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Fall Carlos Ghosn: Durchsuchungen bei Renault in Frankreich

Fall Carlos Ghosn: Durchsuchungen bei Renault in Frankreich

03.07.2019, 13:5703.07.2019, 13:57
Gegen den einst schillernden Automanager Carlos Ghosn sind erneut Vorwürfe von zweifelhaften Zahlungen aufgetaucht - diesmal bei einer niederländischen Gesellschaft. (Archivbild)
Carlos GhosnBild: AP

Ermittler haben am Mittwoch den Hauptsitz des französischen Autobauers Renault durchsucht. In Boulogne-Billancourt bei Paris, wo Renault seinen Sitz hat, laufe eine polizeiliche Durchsuchung, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit.

Medienberichten zufolge hängt die Durchsuchung mit dem Ex-Renaultchef Carlos Ghosn zusammen.

Man arbeite uneingeschränkt mit den Behörden zusammen. Weitere Details nannte Renault nicht. Übereinstimmenden

Das Nachrichtenmagazin L'Express berichtete, dass der Grund der Ermittlungen die Finanzierung der Hochzeit des ehemaligen Top-Managers im Schloss Versailles sei. Renault hatte Anfang des Jahres angekündigt, die Justiz wegen mutmasslicher persönlicher Vorteilsnahme Ghosns einzuschalten. Konkret ging es um die Hochzeitsparty des Automanagers im Oktober 2016 in dem historischen Barockschloss.

Ghosn wird vorgeworfen, persönlich von einem Sponsoring-Vertrag zwischen Renault und Schloss profitiert zu haben. Dabei ging es nach Angaben von Renault um eine Summe von rund 50 000 Euro. Ghosns Anwalt sprach damals von einem «Missverständnis» und erklärte, dass der Manager bereit sei, das Geld zurückzuzahlen.

In diesem Zusammenhang ist vor einigen Wochen bereits das Haus des Ex-Renaultchefs Carlos Ghosn in der Nähe von Paris durchsucht worden. Nach der Verhaftung Ghosns in Japan war das von ihm geschaffene und kontrollierte französisch-japanische Auto-Bündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Ghosn war ein Verstoss gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden. (aeg>/sda/awp/dpa)

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