International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Greek Finance Minister Yanis Varoufakis  , left, speaks with Managing Director of the International Monetary Fund Christine Lagarde during a round table meeting of eurogroup finance ministers at the European Council building in Luxembourg on Thursday, June 18, 2015. German Chancellor Angela Merkel is pressing Greece to deliver on commitments to carry out reforms, stressing that she wants the country to remain in the common currency. (AP Photo/Virginia Mayo)

Der griechische Finanzminister Varoufakis plaudert mit IWF-Chefin Lagarde Bild: Virginia Mayo/AP/KEYSTONE

Krisengipfel: Am Montag kommt es zum nächsten Showdown in der Griechenlandfrage



Im Euro-Schuldenstreit mit Griechenland gibt es keine Aussicht auf eine Lösung: Das Treffen der Eurofinanzminister endete ohne Einigung. Derweil wurde ein Sondertreffen der Staats- und Regierungschefs der Euroländer zu Griechenland für kommenden Montag einberufen. 

Die Euro-Finanzminister hätten der griechischen Regierung ein «starkes Signal» gegeben, dass sie «in den kommenden Tagen neue Vorschläge» für Reformen vorlegen müsse, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Donnerstag in Luxemburg. 

Hilfsprogramm läuft Ende Juni aus

Es sei noch immer möglich, eine Einigung zu finden. Man sei bereit, Tag und Nacht dafür zu arbeiten. Aber Eile sei geboten: «Die Zeit läuft ab», sagte der Niederländer. «Der Ball liegt klar im Feld der Griechen.» 

EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici forderte seinerseits die Griechen auf, mit ernsthaften Vorschlägen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. «Das Spiel nähert sich seinem Ende. Es bleibt uns nur noch wenig Zeit, um das Schlimmste zu verhindern.» 

Ins gleiche Horn stiess Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Sie warte auf glaubwürdige Vorschläge. Mit scharfen Worten richtete sie sich an die Griechen: «Das Drängendste ist, dass wir einen Dialog mit Erwachsenen im Raum wiederherstellen.» Denn im Moment gebe es keinen Dialog, und ohne Dialog sei keine Lösung möglich. 

EU-Chefs sollen informiert werden 

Dijsselbloem schloss ein weiteres Treffen der Euro-Finanzminister vor dem von EU-Ratspräsident Donald Tusk einberufenen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs am Montag nicht aus. 

Solche Treffen würden üblicherweise durch die Eurogruppe vorbereitet, sagte er. Hauptziel des Gipfels sei aus seiner Sicht, die Staats- und Regierungschefs des Währungsgebietes «zu informieren». 

Erst wenn es neue Vorschläge Griechenlands gebe, könnten «weitere Schritte» unternommen werden. Es sei aber «zu früh», um zu sagen, ob es dazu komme, sagte der Euro-Gruppenchef weiter. Dies hänge davon ab, ob Athen «glaubwürdige» Vorschläge unterbreite. 

Verlängerung der Zahlungen nicht ausgeschlossen 

Bis 30. Juni muss Athen Schulden in der Höhe von 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Ansonsten droht Griechenland der Staatsbankrott. Um das Geld für die Rückzahlung aufzubringen, benötigen die Griechen die letzte Tranche eines Hilfspakets von 7,2 Milliarden Euro. 

Dieses Geld stehen ihnen aber nur noch bis Ende Juni zur Verfügung. Die Gläubiger - bestehend aus IWF, Europäische Kommission und Europäische Zentralbank (EZB) - wollen die 7,2 Milliarden Euro jedoch nur ausbezahlen, wenn sie verbindliche Reformzusagen Griechenlands erhalten. Die bisherigen von Athen präsentierten Vorschläge gehen den Gläubigern aber nicht weit genug. 

epa04807215 Greek Finance Minister Yanis Varoufakis holds a news conference after the Eurogroup meeting of Finance ministers in Luxembourg, 18 June 2015. Eurozone finance ministers failed to find a breakthrough in the Greek bailout crisis, European Commission Vice President Valdis Dombrovskis said. 'No deal at Eurogroup,' he wrote on Twitter. 'Strong signal for Greece to engage seriously in negotiations.' Fears are mounting that cash-strapped Greece will soon go bankrupt. It is seeking to access 7.2 billion euros (8.2 billion dollars) remaining in its international bailout, but has been struggling for months to agree with its creditors on prerequisite economic reforms.  EPA/JULIEN WARNAND

Der griechische Finanzminister Varoufakis ist noch immer zuversichtlich Bild: JULIEN WARNAND/EPA/KEYSTONE

Werden sich die beiden Parteien in letzter Minuten doch noch einigen, dann dürfte es laut Dijsselbloem zu spät sein, die Vereinbarung mit Griechenland noch rechtzeitig umzusetzen und damit die letzte Hilfstranche auszuzahlen. 

Als Übergangslösung müsste dann das aktuelle Hilfsprogramm verlängert werden, um Zeit für die Auszahlung zu gewinnen. Der Eurogruppen-Chef sagte klar, die Geldgeber seien dazu bereit. 

Varoufakis immer noch zuversichtlich 

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis kritisierte nach dem Treffen, bei den Verhandlungen der Euro-Gruppe habe allein die griechische Seite zur Verantwortung gezogen werden sollen. Es sei aber an allen politisch Verantwortlichen, eine Lösung zu finden. 

Trotz seiner Kritik zeigte es sich zuversichtlich, doch noch eine Einigung zu finden. «Wir haben ein starkes Signal an unsere Partner und die EU-Institutionen ausgesandt und einen umfassenden Vorschlag vorgelegt. Damit könnten wir in kürzester Zeit die griechische Krise lösen», sagte er. 

Beide Seiten - Griechenland und die EU-Institutionen - seien sehr nahe an einer Einigung gekommen - in vielen wichtigen Teilen. Um es in Zahlen auszudrücken, «sind wir ein halbes Prozent des Bruttoinlandprodukts voneinander entfernt. Dieser Spalt ist zu klein», um ein gefährliches Scheitern zu rechtfertigen, sagte Varoufakis. 

Griechenland verhandelt seit Monaten mit seinen internationalen Geldgebern über die Bedingungen für die Auszahlung ausstehender Finanzhilfen. Streit gibt es vor allem über von den Gläubigern geforderte Einschnitte bei den Renten und die Erhöhung der Mehrwertsteuer. (jas/sda) 

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

Link zum Artikel

17 neue Fälle mysteriöser Lungenkrankheit in China

Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

91
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

17 neue Fälle mysteriöser Lungenkrankheit in China

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

102
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

91
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

17 neue Fälle mysteriöser Lungenkrankheit in China

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

102
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 18.06.2015 21:58
    Highlight Highlight Die griechische Regierung sieht sich in der Pflicht gegenüber ihren Wählern und kann deshalb eines ihrer wichtigsten Wahlversprechen, keine Rentenkürzungen, nicht aufgeben. Andererseits ist es wohl kaum realistisch, dass, wenn sie sich der EU beugt und die Renten doch kürzt, die Schuldenprobleme gelöst würden. Lenkt Tsipras ein, sind Neuwahlen und ein schnelles Ende seiner Amtszeit absehbar. Letztlich wird nichts an einem Schuldenschnitt vorbeiführen. Wenn nicht jetzt, dann später. Das wissen wohl beide Seiten. Aber zur Gesichtswahrung dürfte die EU einer "letzten Galgenfrist" zustimmen, danach einer allerletzten und dann noch einer...., außer ein weiteres EU-Land stürzt auch noch in ganz große Schwierigkeiten, dann bricht wohl der wirkliche Chaoszustand aus. Der Fehler der zu schnellen, politisch motivierten und wirtschaftlich nicht zu rechtfertigenden Einführung der Einheitswährung in zu vielen verschiedenen Ländern wird sich rächen.
    • Max Heiri 19.06.2015 00:31
      Highlight Highlight Man sollte aber bedenken, dass Griechenland dank des Euros ausserordentliche schnell gewachsen ist. Jetzt gab es einen Einbruch der die letzten 10 Jahre vernichtet hat leider...

Polizei ermittelt wegen chinesischer Spionage erstmals wieder in Europa

Im Visier stehen laut «Spiegel» drei Angestellte zweier Lobbyfirmen. Einer sei ein hochrangiger Diplomat gewesen.

In Deutschland und in Belgien haben Ermittler am Mittwoch mehrere Wohnungen und Büros dreier mutmasslicher chinesischer Spione durchsucht.

«Ich kann bestätigen, dass wir Ermittlungen wegen Geheimdienstaktivitäten durchführen», teilte ein Sprecher der deutschen Bundesanwaltschaft in der Nacht auf Donnerstag mit. Keiner der Verdächtigen sei aber festgenommen worden, betonte er.

Das Magazin «Der Spiegel» schreibt, einer der drei Verdächtigen sei ein deutscher Staatsangehöriger, der bis 2017 als …

Artikel lesen
Link zum Artikel