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The  logo of Corona beer produced by Group Modelo is seen in Mexico City February 17, 2015. REUTERS/Edgard Garrido/File Photo                                   GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE Ð SEARCH ÒBUSINESS WEEK AHEAD 3 OCTÓ FOR ALL IMAGES

Bild: © Edgard Garrido / Reuters/REUTERS

Nein. Der Corona-CEO verteilte leider keine Millionen. Wie ein Hoax um die Welt geht



Ein reicher Spanier, der als CEO einer Bierbrauerei in Mexiko ein Vermögen erwirtschaftete, soll jedem der 80 Bürger seines Heimatdorfs in Spanien über 2 Millionen Euro vererbt haben. Dies meldeten in den letzten Tagen diverse Medien aus dem In- und Ausland. 

Doch die Story ist zu schön um wahr zu sein:

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Der Corona-Millionär sorgte mit seiner erfundenen Aktion auf der ganzen Welt für Schlagzeilen.

Befeuert wurde das schöne Märchen durch ein Zitat des örtlichen Barbesitzers Maximino Sanchez, der vom vielen Fernandez-Geld schwärmt: «Vorher hatte hier im Dorf nie jemand Geld in der Tasche. Ich wüsste nicht, was ohne Antonio aus uns geworden wäre.»

Wahr ist: 1917 wird Antonio Fernandez im kleinen Städtchen Cerezales geboren. Nach dem Bürgerkrieg wanderte der Spanier nach Mexiko aus, wo er sich bis zum Generaldirektor der grössten Brauerei in Mexiko, Grupo Modelo, hocharbeitet.

Als CEO sorgt er dafür, dass «Corona» zur Weltmarke reift – was sich nicht nur für die Brauerei, sondern auch für den fleissigen Spanier finanziell auszahlt.

Ebenfalls wahr ist, dass Fernandez sich rührend um seinen Geburtsort kümmerte. Noch zu Lebzeiten finanzierte er laut der BBC eine anständige Trinkwasserversorgung, die Renovation der Kirche, einen Friedhof mit Kapelle, einen Dorfplatz und eine Strasse gesäumt mit über 90 Zypressen. 

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quelle: wiki / jan mehlich
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2016 stirbt Fernandez, und kurz nach seinem Tod entsteht die Millionärmacher-Mär.

Das Online-Magazin «Mashable» kam dem Hoax auf die Spur. «Ich bestätige ihnen, dass Antonio sein Geld nicht den Dorfbewohnern vermachte», sagte die Sprecherin der Fundación Cerezales Antonino y Cinia, welche im besagten Dorf ihren Sitz hat: «Die Familienangehörigen hatten Einsicht in sein Testament. Wir wissen nicht genau, wer Antonios Vermögen erben wird, wir sind aber sicher, dass es nicht die Dorfbewohner sind.»

Ursprung der Falschmeldung dürfte ein Übersetzungsfehler aus dieser Originalmeldung im Diario de Leon gewesen sein. 

(tog)

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