.at» indes nicht äussern. Der Antrag beim Landesgericht Innsbruck soll sich darauf stützen, dass Benko im Sanierungsverfahren der Holding seiner Verpflichtung zum Einschuss von drei Millionen Euro nicht gänzlich nachgekommen sein soll.

Gewisse Ratenzahlungen sollen für Benko durch Dritte übernommen worden sein. Benko-Steuerberater sollen einen Stundungsantrag gestellt haben. Angeblich soll die Finanz schon einen Rückstandsausweis in Händen halten, der als Begründung für Insolvenzanträge dienen kann. (dab/sda/awp/apa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Warum greift Trump eigentlich den Iran an? 7 mögliche Erklärungen
Die nukleare Bedrohung durch Iran dürfte, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Da US-Präsident Trump selbst die Gründe für den Krieg bislang noch nicht nachvollziehbar erklärt hat, kann nur gemutmasst werden. Die Theorien sind vielfältig.
Donald Trump hat seine zweite Präsidentschaft auch deshalb gewonnen, weil er seinen Anhängerinnen und Anhängern schwor, keinen weiteren Krieg zu beginnen. Diese wissen: Ein Krieg ist teuer, und die Bilanzen aus dem Irak-Krieg und demjenigen in Afghanistan sind im besten Fall ernüchternd. «America First» war Trumps Motto. Und dieses beinhaltete, sich weniger um ausländische Krisen und mehr um die eigenen Leute zu kümmern.
Zur Story